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Franchise Tag,

Rookie,

Linebacker,

NFLPA,

Divisional Playoffs,

was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

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Dienstag, 26. Mai 2020

Turbulenzen in der windigen Stadt
nagy-matt3Einst waren sie die Monster des Mittelwestens, heute sind sie nur noch Teddybärchen, die Chicago Bears.
Mit dem Personal in der Defense hätten sie letztes Jahr eigentlich Playoffpotential gehabt... eigentlich.
Es war nicht nur die miese Offense, die den Einzug in die Endrunde verhinderte, sondern auch die Defense, die sich der lahmen Leistung der Offense anpaßte.
Head Coach Matt Nagy (Bild) glaubt jetzt, einen Grund für das Totalversagen gefunden zu haben. Er bereut es, seine Starter in den Vorbereitungsspielen geschont zu haben. Er begann seine beiden Saisons als Head Coach der Bears jeweils mit Niederlagen gegen Green Bay. Nagy glaubt, daß diese Mißerfolge mit der Schonung zu tun haben, weil die Starter noch nicht richtig miteinander eingespielt waren.
2020 will er die Starter auch in den Vorbereitungsspielen einsetzen.
Auch die beiden Quarterbacks Mitch Trubisky und Nick Foles. Noch gilt Trubisky als Starter, doch es wird bereits jetzt geunkt, daß er nicht die ganze Saison durch diesen Posten behält.
Quarterback Wechsel sind in Chicago durchaus normal. Und nicht nur da, sondern auch in der Liga. Nur 12 Quarterbacks sind 2019 in allen 16 Spielen gestartet. Bei den Bears hat es das seit 2009 nicht mehr gegeben. Egal ob wegen Verletzungen oder Unfähigkeit, in Chicago wurden immer wieder Quarterbacks ausgewechselt.
Und die beiden, die sich jetzt um den Posten des Starters streiten, haben beide noch nie eine volle Saison gespielt. Immerhin startete Trubisky in jeder seiner drei Saisons wenigstens 12 mal. Foles ist seit acht Jahren in der NFL und ist nur zweimal in mehr als 10 Spielen als Starter angetreten. Er hat aber einen Super Bowl Sieg und Super Bowl MVP Titel vorzuweisen. Davon ist Trubisky meilenweit entfernt.
Doch Trubisky war 2018 ein Pro Bowl Teilnehmer, der erste Bears Quarterback seit Jim McMahon 1985.
Konkurrenz belebt das Geschäft, und in Chicago könnte das zu einer Belebung der kompletten Offense führen.

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„Ist 4. und 15 besser als 8 von 63?
Diese Frage stellte die NFL gestern auf ihrer eigenen Seite.
Nur acht von 63 Onsidekicks wurden 2019 erfolgreich von der ausführenden Mannschaft erobert. Das sind magere 12,7%.
Die Statistik hat auch die vierten Versuche erfaßt, die genau 15 Yards zu bewältigen hatten. Davon gab es sieben und nur zwei wurden erfolgreich umgewandelt. Doch in Prozenten waren das 28,6% und somit mehr als doppelt so viele, wie bei den Onsidekicks.
Die neuen Kickoffregeln haben allerdings nicht dazu geführt, daß weniger Onsidekicks erfolgreich ausgeführt wurden. Unter den alten Regeln waren es 2018 52 Versuche, von denen nur vier erfolgreich waren, sehr magere 7,7%.
Das ist dann doch eine ziemliche Überraschung.

Montag, 25. Mai 2020

Kurzberichte
brady-manning-bowlBrady - Manning Bowls wird es nicht mehr geben, aber am Wochenende kreuzten die beiden die Golfschläger bei "The Match: Champions for Charity".
Bei diesem Wohltätigkeits Golfturnier spielte Manning zusammen mit Tiger Woods gegen Tom Brady und Phil Mickelson.
Manning/Woods gewannen mit einem Schlag Vorsprung. Bereits ab dem dritten Loch gingen sie in Führung und gaben sie nie wieder ab.
Zählt man alle Spenden zusammen, die bei diesem Match gesammelt wurden, dann können sich die Wohltätigkeitsorganisationen, die bedacht werden, über etwa $30 Millionen freuen.
Peyton Manning gewann zwar dieses Golfspiel, aber auf dem Footballfeld hat Tom Brady klar die Nase vorn. Inklusive Playoffs steht es beim Mann gegen Mann Rennen in der NFL 11:6 für Brady.
Bei den Super Bowls steht es 6:2. Doch wäre Mannings Mutter nicht gewesen, dann hätte Tom Brady sogar 11 Super Bowls gewinnen können, scherzte Peyton.
Drei der fehlenden Titel gehen auf Peytons Konto. In drei Championship Spielen gewannen von Peyton Manning geführte Teams gegen die Patriots.
Zwei fehlende Siege gehen auf Eil Mannings Konto. Peytons jüngerer Bruder gewann in zwei Super Bowls gegen Tom Brady.

Cris Carter weiß, was Hunger ist.
Der Hall of Fame Wide Receiver wuchs mit sechs Geschwistern bei seiner alleinerziehenden Mutter in Dayton, Ohio, auf. Da hatten sie oft Hunger leiden müssen.
Heute setzt sich Carter dafür ein, Geld zu sammeln, um Bedürftige in Zeiten von COVID-19 zu helfen.
Der Investmentbanker Michael Klein rief im April das Projekt Isaiah ins Leben. Seitdem konnte es 1,7 Millionen Mahlzeiten in 11 armen Städten und 200 Kommunen der USA ausliefern.
Und Cris Carter ruft alte Bekannte an, damit sie ihren Beitrag leisten. Durch seinen Einsatz können Essenslieferanten vor der Pleite bewahrt und Hungernde gesättigt werden. Und Carters Einsatz sorgt dafür, daß die Bedürftigen sich nicht stigmatisiert fühlen, wenn sie die kostenlosen Mahlzeiten in Empfang nehmen.

Für Chargers Tight End Hunter Henry ist es OK, mit dem Franchise Tag zu spielen.
Er geht in seine fünfte Saison und hätte gerne einen langfristigen Vertrag, doch wird er 2020 nicht bestreiken, nur weil er  das Franchise Etikett angeheftet bekam.
Bis zum 15. Juli bleibt ja noch Zeit, daß Teams mit ihren Franchise Playern einen langfristigen Vertrag aushandeln können. Danach spielen diese Spieler entweder mit einem Franchise Vertrag oder gar nicht, wenn kein langfristiger Vertrag zustande kam. Doch die Verhandlungen zwischen Henry und den Chargers stocken.
Henry hatte 2019 seine bisher beste Saison mit 55 gefangenen Pässen für 652 Yards und fünf Touchdowns.

Wenn Devonta Freeman keinen Vertrag bekommt, der ihm zusagt, dann wird der Running Back 2020 pausieren.
Die Seahawks hatten dem Ex- Falcon $4 Millionen für eine Saison geboten, doch das war Freeman zu wenig. Er glaubt, daß er einiges mehr wert wäre.
Mit 28 Jahren ist Freeman noch nicht zu alt auf der Position. Und er war mal der bestbezahlte Running Back aller Zeiten. Das wird er nicht mehr werden, aber er möchte auch nicht abgespeist werden.
Nur, ob er dann 2021 das bekommen würde, was er schon 2020 nicht bekommt?

Samstag, 23. Mai 2020

Kurzberichte
flacco-joe-broncos
Joe Flacco (Bild) hat einen neuen Arbeitgeber.
Der von den Broncos kürzlich entlassene Quarterback hat einen Einjahresvertrag über magere $1,5 Millionen bei den Jets unterschrieben.
Ein ganz schöner Rückgang für den einst teuersten Spieler aller Zeiten.
Weitere drei Millionen könnte er sich erspielen, was von seiner Einsatzzeit und seinem Erfolg abhängt.
Die Jets glauben jedoch daran, daß sie mit Sam Darnold einen NFL-tauglichen Quarterback haben. Sollte sich das als Irrglaube entpuppen, dann ist ein erfahrener Super Bowl Gewinner auf der Bank nicht das Schlechteste. Auch wenn der meilenweit von seiner alten Form entfernt ist.

4. und 15 wird wohl kommen.
Chiefs Head Coach Andy Reid ist von dieser Option allerdings nicht wirklich überzeugt, auch wenn er einen Quarterback hat, der diese Situation meistern kann.
„Wir haben einen Typen, der 4. und 15 kann,“ meinte Reid. „Aber ich habe trotzdem gemischte Gefühle, was das angeht. Ich bin ein alter Typ, und ich möchte an dem Spiel festhalten, wie es jetzt ist. Ich sehe aber auch, daß das Andere aufregend sein kann.“
Noch wird über diese Option unter den Verantwortlichen verhandelt, aber die Feinabstimmung hat schon begonnen. So sollte die Möglichkeit, einen 4. und 15 statt eines Onsidekicks auszuspielen, nur dem Team erlaubt sein, das zurückliegt. Das wurde geändert. Auch der Führende darf sich für diese Option entscheiden. Daß jedes Team höchstens zweimal pro Spiel diese Option nutzen darf, das bleibt bestehen.
Der Onsidekick wird nicht eingemottet, durch diese neue Möglichkeit. Jedes Team darf so oft auf den Onsidekick zurückgreifen, wie es möchte, also auch um den Kickoff zur zweiten Halbzeit in einem Super Bowl auszuüben (Super Bowl 44).

Die Seahawks haben sich für Carlos Hyde als neuen Running Back entschieden.
Er unterschrieb einen Einjahresvertrag, der ihm bis zu $4 Millionen einbringen kann.
Damit dürfte entschieden sein, daß Ex- Falcon Devonta Freeman nicht nach Seattle fliegt.
Hyde war in seiner Karriere schon bei einigen Teams. Nachdem die 49ers ihn 2014 in der zweiten Runde einberiefen ging er 2018 zu den Browns und wurde nach sechs Spielen an die Jaguars abgegeben für einen fünftrunden Pick 2019. Jacksonville feuerte ihn im März 2019. Kurz darauf unterschrieb er einen Einjahresvertrag bei den Chiefs, die ihn fünf Monate später zu den Texans tauschten für  Offensive Tackle Martinas Rankin.

Patriots Besitzer Robert Kraft gab seinen Super Bowl LI Ring zu einer Auktion für Wohltätige Zwecke.
Am Ende brachte das gute Stück $1,025 Millionen ein.
Der glückliche, unbekannte Sieger stach 34 Konkurrenten aus. Das erste Gebot vor zwei Wochen betrug $75.000.
Kraft hatte sich dazu entschlossen, diesen Ring zur Auktion zu geben, weil der Sieg in Super Bowl LI gegen die Falcons der härteste aller Siege war. New England lag bereits mit 28:3 zurück, bevor der Sieg noch in der Verlängerung gelang.

Ryan Leaf war einer der größten Mißgriffe in der Geschichte der Draft Mißgriffe.
Er war 1998 der zweite Spieler, der einberufen wurde. Die Chargers wurden allerdings nie glücklich mit ihm.
Leaf spielte nur drei Saisons in der NFL. Er warf lediglich 14 Touchdowns aber 36 Interceptions.
Nach seiner Zeit in der NFL ging sein Privatleben den Bach runter. Diebstähle und Drogenhandel brachten ihn für zwei Jahre ins Gefängnis.
2019 arbeitete er als Analyst für ESPN bei Collegespielen. Das könnte vorbei sein. Am Freitagmorgen gegen zwei Uhr wurde er in Palm Springs, California, wegen häuslicher Gewalt verhaftet. Nach einer Hinterlegung einer Kaution über $5.000 wurde er wieder freigelassen.

Ist das Glas, bzw. das Stadion halbvoll oder halbleer?
Die Steelers sind vorsichtig Optimistisch. Sie geben nur die Hälfte der Saisonkarten in den Verkauf, damit die Zuschauer die nötigen Abstände halten können, wenn sie denn überhaupt ins Stadion dürfen.
Sollten keine Zuschauer zugelassen werden, verspricht der Club die volle Erstattung der gezahlten Preise.

FOX will es machen, NBC vielleicht auch.
Auch die Sunday Night Footballspiele sollen wohl mit künstlichem Stadionlärm zu den Fernsehzuschauern gesendet werden.
Kommentator Al Michaels hält das für eine grauenvolle Idee.
Eine Szene aber erwähnte er, bei der er sich einen künstlichen Ton gut vorstellen könnte. Bei dem Arsch-Fumble von Jets Quarterback Mark Sanchez 2012 wäre ein künstlicher Studiolacher, wie bei einer Sitcom recht lustig, meinte Michaels.
Auch NBC denkt darüber nach, virtuelle Zuschauer in die Stadien zu setzen.
Im Stadion werden aber bestimmt Al Michaels und Cris Collinsworth sitzen. Auf keinen Fall will NBC die beiden aus einem Studio im Sender die Spiele kommentieren lassen. Der nötige Abstand zwischen den beiden soll dabei natürlich eingehalten werden.
NBCs Sunday Night Football wird im Durchschnitt von 20,5 Millionen Zuschauern gesehen.

Freitag, 22. Mai 2020

Kurzberichte
mahomes-patrick3Onside Kicks haben bei der neuen Kickoff Regel kaum noch eine Chance erfolgreich ausgeführt zu werden.
Für Chiefs Quarterback und Liga und Super Bowl MVP Patrick Mahomes (Bild) kein Problem. Er hält viel von der 4. und 15 Methode, die beim nächsten virtuellen Treffen der Teambesitzer am 28. Mai ein Thema ist. Da werden wieder so einige Regeländerungen und –Neuerungen diskutiert werden.
Die 4. und 15 Regel wird eine davon sein.
Wenn ein Team gepunktet hat, kann es sich zum Kickoff entscheiden, oder dazu, daß der Ball an die eigene 25 gelegt wird. Von da aus hat das Team dann einen vierten Versuch und 15 Yards zu überwinden. Schafft es das, bleibt es im Ballbesitz. Klappt es nicht, kommt der Gegner an der Stelle an den Ball, bis zu der das angreifende Team ihn zuletzt bewegt hat. Und das würde Mahomes gefallen. Diese Option dürfte pro Spiel und Team nur zweimal eingesetzt werden.
Für den Quarterback, der erst in seine vierte Saison geht und bestimmt noch 15 gute Jahre vor sich hat, und der bereits Liga und Super Bowl MVP wurde, wäre das eine gute Option, die die Ligabosse auf jeden Fall ernsthaft in Betracht ziehen sollten.
Klar, für ihn als einen der besten Quarterbacks der Liga wäre das sehr positiv. Aber 31 andere Teams haben ja auch noch ein Wort mitzureden.
In der gescheiterten Alliance of American Football League wurde ähnliches angewendet. Dort wurde der Ball an die eigene 28 gelegt und das Team hatte einen 4. und 12.

Jets Running Back Frank Gore findet es cool, der Ersatzmann von Le`Veon Bell zu sein.
Gore geht in seine 16. Saison. Seine bisherigen Stationen waren San Francisco 49ers (2005–2014), Indianapolis Colts (2015–2017), Miami Dolphins (2018), Buffalo Bills (2019). Die 49ers nahmen ihn in der dritten Runde der Draft auf.
Zur Zeit ist er der älteste aktive Running Back der Liga. Bisher kam er auf 15.347 Lauf- und 3.896 Passyards.
Mit seinen Laufyards liegt er in der ewigen Bestenliste auf Platz drei und kann wohl nicht mehr auf Platz zwei an Walter Paytons 16.726 Yards vorbeiziehen.

Packers Defensive Lineman Montravius Adams wurde in Georgia verhaftet.
Drei Anklagepunkte wurden gegen ihn erhoben, Besitz einer kleinen Menge Marihuana, Auto fahren ohne Versicherung und keine gültige Fahrzeugzulassung.
Alles kleinere Vergehen. Nach vier Stunden Haft wurde Adams nach Hinterlegung einer Kaution von $2.964 wieder freigelassen.

Natürlich geht es bei Vertragsverhandlungen hauptsächlich um Geld.
Doch Cowboys Quarterback Dak Prescott geht es um die Vertragslaufzeit. Dallas möchte ihn für fünf Saisons verpflichten, Prescott möchte nur einen Vierjahresvertrag unterschreiben. Seine Berater und er glauben, daß die Gehälter für Quarterbacks in vier Jahren so immens sein werden, daß Prescott nach dieser Zeit einen Vertrag jenseits der $45 Millionen Grenze bekommen könnte.
Dallas bietet Prescott einen Fünfjahresvertrag über $175 Millionen. Das wäre ihm zu wenig. Ein guter Vierjahresvertrag mit der Möglichkeit, danach richtig dick abzukassieren, ist eher das, was dem Team Prescott vorschwebt.
Wenn Dallas dem Quarterback nicht mit einem Vierjahresvertrag kommt, dann könnte er bald bei einem anderen Team landen.

Donnerstag, 21. Mai 2020

Kurzberichte
freeman-devontaDevonta Freeman (Bild) ist noch immer ohne Team.
Der Running Back wurde nach nur zwei Jahren in seinem Fünfjahresvertrags von den Falcons gefeuert. Zwar zeigen Teams Interesse an ihm, aber keines möchte anscheinend das Gehalt zahlen, das Freeman so vorschwebt.
Die Eagles und Jets haben bereits bei ihm angefragt, und die Seahawks boten ihm $4 Millionen für einen Einjahresvertrag. Doch auch der Name Marshawn Lynch fällt immer wieder, wenn man von Seattle und Running Backs hört.
$4 Millionen für Freeman wären weniger als die Hälfte dessen, was er in Atlanta bekommen hätte.
Die Falcons haben Todd Gurley als Ersatzmann für Freeman verpflichtet, der $5,5 Millionen bekommt. Auch Gurley mußte sich mit weniger begnügen, nachdem die Rams sich von ihm getrennt hatten.
Es scheint so, als würde Devonta Freeman auf eine Menge Dollar verzichten müssen, wenn er einen neuen Arbeitgeber findet.

Aldon Smith darf wieder in der NFL spielen.
Der kriminelle Defensive End war wegen seiner vielen Verfehlungen auf unbestimmte Zeit suspendiert. Am Mittwoch entschied Commissioner Roger Goodell, die Sperre zu beenden.
Das war schon länger erwartet worden, und die Dallas Cowboys gaben Smith bereits im April einen Einjahresvertrag über $4 Millionen.
Smith hat seit 2015 nicht mehr in der NFL gespielt. Ob der 30-jährige an seine Leistungen, die damals nicht schlecht waren, anknüpfen kann?

Redskins Rookie Wide Receiver Antonio Gandy-Golden war an COVID-19 erkrankt.
Das wurde bereits vor der Draft festgestellt. Die Symptome waren mild, wie der Wide Receiver sagte. Er hatte sich sofort selber in Quarantäne begeben und ist jetzt genesen.
Jetzt kann er es gar nicht abwarten, endlich mit den Redskins zusammenzutreffen.
Das kann aber immer noch dauern.

Die Patriots und Patrick Chung wurden sich einig.
Der Safety unterschrieb eine Vertragsverlängerung über zwei Jahre. 2020 wird er zusätzliche $1,6 bekommen, was sein Gehalt auf insgesamt $5 Millionen erhöht.

Mittwoch, 20. Mai 2020

Kurzberichte
Fitzpatrick-Ryan-jetsRyan Fitzpatrick (Bild) ist begeistert davon, daß die Dolphins Tua Tagovailoa einberufen haben. Aber dennoch möchte der 37 Jahre alte Quarterback noch spielen.
Fitzpatrick begann die letzte Saison nicht so, als wäre er die Antwort auf der Position. In Woche zwei gegen die Patriots warf er drei Interceptions, zwei davon sogenannte Pick Sixes, die direkt zu Touchdowns zurückgetragen wurden. Er wurde für Sam Rosen auf die Bank gesetzt.
Rosen spielte so furchtbar, daß die Dolphins in Woche sechs gegen die Redskins ihn wieder auf die Bank setzten und Fitzpatrick sich erneut versuchen durfte. Dieses Mal lief es dann etwas besser für ihn.
In Woche 17 war es Fitzpatrick, der den Patriots eine Freiwoche in den Playoffs versaute. Er übertraf Tom Brady in den Statistiken und führte Miami zu einem 38:35 Sieg in der Verlängerung.
Vielleicht könnte es 2020 ähnlich ablaufen, wenn die Dolphins sich dazu entschließen mit Fitzpatrick in die Saison zu starten. Irgendwann wird dieser „Achterbahn“ Spieler, der mittlerweile für sein achtes NFL Team spielt, dann gegen Tagovailoa ausgetauscht, und man wird sehen, wie der sich schlägt.
Tagovailoa soll nun endlich die Zukunft der Dolphins werden. Fitzpatrick weiß das natürlich, aber er hat halt die Hoffnung, daß diese Zukunft erst beginnt, wenn seine Zeit in Miami bereits Vergangenheit ist.

 

Gestern eröffneten die Falcons, die Cardinals, Colts, Cowboys und Steelers wieder ihre Teameinrichtungen.
Noch dürfen weder Trainer noch Spieler die Einrichtungen betreten, aber die administrativen Geschäfte dürfen wieder von dort aus geführt werden.
In Atlanta sind es zunächst 15 Leute, die wieder an ihren normalen Arbeitsplätzen arbeiten.
Wann Spieler und Trainer wieder ganz normal auf den Geländen ihrer Teams antreten dürfen, steht noch in den Sternen.

Der Gouverneur von Pennsylvania, Tom Wolf, ist verärgert über Ben Roethlisberger. Der Quarterback der Steelers ließ sich in einem Friseurladen in Allegheny Bart und Haare schneiden, obwohl diese Geschäfte in diesem Staat noch nicht öffnen dürfen.
„Meine Bedenken sind allgemeine Bedenken,“ äußerte sich Wolf. „Wir wollen nicht, daß jemand sich und andere gefährdet. Mir ist es egal, wer du bist, wenn du ungeschützt in einen Friseurladen gehst. Die Chance, daß dieser Virus großen Schaden in deinem Leben anrichtet, erhöht sich dadurch.“

Einige Staaten in den USA denken darüber nach, Sport ohne Zuschauer wieder zuzulassen.
Vielleicht hat der durchaus gelungene Neustart der Fußball Bundesliga damit zu tun. Es war zwar eigenartig, diese Stimmung dort, aber das Fehlen des grauenvoll grottengräßlichen Gegröles der Fans war nicht unangenehm.
New York, Kalifornien und Texas möchten ab Ende Mai wieder Ligabetrieb der verschiedenen professionellen Sportarten zulassen.
Diese Staaten haben die meisten Profiteams. Doch wo die Gegner von außerhalb dieser Staaten herkommen sollen, das muß noch ausgekundschaftet werden.

Die NFL hat die Rooney Regel erweitert. Die ist seit 2003 in Kraft und verlangt von jedem Team, das einen neuen Head Coach oder General Manager einstellen möchte, zumindest ein Mitglied einer Minderheit in Betracht zu ziehen, bevor ein Team dann den Wunschkandidat verpflichten kann, der keiner Minderheit angehört.
Jetzt müssen die Teams jeweils Befragungen mit zwei Kandidaten von Minderheiten führen, bevor sie ihren Wunsch Head Coach  einstellen können. Der Begriff „Minderheiten“ wurde nun auch um den Begriff „Weiblich“ ergänzt.

Dienstag, 19. Mai 2020

Kurzberichte
reich-frank-4Head Coach Frank Reich (Bild) glaubt, daß Philip Rivers vorhat, mehrere Jahre für die Colts zu spielen.
Der Quarterback unterschrieb einen Einjahresvertrag über $25 Millionen in Indianapolis. Doch Reich sagte in einem Interview: „Ich kann Ihnen nur sagen, daß ich wirklich glaube, daß Philip vorhat mehrere Jahre zu bleiben. Ich bin sehr optimistisch, daß das ein Ding über mehrere Jahre wird.“
Daß die Zeit von Jacoby Brissett vorbei ist, das zeigt die Einberufung von Jacob Eason in Runde 4. Reich hofft, daß dieser Neuzugang längere Zeit hinter Rivers lernen kann.
Rivers und Reich verbrachten von 2013-15 einige gemeinsame Jahre bei den Chargers, wo der heutige Head Coach Quarterback Coach und Offensive Coordinator war.
Rivers lobt ja die Line vor ihm in den höchsten Tönen. Wenn die Leute ihn genügend schützen, und Rivers gesund bleibt, warum, sollte er dann nur ein Jahr bleiben?
Und genau das fragt sich Frank Reich.

Chargers Head Coach Anthony Lynn sagte, daß man sich Cam Newton genau angesehen hat. Man wäre dann zu der Überzeugung gelangt, daß man sich mit Tyrod Taylor als Starter sehr wohl fühlen würde.
„Natürlich ist Cam ein herausragender Quarterback,“ sagte Lynn. „Er war Liga MVP, führte sein Team in den Super Bowl, und er soll auch wieder gesund sein, wie ich gehört habe. Cam wird ganz bestimmt in irgendeinem Kader auftauchen und ein paar Spiele gewinnen, aber nicht bei uns.“
Als Ersatz hinter Taylor beriefen die Chargers Justin Herbert an sechster Stelle ein.
„Ich fühle mich sehr wohl, mit den Quarterbacks, die wir haben,“ meinte Lynn.

Vikings Safety Anthony Harris hat seinen Franchisevertrag unterschrieben.
Bis zum 15. Juni bleibt noch Zeit, einen langfristigen Vertrag auszuhandeln.

Saints Head Coach Sean Payton gab zu, daß er niemals über Bountygate wegkommen würde.
2011 soll der damalige Defensive Coordinator Gregg Williams „Kopfgeld“ dafür bezahlt haben, daß seine Verteidiger absichtlich Gegenspieler verletzten.
Payton wurde als Mittäter für die Saison 2012 suspendiert. Das kostete ihn $6 Millionen an Gehaltszahlungen.
Der Head Coach sagte nun in einem Interview, daß er niemals über Bountygate hinweggekommen ist und wohl auch niemals darüber hinwegkommt.
Beide, Payton, wie auch Williams, können ihre Jobs wieder ausüben. Payton ist heute Mitglied im Regelkomitee. Und da ist momentan Gesprächsbedarf zu der Passbehinderungsregel. Payton glaubt, daß es eine gute Sache ist, aber die Videoschiedsrichter in New York nicht gut damit umgegangen wären.
Diese Regel wird 2020 sehr wahrscheinlich nicht wiederkommen.

„Bountygate“ in Pittsburgh?
Der legendäre Linebacker James Harrison putze 2010 Cleveland Browns Wide Receiver Mohamed Massaquoi mit einem Helm gegen Helm Hit weg. Auf dem Platz wurde er dafür nicht bestraft, aber die Liga forderte $75.000 von Harrison.
Und bei einem Radiointerview vor einigen Tagen wurde der Linebacker kryptisch. Nachdem Harrison die Strafe gezahlt hatte, soll Head Coach Mike Tomlin ihm einen Umschlag überreicht haben. Doch was in dem Umschlag drin war, das wollte Harrison nicht verraten.
Schrödingers Umschlag?
War Geld drin, war ein Zettel mit einer handschriftlichen Notiz drin?
Warum machte Harrison zwei Jahre nachdem er in den Ruhestand getreten ist so ein Faß auf?
Etwas später ruderte Harrison zurück und sagte, daß auf gar keinen Fall Geld in dem Umschlag gewesen wäre. Niemals hätte Tomlin ihn dafür bezahlt, daß er Gegenspieler verletzt.
Steelers Besitzer Art Rooney II dazu: „Ich bin mir sehr sicher, daß das niemals passiert ist. Ich weiß nicht, warum James so einen  Kommentar machen sollte, aber es gibt schlicht keinen Grund irgend etwas davon zu glauben.“

Steelers Quarterback Ben Roethlisberger hatte einen dichten Vollbart und langes Haar. Er hatte sich geschworen die Pracht erst zu entfernen, wenn er einen „sauberen NFL Pass“ zu einem seiner Mitspieler geworfen hat.
Auf dem offiziellen Steelers Twitter-Konto sieht man ein Video, in dem Big Ben Pässe zu JuJu Smith-Schuster, Ryan Switzer und James Conner wirft.
Der Quarterback sah damit seine Mission als erfolgreich abgeschlossen an, und ließ den Wildwuchs beseitigen.
Unter normalen Umständen wären die Spieler jetzt bei den OTAs und den Minicamps. Und Roethlisberger hatte sich fest vorgenommen, nach seiner Ellenbogenoperation bis dahin wieder fit zu sein.
Big Ben zeigt damit, daß er sich pünktlich zu hundert Prozent wieder hergestellt fühlt.

Montag, 18. Mai 2020

Kurzberichte
cooper-amari-cowboysSeit 1996 gibt es die Baltimore Ravens. Damit wuchs der Vogelzoo der NFL auf fünf Teams, die Ravens, Philadelphia Eagles, Atlanta Falcons, Seattle Seahawks und Arizona Cardinals.
Bisher haben erst zwei Teams gegen alle fünf Vögel in einer Saison gespielt, inklusive Playoffs, die Chicago Bears 2009 und die Carolina Panthers 2014.
Dieses Jahr werden die Dallas Cowboys das dritte Team, das diesen, wie die Amerikaner es nennen, Vogel Spießrutenlauf macht.
Die Cowboys haben gegen vier der fünf Vögel in den letzten fünf Spielen negative Bilanzen, nur gegen die Eagles haben sie mit 4-1 Siegen ein positive Bilanz.
2020 sieht es wie folgt für Dallas aus: Woche 2 vs Falcons,  Woche 3 at Seahawks,  Woche 6 vs Cardinals,  Woche 8 at Eagles,  Woche 13 at Ravens,  Woche 16 vs Eagles.

Ravens Besitzer Stephen Bisciotti spendete $1 Million an die Maryland Food Bank.
Diese Essenstafel bereitet Mahlzeiten für Bedürftige und wird in dieser Zeit besonders stark in Anspruch genommen.

Packers Quarterback Aaron Rodgers freut sich darauf, Rookie Quarterback Jordan Love zu unterstützen.
Er kennt die Situation ja aus der Perspektive des Rookies. Rodgers war 2005 zunächst der Ersatzmann von Brett Favre und konnte von ihm viel lernen.
Zu seiner Zukunft befragt meinte Rodgers, daß er nicht sieht, daß er seine Karriere in Green Bay beendet.
Der 36-jährige möchte gerne auch nach seinem 40. Geburtstag noch spielen. Am Liebsten für die Packers, aber er glaubt, daß es anders kommen könnte.

Die Staffords verkaufen ihr Haus in Michigan.
Doch Lions Quarterback Matthew Stafford möchte nicht, daß jetzt die Spekulationen weitere Fahrt aufnehmen.
Seiner Frau ist es zu riskant in einem Haus mit großem Swimmingpool, das direkt am Seeufer liegt, zu wohnen, mit vier quirligen, kleinen Kindern unter drei Jahren. Momentan sind  es drei kleine Mädchen, und im Sommer kommt noch ein viertes Kind dazu.
Und so kommt das 2013 gekaufte und 2016 liebevoll restaurierte, schmucke Haus für $6,5 Millionen auf den Markt.
Die Staffords haben noch ein zweites Haus in Kalifornien, und ein drittes in Atlanta.
Die Gerüchte darüber, daß Matthew Stafford kurz davor steht, die Lions zu verlassen, werden jetzt bestimmt nicht leiser.

Die NFL arbeitet weiter hart daran, mehr Vertreter von Minderheiten zu Head Coaches und General Manager zu machen.
Damit die Teams bei der Besetzung dieser Posten nicht mehr auf Qualität, sondern auf Hautfarbe achten, sollen sie mit besseren Draftpositionen belohnt werden. Wenn sie einen farbigen Head Coach anheuern, können sie in seinem zweiten Jahr sechs Positionen in der dritten Draftrunde nach oben klettern. Sollten sie einen farbigen General Manager anheuern, sind 10 Plätze drin. Heuern sie in einem Jahr einen farbigen Head Coach und General Manager an, dann klettern sie satte 16 Positionen nach oben. Damit könnten sie von der dritten Runde in die zweite aufsteigen.
Sollte ein farbiger Head Coach noch in sein drittes Jahr mit dem Team gehen, dann würde das Team im darauf folgenden Jahr auch in der vierten Draftrunde noch einige Plätze nach oben klettern.
Das könnte von Bedeutung sein, da zwei der vier farbigen Head Coaches, die 2017 eingestellt wurden, Steve Wilks und Vance Joseph, nach einer, bzw. zwei Saisons wieder gefeuert wurden.
All das ist noch nicht spruchreif, soll aber Teil des morgigen virtuellen Treffens der Teambesitzer sein.

Am morgigen Dienstag dürfen die Teams ihre Einrichtungen wieder nutzen. Dabei müssen sie die örtlichen Vorgaben beachten und die Vorgaben der NFL.
Die Liga läßt sich dabei permanent von Ärzten und Virusexperten beraten.
Zu nächst dürfen nur 50% der Mitarbeiter anwesend sein, und die gesamt Personenanzahl von 75 darf nicht überschritten werden.
Mitglieder der Trainingsstäbe dürfen die Einrichtungen noch nicht betreten.
Zumindest die Trainer, die für die Rehabilitation verletzter Spieler nötig sind, dürfen anwesend sein. So sieht es auch bei den Spielern aus. Von ihnen dürfen auch nur die auf die Gelände, die behandelt werden müssen.
Sollte irgendein Verdacht auf Corona bestehen, müssen die Teams das sofort melden.

Bills Defensive Lineman Ed Oliver wurde verhaftet. Er fuhr unter Einfluß von Rauschmitteln Auto und trug eine nicht erlaubte Waffe mit sich.

Redskins Wide Receiver Cody Latimer wurde verhaftet. Die Polizei wurde zu einem Wohnhaus gerufen, weil dort Schüsse gefallen waren.
Als die Beamten Zutritt zu der betreffenden Wohnung erhielten, hielten sich dort drei Personen auf. Latimer war einer von ihnen und hatte eine Waffe in der Hand und wurde festgenommen.
Es gab keine Verletzten.

Der ehemalige Redskins Defensive End Dexter Manley wurde mit Symptomen des Coronavirus ins Krankenhaus gebracht.
Der 61-jährige hatte Atemproblem und kam an ein Sauerstoffgerät.
Manley spielte in drei Super Bowls für die Redskins und gewann zwei.
Sein Zustand wird nicht als Lebensbedrohlich bezeichnet.

Der ehemalige Vorstand der Bears, Michael McCaskey verstarb im Alter von 76 Jahren.
Er litt lange Jahre an Krebs und verlor nun den Kampf gegen die Krankheit.
Michael McCaskey war der älteste Sohn der 11 Kinder der Haupteigentümerin Virginia Halas McCaskey. Ihrer Familie gehört das Team seit 1920.

Am Samstag verstarb Rodger Bird im Alter von 76 Jahren.
Er war eine College-Footballlegende in Kentucky und spielte in der NFL Safety und Puntreturner für die Oakland Raiders.

Freitag, 15. Mai 2020

Kurzberichte
Draft2021Man stelle sich vor, 2021 ist Drafttag, doch wen sollen die Teams einberufen.
Die Saison der Collegeteams ist in der Schwebe. Wenn diese nicht stattfindet, wo sollen dann die Anwärter für die NFL Teams herkommen?
Jeder Spieler, der vor seiner letzten Collegesaison steht, fragt sich, was aus ihm werden soll?
Lediglich die Big 12 Conference hat es erlaubt, Spieler, die verletzt sind und behandelt werden müssen, unter strengen Auflagen auf den Campus zu lassen.
Es geht ja nicht nur um den Spielbetrieb der Collegeteams, es geht ja auch darum, ob überhaupt Vorlesungen stattfinden werden und die Studenten auf die Campusse kommen dürfen.
Das California State University System, das drei FBS Football Programme in der Mountain West Conference unterhält -- Fresno State, San Diego State und San Jose State – gab bereits bekannt, daß die Vorlesungen hauptsächlich Online abgehalten werden.
Und für die Jungs vom College ist es ja schwieriger, sich Fit zu halten. Anders als sehr viele NFL Spieler, leben sie nicht in Häusern mit Fitnessraum. Und Fitnessstudios sind in den meisten Staaten der USA immer noch geschlossen. Bleiben also Pushups, Klimmzüge, etc., um nicht ganz einzurosten.
Wie so vieles, das unter diesem fiesen Virus leidet, leiden auch diese jungen Männer, die sich große Sorgen um ihre Zukunft machen.

Matthew Stafford ist so locker drauf, wie selten in den letzten zwei Jahren.
Der Quarterback der Lions hatte selber eine schwere Rückenverletzung. Dazu kam die große Sorge um seine Frau, die einen Gehirntumor hatte.
Beiden geht es Gott sei Dank wieder gut. Und das merkt man Stafford an. Am Donnerstag hielt er eine Videokonferenz ab, in der er Fragen um seine Gesundheit und die seiner Frau beantwortet, wie auch die Fragen um seine Wechselgerüchte.
Und natürlich wurde er auch danach gefragt, wie es der Familie während der Coronakrise geht.
Bisher, so antwortete er, wären sie gut durch diese schlimme Zeit gekommen.
Kelly Stafford erwartet ihr viertes Kind im Sommer. Darauf freut sich die ganze Familie.
Und daß die Lions ihn loswerden wollten, das hätte er so gar nicht mitbekommen. Es wäre ja auch nichts dran gewesen, meinte er. Seine Frau hätte das Ganze genauer verfolgt, als er selber.
Die Lions sind in der dritten Woche ihres virtuellen Trainingsprogramms, und so langsam gewöhnt Stafford sich daran. Normalerweise würden die Spieler und Trainer jetzt im Clubgebäude sitzen, und ihre Treffen abhalten, doch was ist schon normal heute?

Gegen Giants Cornerback DeAndre Baker und Seahawks Cornerback Quinton Dunbar wurden Haftbefehle wegen bewaffneten Überfalls ausgestellt.
Die beiden raubten mit vorgehaltenen Halbautomatischen Waffen $12.400 Bargeld und vier Uhren im Gesamtwert von $61.100.
Das Ganze passierte am 13. Mai und die Teams und die NFL möchten sich vorerst noch nicht dazu äußern.

Quarterback Geno Smith hat einen Einjahresvertrag bei den Seahawks unterschrieben.
Bereits 2019 hatte er einen Einjahresvertrag in Seattle, spielte aber keinen Spielzug.

Die Buccaneers Offense wird die von Head Coach Bruce Arians sein, mit Brady Einflüssen.“
Quarterbacks Coach Clyde Christensen hat Erfahrung mit einem ganz großartigen Quarterback, der das Team wechselt. Er war damals Quarterbacks Coach in Indianapolis. Er sah, wie Peyton Manning sein Playbook einpackte und mit nach Denver nahm, wo dann so gespielt wurde, wie er das wollte.
„Das wird bei uns nicht der Fall sein,“ sagte Christensen. „Ich glaube wir werden hier in Tampa Bay eine Offense von Bruce sehen, mit Einflüssen von Brady. Bruce möchte die Offense so halten, wie er sie bisher gespielt hat. Wir haben letztes Jahr ja einige gute Dinge gemacht. Und Tom war bisher phantastisch. Er meinte `sagt mir nur, was ihr machen wollt`. Und ganz ehrlich, es gibt da viele Ähnlichkeiten bei diesen Offenses. Wir freuen uns darauf zu sehen, wie er die Offense beeinflussen wird. Er wir sie besser machen. Das ist es, was die Großen machen. Er hat einige tolle Ideen, und wir können es nicht abwarten, die zu übernehmen.“
Für Brady wird das eine Herausforderung. Er hatte in seiner gesamten Karriere in der NFL bisher nur ein Spielsystem. Sich mit 43 aus seiner Komfortzone herauszuwagen und sich noch an etwas anderes zu gewöhnen, wird nicht leicht sein.

Donnerstag, 14. Mai 2020

COVID-19
nfl-coronaDie NFL hat die Zeit der virtuellen Offseason verlängert. Bis zum 29. Mai bleiben die Teameinrichtungen geschlossen.
Eigentlich war daran gedacht worden, am morgigen 15. Mai die Restriktionen zu lockern, aber eine unverändert hohe Sterberate in den USA läßt das nicht zu.
Das läßt vermuten, daß auch aus dem Termin am 29. Mai eher nichts wird.
Die Vorbereitungsprogramme der Teams müssen bis zum 26. Juni abgeschlossen sein. Danach haben die Spieler frei, bis zum Beginn der Trainingslager. Doch die NFL hat angekündigt, flexibel zu sein. Der Termin 26. Juni könnte durchaus weiter nach hinten geschoben werden.

„Meine Lungen begannen, sich zusammenzuziehen,“ schildert Broncos Starverteidiger Von Miller sein Erlebnis mit dem Coronavirus.
Miller sagte weiter, daß sein Asthma-Inhalator etwas geholfen hätte. Es hätte sich aber trotzdem grauenvoll angefühlt.
Er hätte auch seinen Geruchs- und Geschmackssinn verloren. Und seine Appetitlosigkeit hätte sich negativ auf seinen Ernährungsplan ausgewirkt.
Die ersten vier, fünf Tage wären schlimm gewesen. „Ich dachte nicht, daß ich sterben müßte, aber so im Hinterkopf hatte ich den Gedanken,“ meinte Miller. „Heute fühle ich, daß meine Lungen sich wieder in Form bringen.“
17 Tage hatte sich Miller komplett geschont und er ist immer noch dabei, sich zu erholen. Er hofft, daß die NFL im Bezug auf ihr weiteres Vorgehen, auf der sicheren Seite bleibt.

Der ehemalige leitende Stabsarzt der U.S. Streitkräfte während Präsident Obamas Amtszeit, Vivek Murthy, warnt die Sportligen, zu früh wieder den Betrieb aufzunehmen.
Wichtig, neben der Sicherheit der Beteiligten, ist für ihn das Gefühl, sollte der Spielbetrieb plötzlich eingestellt werden. Das könnte ein tiefgehendes Trauma in der Gesellschaft auslösen, glaubt er.
Murthy berät zur Zeit die NBA und sitzt in den Vorständen der NCAA, des Olympischen Komitees der USA und des Paralympischen Komitees.

Auch wenn die NFL es erlauben würde, Spiele mit Publikum auszutragen, dürften die Lions davon ausgeschlossen bleiben.
Die Gouverneurin des Staates Michigan, Gretchen Whitmer, wird es nicht zulassen, daß irgendwann in diesem Jahr noch Sportveranstaltungen vor Publikum in ihrem Staat stattfinden.
„Wir werden in diesem Herbst keine Stadien mit Zuschauern füllen,“ zeigte sie sich entschlossen.

Der Nr. 1 Kommentator von FOX, Joe Buck, verkündete die Pläne seines Senders, wenn die Spiele ohne Publikum abgehalten würden.
Die Computerabteilung des Senders arbeitet daran, virtuelle Fans in die Ränge zu projizieren. Auch ein virtueller Stadionsound soll unterlegt werden.
Der Zuschauer vor dem Fernseher soll so ein fast normales Erlebnis geliefert bekommen.
Buck meinte in einem Interview, daß sein Sender definitiv daran arbeitet. Er hofft, daß die Leute, die das dann live steuern, sensibel an die Sache herangehen, einen guten Job machen und es nicht übertreiben.

Kurzberichte
Christian McCaffrey ist der neue Spitzenverdiener unter den Running Backs.
Doch daran, diesen Vertrag zu übertreffen, denkt Saquon Barkley von den Giants nicht. Für ihn ist es wichtig, die kleinen Dinge anzugehen, die ihn noch besser machen können.
„Ich werde der beste Spieler und Anführer sein, der ich sein kann. Wenn ich mich darauf konzentriere, dann wird alles andere von selber kommen,“ ist Barkley überzeugt.
Gesund bleiben steht dabei bestimmt ganz oben auf seiner Liste.
Nach einer Rookie Saison, die Barkley zum Rookie des Jahres machte, durchlebte er eine verletzungsgeplagte zweite Saison.
Es liegt viel Verantwortung auf Barkley Schultern, um aus den 4-12 Giants wieder ein wettbewerbsfähiges Team zu machen. Und wenn er das schafft, dann wird der Running Back auch zum Schotter geführt werden.

Giants Quarterback Daniel Jones möchte in seiner zweiten NFL Saison den Ball besser sichern. In seiner Rookiesaison verlor er den Ball 18 mal.
Dazu kamen 12 Interceptions. Die bewegen sich aber in einem normalen Rahmen.
In der Zeit nach der letzten Saison arbeitete Jones daran, den Ball besser festzuhalten.
Vielleicht kann der Quarterback ja auf einen gesunden Running Back Barkley hoffen, der ihm viel Verantwortung abnehmen kann?

Tight End Thaddeus Moss, Sohn des Hall of Fame Wide Receiver Randy Moss, empfand es als Schlag ins Gesicht, daß er während der sieben Draftrunden nicht einberufen wurde.
Die Redskins gaben ihm einen Vertrag am Tag danach als UDFA, Undraftet Free Agent.
Thaddeus Moss spielte seinen College Football bei LSU. Die Rekordzahl von 14 Spielern dieses Colleges wurden 2020 einberufen, nur eben nicht Moss.
„Es war definitiv ein Schlag ins Gesicht,“ beschwerte sich Moss. „Ich habe viel Arbeit investiert, jahrelangen Football. Wir (LSU) blieben ungeschlagen und gewannen die Nationale Meisterschaft. In den wichtigsten Spielen zeigte ich meine besten Leistungen. Es war ein Schlag ins Gesicht, sogar hinter Kickern und Puntern zu landen.“
Moss begann seinen College Football bei der North Carolina State, bevor er eine Saison für LSU spielte.
Dort fing er 47 Pässe für 570 Yards und vier Touchdowns.
Seinen Draftwert könnte es negativ beeinflußt haben, daß er an einem Bruch im rechten Fuß operiert werden mußte, und deshalb nicht am Scouting Combine teilgenommen hat.
Jetzt möchte er bei den Redskins zeigen, was er kann.

Mittwoch, 13. Mai 2020

Kurzberichte
tagovailoaQuarterback Joe Burrow war die Nr. 1 in der letzten Draft. Doch das meistverkaufte Jersey seitdem ist das der Nr. 5, Tua Tagovailoa (Bild).
Einen nochmaligen Nachfrageschub erhielt Tagovailoas Trikot am Montag, nachdem der Quarterback seinen Vertrag in Miami unterschrieben hatte.
Doch nicht nur sein Heimtrikot mit der Nr. 1 steht an der Spitze, das weiße Auswärtstrikot belegt Platz zwei der Verkaufshitparade.
Erst danach kommt Tom Brady mit seinen Trikots. Die belegen die Plätze 3-5, das alternative Pewter-Trikot eingeschlossen.
Immer wenn ein Club am Boden liegt und ein Hoffnungsträger kommt, reagiert die Fanbasis euphorisch. Und seit Dan Marino, der 1999 zuletzt für die Dolphins spielte, gab es auf dieser Position keinen erwähnenswerten Spieler mehr. Die Fans träumen jetzt davon, endlich mal wieder einen Quarterback zu haben. Zugegeben, sie hatten Ryan Tannehill, doch der lebte erst auf, als er bei den Titans spielte. Vielleicht hätte von ihm mehr kommen können, wenn die Dolphins gute Head Coaches gehabt hätten. Doch daran mangelte es ja auch.
Jetzt also träumen die Fans des „Fischs“ von Tagovailoa.
Und Joe Burrow?
Nun, die Nr. 1 der Draft landete In der Trikothitparade sogar noch hinter Cowboys Rookie Wide Receiver CeeDee Lambs.

Die Raiders haben einen hoheitlichen Verteidiger verpflichtet, Prince Amukamara.
Der Cornerback war ein Erstrundenpick der Giants und geht in seine 10. Saison. Die letzten drei Saisons spielte er für die Bears. Dort reißt er ein Loch in die Verteidigung, während die Raiders mit seiner Verpflichtung ein Loch stopfen konnten.

In Korea rollt der Fußball seit dem letzten Wochenende wieder.
In Europa geht es am kommenden Wochenende weiter, wenn in Deutschland die Bundesliga wieder startet.
Und die NFL wird sich sehr genau ansehen, was hier passiert.
Es gibt sehr viele Ähnlichkeiten zwischen dem was hier und dem was dort passiert. Hier wie dort sind die Stadien meist gut gefüllt und auch was das Geschehen auf dem Platz angeht, gibt es Ähnlichkeiten. Zwar ist der Fußball ein Kontaktsport, während der Football ein Kollissionssport ist, aber bei beiden Sportarten kommen die Spieler miteinander in Berührung.
Nicht nur die Verantwortlichen der NFL werden sich ganz genau ansehen, was im Fußball geschieht, sonder auch die Spielergewerkschaft NFLPA wird genau hinsehen.
Zwar haben einige Baseballligen ihren Spielbetrieb wieder aufgenommen, doch dieser kontaktlose Sport kann nicht als Beispiel für die NFL herangezogen werden. Deshalb zunächst die Fokussierung auf die deutsche Fußball Bundesliga. Auch die Premier League in England wird für die NFL interessant, wenn dort wirklich ab dem 1. Juni wieder gespielt werden sollte.
Wie werden die Coronatests ablaufen?
Werden nach den Spielen vermehrt Coronafälle unter den beteiligten Spielern auftreten?
Wie reagiert das Umfeld auf Geisterspiele?
Die ersten NFL Teams werden in neun Wochen ins Trainingslager gehen. Bis dahin will die NFL jedes mögliche Szenario durchgehen und Informationen sammeln.

Seit 2011 gibt es die Gehaltsobergrenze in der NFL. Sie lag damals bei $120,4 Millionen pro Team. Seitdem ist sie ständig angestiegen und liegt 2020 bei $198,2 Millionen.
Die Spielergehälter sind diesem Trend natürlich gefolgt.
Die NFL hat mal in ihre Kristallkugel geschaut und nachgesehen, wohin das in Zukunft führt.
Die Kugel meinte, daß Patrick Mahomes der Spieler wird, der als erster die $40 Millionen-Grenze überschreiten wird.
Der Quarterback der Chiefs wird allerdings erst 2022 ein Free Agent, also könnte bis dahin ein anderer Spieler diese Grenze noch vor Mahomes überschreiten. Momentan verdient der Liga und Super Bowl MVP mit $4 Millionen gerade ein Zehntel dessen, was ihm sein nächster Vertrag einbringt.
Momentaner bestbezahlter Quarterback ist Russell Wilson von den Seahawks mit $35 Millionen pro Saison.
Doch die höchste Garantiesumme bekommt Jared Goff von den Rams mit $110 Millionen.
Und darauf wird es in Zukunft nur noch ankommen. Ein hohes Jahresgehalt ist schön und gut, aber am Ende wird es nur noch darauf ankommen, welche Garantiesumme im Vertrag stehen wird.

Dienstag, 12. Mai 2020

Kurzberichte
burrow-joe2Die Spieler, die an Nr. 1 einberufen werden, sind immer etwas besonderes.
Und wenn dann auch noch diese Nr. 1er aufeinandertreffen, dann ist das etwas ganz besonderes.
Fünf solcher Spiele wird es 2020 geben. Schon in Woche zwei wird Joe Burrow (Bild) mit den Bengals gegen die Nr. 1 von 2018, Baker Mayfield mit den Browns spielen.
Man kann davon ausgehen, daß Burrow sofort als Starter eingesetzt wird.
In Woche sieben treffen die beiden Divisionsrivalen dann erneut aufeinander.
Kyler Murray und die Cardinals treffen in den Wochen 13 und 17 auf Jared Goff und die Rams.
Waren das bis hierhin alles junge Wilde, die sich gegenüberstehen, dann kommt es in Woche drei zu einem Treffen von alt gegen neu. Die Lions mit Quarterback Matthew Stafford (Draft 2009) müssen in Arizona gegen Murray und die Cardinals antreten.
In der ersten Runde 2020 wurden vier Quarterbacks einberufen. Drei davon treffen aufeinander. Schon in Woche eins muß Burrow mit den Bengals gegen die Chargers mit Justin Herbert antreten. Ob der an fünfter Stelle aufgenommene Herbert wirklich startet, das steht noch nicht fest.
Daß die Dolphins mit Tua Tagovailoa in Woche 13 antreten, wenn sie gegen Cincinnati spielen, könnte durchaus möglich sein.
In Woche sieben spielen die Chargers in Miami. Ob dann die Rookie Quarterbacks starten?
Der vierte Quarterback aus der Draft, der an Nr. 26 von den Packers einberufene Jordan Love wird in diesem Jahr noch nicht eingesetzt werden, wenn Aaron Rodgers nicht verletzt wird. Selbst wenn Love spielen würde, dann nicht gegen einen der anderen drei, denn die Packers spielen gegen keines dieser Teams.

Die Dolphins haben ihren Tua. Und sie mußten noch nicht mal die letzte Saison herschenken um ihn zu bekommen.
Es ging ja lange das Gerücht, „Tanking for Tua“, also, absichtlich verlieren, um an erster Stelle in der Draft an Alabama Quarterback Tua Tagovailoa kommen zu können.
Die Dolphins bewiesen im Verlauf der Saison, daß das nicht stimmte. In einigen Spielen sah das, was sie da auf dem Platz boten, tatsächlich so ähnlich wie NFL Football aus. Sie gewannen so viele Spiele (5), daß sie in der Draft sogar bis auf Platz fünf abrutschten.
Geholfen hat ihnen natürlich die schlimme Hüftverletzung, die Tagovailoa auskurieren mußte. Die machte letztlich Quarterback Joe Burrow zur Nr. 1 der Draft.
Gestern dann der große Moment, Tagovailoa unterschrieb seinen Rookievertrag. Er bekommt für vier Jahre $30,28 Millionen plus $19,6 Millionen Unterschriftenbonus. Und natürlich beinhaltet der Vertrag die Option auf eine fünfte Saison, die bei Erstrundern üblich ist.

Patriots Besitzer Robert Kraft spendet seinen Super Bowl LI Ring für karitative Zwecke. Das gute Stück wird in der „All-In Challenge“ versteigert.
Bei der Versteigerung wird Geld gesammelt für Bedürftige, die besonders unter den Auswirkungen von COVID-19 leiden.
Das Startgebot lag bei $75.000. Seitdem haben 19 Bieter ihre Gebote abgegeben und Stand Montagabend lag das Höchstgebot bei $300.000.
Wer den Ring ersteigert, wird von Krafts privatem Flugzeug, egal wo in den USA abgeholt. Kraft führt den Sieger dann noch persönlich durch den Trophäenraum im Gillette Stadium und übergibt den Ring.

Quarterback Philip Rivers hat deshalb in Indianapolis unterschrieben, weil er an die Offensive Line dort glaubt.
Für den ehemaligen Charger war es wichtig, gut geschützt zu werden. Und diesen Schutz glaubt er von der Line der Colts zu bekommen.
Viele Jahre lief er hinter einer durchlässigen O-Line bei den Chargers um sein Leben. Und als er, wie er meinte, die „großen Häßlichen“ bei den Colts sah, war das Vertrauen auf den ersten Blick.
Diese Truppe beendete die Saison 2019 auf Platz drei aller Offensive Lines. Das heißt ja nun etwas. Und mit dem richtigen Schutz, der Rivers die nötige Zeit verschafft, kann er präzisere Pässe werfen, als zuletzt bei den Chargers.

John Teerlinck verstarb im Alter von 69 Jahren.
Er war ein hervorragender Defensive Line Coach, der drei Super Bowl Ringe gewann, zwei mit den Broncos, einen mit den Colts.
Bevor er von 1997-2001 die Broncos und von 2002-12 die Colts trainierte, war er bei den Browns, Rams, Vikings und Lions beschäftigt.

Montag, 11. Mai 2020

Kurzberichte
NFL-Logo-alt50 Jahre ist es her. 1970 wurde die NFL so geformt, wie wir sie heute kennen.
Im Mai 1969 stimmten die Baltimore Colts, die Cleveland Browns und die Pittsburgh Steelers zu, im nächsten Jahr in die American Football Conference zu wechseln.
1966 hatten die Chefs der American Football League und der National Football League beschlossen, sich zu zusammenzulegen.
Unter dem Titel NFL wurden die Conferences American Football Conference und National Football Conference zu einer Liga.
Und die drei besagten Teams wechselten von der NFC in die AFC. Damit kam die AFC auf 13 Teams.
Seitdem gab es immer wieder Erweiterungen, Standortwechsel, Divisionsanpassungen, Erhöhungen der Spieltage, Änderungen am Logo, Erweiterungen der Playoffteilnehmer, wie gerade jetzt aktuell.
50 Jahre, die fast wie im Flug vergingen, wenn man bedenkt, was da alles passiert ist.

Die jungen Wilden wollen die Zepter übernahmen, doch die alten Recken halten sie noch fest in der Hand.
So werden Philip Rivers und Tom Brady Geschichte schreiben, wenn sie in die Saison 2020 starten.
Sie werden die Quarterbacks Nr. 5 und 6, die für ein neues Team starten, nachdem sie für ein anderes Team über 100 Siege geholt haben.
Der 38 Jahre alte Rivers und der 42 Jahre alte Brady sind dann in einem Club mit Johnny Unitas, Brett Favre, Joe Montana und Peyton Manning.
Nur Peyton Manning konnte mit zwei Teams Super Bowls gewinnen, mit den Colts und den Broncos.
Kann das wiederholt werden?
Rivers hat noch nie einen Super Bowl gewonnen, fällt also schon mal aus. Und ob Brady mit den Buccaneers einen gewinnen kann?
Anders als Brady, der mit Drew Brees und Matt Ryan zwei weitere mögliche Hall of Fame Quarterbacks in der Division hat, hat Rivers keinen echten Konkurrenten in der AFC South.
Einzig Deshaun Watson von den Texans, den man zu den jungen Wilden zählt, ist da erwähnenswert. Man darf gespannt sein, wer von beiden die Oberhand behält.
Bradys Auftauchen in der NFC South macht diese Division zur interessantesten der Liga. Mit ihm, Drew Brees und sogar Saints Ersatzmann Jameis Winston, gibt es in der Division drei Quarterbacks, die in einer Saison über 5.000 Passyards erzielten.
Und Matt Ryan verpaßte diese Marke 2016 mit 4.944 Yards nur knapp.
Mit 77.416 Passyards liegt Drew Brees an erster Stelle in der Geschichte der NFL. Brady ist an zweiter Stelle mit 74.571 wohl nicht mehr in der Lage, Brees einzuholen.
Bei den Touchdownpässe sieht das anders aus. Hier liegt Brees mit 547 auf Platz eins in der ewigen Bestenliste, gefolgt von Brady mit 541 Touchdowns. Das dürfte ein spannendes Rennen werden, in dem die Führung von Woche zu Woche wechseln kann.

Selber 2019 noch ein Rookie, sprach Seahawks Wide Receiver D.K. Metcalf per Internet zu 547 Spielern, die sich auf ein Leben in der NFL vorzubereiten.
Metcalf und seine Kollegen, 49ers Linebacker Azeez Al-Shaair und Jaguars Quarterback Gardner Minshew wiesen die Neulinge auf die Benimmregeln der NFL hin.
Sie wiesen ihre möglichen neuen Kollegen auf die finanziellen Möglichkeiten und Risiken hin, die jetzt auf sie zukommen.
Das Leben in der NFL ist ein Leben im Rampenlicht. Darauf muß man gut vorbereitet sein.

Die Hersteller der Football- Ausrüstungen haben Produktionsprobleme. Wegen der Coronakrise können die Arbeiter nicht in die Fabriken.
Normalerweise werden um diese Zeit Ausrüstungsgegenstände hergestellt und repariert. Alles das ist momentan nicht möglich.
So liegen zwar viele Ausrüstungsgegenstände auf Halde, aber das reicht nicht aus, um den Markt, bis hinunter in die Jugendligen, auszustatten.
Normalerweise verlassen alleine bei Riddell bis zu 1.000 Helme pro Tag die Produktionsstätten.
Und es geht ja nicht nur um Schulterpads und Helme für den Football, sondern auch um Ausrüstungsgegenstände für Baseball, Lacrosse und was es nicht alles so an Sportarten gibt.
Zur Zeit steht noch gar nicht fest, ob die Ligen unterhalb der NFL überhaupt spielen werden. Es steht noch nicht einmal fest, ob die Schulen im Herbst öffnen. Und wenn der Schulbetrieb losgehen sollte, wird man zunächst einmal nicht an Football oder anderen Sport denken.

Wenn die NFL Saison losgeht und sogar Zuschauer in die Stadien dürften, würden sie kommen?
Das ist eine Frage, die man sich gerade in der Chefetage stellt.
Während sich die Coronatoten stapeln, werden die Fans da den Mut haben, sich neben potentielle Ansteckungsmöglichkeiten in ein Stadion zu setzen?
Einige schon. Überall gibt es Unvernünftige, die auch heute schon so blöd sind, und ohne Masken und den sozialen Abstand zueinander einzuhalten, für Lockerungen der nötigen Beschränkungen protestieren.
Und genau so würden viele Fans, die es nicht abwarten können, daß die Saison endlich startet, auch in die Stadien kommen. Würden sie da auch wirklich die Abstandsregeln beachten, wenn nur die Hälfte oder ein Drittel der Plätze besetzt werden dürfen?
Die Sicherheit der Fans steht bei der Liga an erster Stelle.
Die NFL plant Spiele ganz ohne Zuschauer, mit einer begrenzten Anzahl von Zuschauern, und mit einer Verlegung der Saison um einige Wochen.
Das sind viele Planspiele, die da gemacht werden. Hoffentlich werden sie zu dem richtigen Ergebnis führen.

Samstag, 9. Mai 2020

Der Spielplan 2020 - Wer hat es am Schwersten, wer am Leichtesten?
ravens-mkltp-1-web
Die Liga hat ausgerechnet, welche Teams 2020 die leichtesten Gegner haben, und welche die schwersten. Dafür wurde das Abschneiden in der Saison 2019 herangezogen und das Sieg/Niederlagen/Unentschieden Verhältnis wird in Promille angezeigt.
Natürlich haben die Gegner sich durch Spieler Zu- und Abgänge geändert, aber irgendeinen Anhaltspunkt muß man ja haben.
Demnach haben die Baltimore Ravens mit einem S/N/U Verhältnis von .437 die leichtesten Gegner. Mit anderen Worten, wenn sie ihr Monday Night Spiel gegen die Chiefs in Woche drei gewinnen, haben sie freie Fahrt auf die Playoffs.
Am anderen Ende dieser Statistik stehen die Patriots. Ausgerechnet in ihrem ersten Jahr ohne Tom Brady haben sie mit .535 den schwersten Spielplan zu absolvieren.
Ob also wirklich die 10 Teams mit dem leichtesten Weg durch die Saison zu den 14 Playoffteams gehören werden?
Das wären dann:
1. Baltimore Ravens (.437)
2. Dallas Cowboys, Pittsburgh Steelers (.457)
4. Cleveland Browns, Washington Redskins (.460)
6. Cincinnati Bengals (.476)
7. New York Giants (.480)
8. Philadelphia Eagles (.484)
9. New Orleans Saints (.488)
10. Jacksonville Jaguars, Los Angeles Chargers (.492)
Keine Chance hätten dann die Teams auf den hinteren Rängen:
25. Arizona Cardinals, Atlanta Falcons, Buffalo Bills, Detroit Lions, San Francisco 49ers (.523)
30. Miami Dolphins (.527)
31. New York Jets (.531)
32. New England Patriots (.535)

Primetime Baby, Primetime
Im Rampenlicht der ganzen Nation zu spielen, das adelt ein Team. Wer kein Monday Night Spiel in der Saison hat, der hat es auch nicht verdient. Ähnliches gilt für das Sunday Night Spiel. Ganz anders das Thursday Night Spiel, das bei den Spielern und Trainern so beliebt ist, wie ein Furunkel am Arsch.
Teams dürfen in einer Saison eine Höchstzahl von fünf Spielen zur Hauptsendezeit haben. Und das haben die Spielplanstrategen 2020 für TB eingeplant. Tampa Bay mit Tom Brady, auch Tompa Bay genannt, haben diese fünf Primetime Spiele und zwar in einem Zeitraum von sieben Wochen.
Natürlich sind die fünf Spiele der Ankunft von Brady bei den Buccaneers zu verdanken. Warum sonst sollte ein Loserteam, das in 18 Jahren nicht ein Playoffspiel gewinnen konnte, diese Aufmerksamkeit verdient haben?
Die Ravens haben vier Primetime Spiele, davon drei in Serie zwischen Woche 12 und 14.

Kurzberichte
Die Panthers konnten als erste ihren Spieler aus Runde 1 der Draft unter Vertrag nehmen.
Defensive Tackle Derrick Brown unterschrieb einen Vierjahresvertrag über $23,621 Millionen, die voll garantiert sind.

Die Jaguars haben einen neuen Ersatz Quarterback. Sie holten sich Mike Glennon. Der wurde 2017 von den Bears als ihr neuer Starter angesehen und bekam einen entsprechenden Vertrag.
Durch diesen Startervertrag konnte der Quarterback, der eigentlich nie mehr als ein Ersatzmann war, es in seiner „Karriere“ auf über $29 Millionen bringen.
Bereits in Woche fünf der Saison 17 wurde er von Mitchell Trubisky ersetzt.

„Wir haben vollstes Vertrauen in Mitchell Trubisky, auch wenn wir seine Option auf die fünfte Saison nicht gezogen haben,“ sagte General Manager Ryan Pace.
Was soll er auch sagen, wenn er das Selbstvertrauen des mittelmäßigen Quarterbacks nicht noch weiter erschüttern will?
Daß die Bears die Option nicht gezogen haben, ist ja wahrlich Mißtrauensbeweis genug.
Und daß Trubisky mit Nick Foles um den Posten des Starters kämpfen soll, kann man auch nicht als Vertrauensbeweis sehen.
Nein, also, den Spruch hätte der General Manager sich sparen können.

Colts Quarterback Philip Rivers hat eine Jobperspektive, wenn er seine Karriere beendet.
Der 38 Jahre alte Rivers wird Head Coach an der St. Michael Catholic High School in Fairhope, Alabama.
Nach 16 Jahren bei den Chargers hat Rivers jetzt einen Einjahresvertrag in Indianapolis. Danach dürfte seine Zeit in der NFL dann auch beendet sein.

Die Saints feuerten Pro Bowl Offensive Lineman Larry Warford.
Er mußte gehen, weil New Orleans Platz unter der Gehaltsobergrenze brauchte.
$7 Millionen wurden dadurch frei.

Cowboys Besitzer Jerry Jones legt sein Hauptaugenmerk zur Zeit darauf, gute Spieler um Quarterback Dak Prescott herum zu verpflichten. Prescott mit einem Vertrag auszustatten, der es dem Team dann aus Kostengründen unmöglich macht, gute Spieler zu verpflichten, sieht Jones als zweitrangig an.
Prescott ist der Franchise Player der Cowboys und hat diesen Vertrag bisher noch nicht unterschrieben. Der würde ihm dieses Jahr $31 Millionen einbringen.
Die Saison 2020 könnte die letzte sein, in der Dallas wegen eines Megavertrags von Prescott keine Probleme mit der Gehaltsobergrenze bekommt.

Freitag, 8. Mai 2020

Der Spielplan 2020
spiel-1-2020-333Der Spielplan zur Saison 2020 ist da. Sollte die Saison stattfinden können, dann beginnt der amtierende Super Bowl Champion Zuhause gegen die Texans. Eine Aufgabe, die durchaus nicht wirklich schwer ist.
Damit ist glücklicherweise die Überlegung von Commissioner Roger Goodell vom Tisch, eines der beiden neuen Stadien zum Austragungsort des ersten Saisonspiels zu machen.
Zuletzt trafen die Texans im Divisional Playoffspiel auf die Chiefs und gingen 24:0 in Führung.
Danach machten Patrick Mahomes und die Seinen ernst und gewannen noch 51:31.
Weihnachten wird es ein seltenes Freitagsspiel geben. Am 25. Dezember muß Minnesota in New Orleans antreten.
TB, also entweder Tom Brady oder Tampa Bay, ganz wie man möchte, wird sofort einem Härtetest unterzogen. Um 22:25 Uhr am ersten Spieltag müssen die Buccaneers nach New Orleans.
Zwei todsichere Hall of Fame Quarterbacks werden ihr ganzes Können unter Beweis stellen müssen, um da zu gewinnen.
Das erste Sunday Night Spiel zeigt uns die Cowboys im neuen Stadion der L.A. Rams.
Las Vegas wird das neue Stadion im Monday Night Spiel in Woche zwei gegen die Saints eröffnen. Das riecht direkt im ersten Spiel nach einer Niederlage in der neuen Heimat.
Die Hoffnung hält uns aufrecht. Und die NFL hofft anscheinend, daß durch Tom Bradys Abgang aus New England die AFC East wieder spannend wird. Das beweist das letzte Monday Night Spiel der Saison, Bills at Patriots.
In den Wochen 15 und 16 wird es Samstagsspiele geben. Hier wird kurzfristig nach Tabellensituation darüber entschieden, welche Spiele dort angesetzt werden.
Den kompletten Spielplan gibt es HIER...

Kurzberichte
In einem Fall von häuslicher Gewalt wurde die Ehefrau von Ravens Safety Earl Thomas verhaftet.
Als Nina Thomas ihren Mann mit einer anderen Frau im Bett erwischte, hielt sie Thomas eine geladene Waffe an den Kopf.
Der Safety wollte sich in Sicherheit bringen und lief davon. Seine Frau verfolgte ihn über einen Parkplatz mit einem Messer in der Hand.
Da kam die Polizei an, und konnte Nina Thomas festnehmen.

Im April mußte sich Quarterback Joe Flacco erneut einer Operation am Nacken unterziehen.
Diese Verletzung hinderte ihn letztes Jahr daran, sein ganzes Können bei den Broncos zu zeigen, obwohl, so groß... lassen wir das.
Die OP dauerte nur 45 Minuten, aber der Heilungsprozess wird erst Ende August, Mitte September beendet sein.
Ob der zur Zeit arbeitslose Flacco dann noch einen Arbeitgeber findet?

Wenn es das richtige Team wäre, würde Cam Newton auch den Ersatz Quarterback geben, sagte er in einem Interview.
Er hätte eingesehen, daß im Moment kein Starterposten für ihn da wäre.
Das erhöht seine Chancen natürlich, ein neues Team zu finden. Bisher wollte er ja nur unterschreiben, wenn er den Starterposten bekommen hätte.

Donnerstag, 7. Mai 2020

Kurzberichte
goodell-draft-17Seit dem 25. März dürfen die Teams ihre Clubeinrichtungen nicht mehr benutzen.
Commissioner Roger Goodell (Bild) gab gestern ein Memo heraus, in dem er bekanntgab, wie in naher Zukunft die Einrichtungen wieder zur Benutzung freigegeben werden können.
Zunächst müssen die Regierungen der Staaten in denen die Teams ansässig sind, die bestehenden Beschränkungen aufheben. Die Teams müssen Infektions-Reaktions-Teams einstellen. Zudem wies der Commish auf die dann immer noch notwendigen Abstandsregeln hin. Zunächst müssen bei allen Treffen noch Atemschutzmasken getragen werden.
Bis zum 15. Mai müssen die Clubs die notwendigen Schritte einleiten, damit sie sofort umsetzbar sind, wenn der halbwegs normale Betrieb wieder starten kann.
Dann beschwerte der NFL Chef sich noch über Teambesitzer, die öffentlich über Möglichkeiten der anstehenden Saison reden. Damit dürfte er den Besitzer der Dolphins gemeint haben, der Pläne vorstellte, wie sein Team vor Zuschauern spielen könnte.
„Es ist unmöglich vorherzusagen, was die nächsten Monate bringen werden,“ meinte Goodell.

Jets Quarterback Sam Darnold warnt davor, die „Nach-Brady-Patriots“ auf die leichte Schulter zu nehmen.
Darnolds Team ist immer noch im Umbau. Die hochfliegenden Hoffnungen, mit denen sie in die Saison 2019 starteten, verpufften sehr schnell und sehr gründlich.
Sie sind auch 2020 nicht gerade ein mögliches Super Bowl Team.
„Natürlich ist es eine große Sache, wenn ein so großartiger Spieler wie Tom Brady geht,“ sagte Darnold. „Doch man kann die Patriots jetzt nicht leichter nehmen.“
Immerhin haben die Patriots mit Bill Belichick den dritterfolgreichsten Head Coach in der Geschichte der NFL. Und New England hat auch schon in der Vergangenheit Spiele gewonnen, ohne Quarterback Tom Brady. Daran wird Belichick seinen Anteil gehabt haben.
Die Patriots haben lange verdeckt, daß eigentlich die AFC East die schwächste aller Divisionen ist. In ihrem Schatten fielen die Bills, Dolphins und Jets nicht weiter auf.
Doch jetzt wittern sie natürlich alle ihre Chance. Ob sie sie werden nutzen können?

„Ich glaube immer noch, daß ich in der NFL starten kann,“ meinte Andy Dalton.
Die Bengals feuerten ihn letzte Woche, nachdem sie Joe Burrow an Stelle eins einberufen hatten.
Doch auch wenn Dalton das denkt, macht er sich keine Illusionen darüber, wer der Starter in Dallas ist. Seit Dak Prescott 2016 für den verletzten Tony Romo auf den Platz kam, hat er kein Spiel verpaßt.
Cowboys Vizepräsident Stephen Jones sagte, daß er nach der Verpflichtung von Dalton besser schlafen könne. Man hätte ja in Philadelphia gesehen, wie wichtig ein guter Ersatz Quarterback war.
Und wie schätzt eine große Tageszeitung in den USA die Ersatz Quarterbacks ein?
Auf Platz eins sehen sie die New Orleans Saints mit Jameis Winston. Das Team hat jetzt mit Drew Brees und Winston zwei Quarterbacks, die beide schon über 5.000 Passyards in einer Saison erzielten. So etwas hat es vorher noch nie gegeben.
Auf Platz zwei kommen dann die Cowboys mit Andy Dalton als Ersatzmann hinter Dak Prescott.
Platz drei vergeben diese Experten am die Miami Dolphins. Dabei weiß dort noch niemand, wer der Starter wird, Ryan Fitzpatrick, Josh Rosen, oder doch sofort Rookie Tagovailoa
Platz vier geht an die Colts, die hinter Philip Rivers Jacoby Brissett haben.
Und wie sieht es unten aus?
Die Bengals, die Dalton haben gehen lassen, stehen jetzt auf Platz 29, noch vor den Jaguars, Titans und Seahawks.

Im Staat Mississippi wurde ein schwerer Korruptionsskandal aufgedeckt. Es soll um $94 Millionen gehen.
Geld, das in einem der ärmsten Staaten der USA für Bedürftige gedacht war, wurde von einer gemeinnützigen Organisation in dunkle Kanäle geleitet.
$1,1 Millionen dieses Geldes landeten bei Favre Enterprises, einer Firma, die Hall of Fame Quarterback Brett Favre gehört. Inwieweit die Verantwortlichen der Firma in den Skandal verwickelt sind, wird noch ermittelt.
Das Geld jedenfalls war für Favre gedacht, der dafür Reden vor Hilfsorganisationen halten sollte. Doch Favre hielt nie eine Rede, denn er wußte nichts von dem Geld.
Als Favre davon erfuhr, überwies er $500.000 sofort zurück. Den Rest will er über die nächsten Monate abstottern.
„Niemals würde ich mich an Geld, das für die ärmsten der Armen bestimmt ist, bereichern,“ gab Favre bekannt.
Der Rechnungsprüfer Shad White, der den Skandal untersucht, dankte Favre dafür, daß dieser so schnell gehandelt hätte.

Mittwoch, 6. Mai 2020

Kurzberichte
tagovailoaWenn das kein Zeichen ist, die Dolphins gaben ihrem Rookie Quarterback Tua Tagovailoa (Bild) die Nr. 1.
Für Alabama spielend trug er die Nr. 13, doch diese Nummer ist von den Dolphins 2003 zu Ehren von Hall of Fame Quarterback Dan Marino zur Ruhe gesetzt worden.
Tagovailoa sagte kurz nach der Draft, daß es ihm egal wäre, welche Nummer er bei den Dolphins tragen würde. Damit war klar, daß er kein Theater um die Nr. 13 machen würde.
Und die „1“ ist deshalb einzigartig bei den Dolphins, weil bisher noch keiner ihrer Quarterback sie jemals getragen hat.

Die Giants hatten es eilig und nahmen Ex- Cowboys Quarterback Cooper Rush von der Transferliste.
Rush wurde entbehrlich, nachdem Dallas Andy Dalton verpflichtet hatte.
Bei den Giants trifft er auf seinen alten Head Coach, Jason Garrett. Der ist der neue Offensive Coordinator der New Yorker. Ob diese Beziehung reicht, um ihm einen Kaderplatz in der Saison zu sichern?
Die Giants haben neben Starter Daniel Jones noch Colt McCoy, Alex Tanney und Case Cookus, einen UDFA (Ungedrafteten Free Agent) unter Vertrag.

„Ohne mich im Nacken wird Daniel eine bessere zweite Saison haben,“ sagte Ex- Giants Quarterback Eli Manning über Daniel Jones.
In der Medienhauptstadt der Welt stehen Spitzensportler, die für Teams aus der Stadt spielen, unter besonders intensiver Beobachtung und Kritik.
Die Pressemeute im Nacken und einen möglichen zukünftigen Hall of Fame Quarterback ablösen, das war nicht leicht letztes Jahr.
Jones fühlte sich unwohl dabei, daß die Fans nach ihm verlangten und er eine Legende ersetzen sollte.
Ohne diesen Druck, so glaubt Manning, wird Jones 2020 lockerer aufspielen können.

Die Jets wollen das alterslose Wunder Frank Gore für eine Saison verpflichten.
Seit 15 Jahren ist der Running Back in der NFL und hat bisher 15.347 Laufyards und 79 Touchdowns gesammelt.
Vor einigen Tagen hatten die Jets bekanntgegeben, daß sie LeVeon Bell entlasten wollen. Das könnte mit dem 37 Jahre alten Gore gelingen.
In seinen 15 Saisons spielte Gore bereits für vier verschieden Teams. In der AFC East fehlen ihm nur noch die Patriots, wenn er bei den Jets unterschreibt.

„Ich werde nicht mehr zu den Titans zurückkehren,“ verkündete Logan Ryan.
Der Cornerback möchte zu einem anderen Team wechseln. Doch er geht nicht im Zorn, sondern dankte den Fans und seinen zukünftigen Ex- Kollegen für die gute Zeit in Tennessee.
„Mein Kapitel in Tennessee ist zu einem Abschluß gekommen,“ schrieb Ryan auf Instagram. „Ich blicke nach vorne und möchte weiter auf einem außergewöhnlichen Level spielen, für eine Organisation, die attraktiv ist für meine Familie und mich.“
Vor seiner Zeit bei den Titans spielte Ryan für die Patriots und gewann zwei Super Bowls mit ihnen.
Bei den Titans hat der Cornerback zwischen 2017 und 19 $10 Millionen im Schnitt verdient. Experten bezweifeln, daß er bei einem anderen Team ähnlich hoch entlohnt werden könnte.

Las Vegas trennte sich von Ersatz- Quarterback DeShon Kizer.
In seiner einzigen Saison für die Raiders als Ersatzmann von Derek Carr, warf er nicht einen Pass.
Dieser Schritt war zu erwarten, nachdem die Raiders Ex- Titans Quarterback Marcus Mariota als Ersatzmann für Carr anheuerten.

Dienstag, 5. Mai 2020

Don Shula ist tot
shula-don3Normalerweise stelle ich Todesnachrichten von NFL Mitgliedern an die letzte Stelle der News. Doch wenn so ein großer, einer der zu den größten überhaupt gehörte, von uns geht, dann gehört das an die erste Stelle.
Don Shula (Hier auf einem Bild das ich selber 1992 von ihm gezeichnet habe) verstarb im Alter von 90 Jahren.
Geboren wurde Shula am 4. Januar 1930 in einem kleinen Städtchen in Ohio, Grand River, als eines von sieben Kindern.
Als Defensive Back spielte er recht mittelmäßig für die Browns, Colts und Redskins. Seinen ersten Job als Defensive Backs Coach nahm er 1960 bei den Lions an.
1963 wurde er Head Coach der Baltimore Colts. Die Dolphins übernahm er 1970. Dort war er bis 1995 Head Coach. 16 mal führte er Miami in die Playoffs und gewann zwei Super Bowls. Den Super Bowl VII gewannen die Dolphins nach einer Saison 1972, in der sie nicht ein einziges Spiel verloren.
Viermal wurde Don Shula zum Head Coach des Jahres gewählt, 1964, 67, 68 und 1972.
Mit 328 gewonnenen Spielen als Head Coach hat er so viele Spiele gewonnen, wie kein anderer NFL Head Coach. 1997 wurde er in die Hall of Fame aufgenommen.
Er lebte für seinen Job als Head Coach. Er war ein ausgesprochen ausgeglichener Mensch, der aber bestimmend und hart sein konnte.
Seine Frau Dorothy sagte einmal: „Wenn ich während der Saison sterben würde, würde Don einem Weg finden, mich bis nach der Saison einzubalsamieren.“  Sie verstarb am 25. Februar 1991.
Nach seiner Trainerkarriere gründete Shula eine Steakhouse-Kette in seinem Namen, und leierte noch andere Projekte an.
Don und Dorothy Shulas Ehe brachte fünf Kinder hervor. Zwei davon sind heute selber als Coaches tätig.

Hall of Fame 2020
Die Hall of Fame hat fünf Konzepte ausgearbeitet, wie es 2020 weitergehen soll.
Das Hall of Fame Spiel am 6. August war in 22 Minuten ausverkauft, als es noch keine Coronakrise gab.
Ob es stattfindet, und wenn ja, mit Zuschauern, all das haben die Verantwortlichen geplant. Und alle Planungen wurden und werden mit dem Gesundheitsamt abgestimmt.

Keine internationale Spiele 2020.
Seit dem 30. Dezember 2019 weiß man, wer 2020 gegen wen spielen wird. Der komplette Spielplan wird am Donnerstag veröffentlicht. Doch Spiele in Mexico City und London werden nicht darunter sein. Sie wurden Opfer von COVID-19.
In Mexico City sollte es ein Spiel geben, in London vier, verteilt auf zwei im Wembley Stadium und zwei im Tottenham Hotspur Stadium. Im letzteren wurde bereits beim Bau an Umkleidekabinen in Footballteam- Stärke gedacht.
Die Stadionpartner im Ausland haben bekundet, daß sie die Entscheidung der NFL verstehen und mittragen.
Seit 2007 hat die NFL jedes Jahr mindestens ein Spiel im Ausland ausgetragen.
Alle Vertragspartner hoffen jetzt, daß 2021 alles wieder in normalen Bahnen verlaufen kann.

Und noch ein Gerücht.
In Green Bay munkelt man, daß die Packers Quarterback Jordan Love einberufen haben, weil sie Aaron Rodgers wegtauschen wollen.
Rodgers verschlingt eine große Summe unter der Gehaltsobergrenze. Im August 2018 machten die Packers ihn zum damals bestbezahlten NFL Spieler aller Zeiten, mit einem neuen Vierjahresvertrag über $134 Millionen, der bis Ende 2023 läuft. Damals war er 34 Jahre alt.
Doch heute haben die Packers einen neuen Head Coach, dessen Spielsystem Rodgers mißfällt.
Und gute Spieler um Rodgers herum zu bezahlen ist bei seinem Riesengehalt kaum möglich.
Und selbst wenn sie einen Abnehmer für Rodgers fänden, würden noch $51,1 Millionen seines Gehalts über einige Jahre verteilt zu ihrer Gehaltsobergrenze zählen. Deshalb ist es eher wahrscheinlich, daß Green Bay andere teure Leistungsträger abgeben wird, um Rodgers bezahlen zu können, und wieder unter die Gehaltsobergrenze zu kommen. Momentan liegen sie um einiges darüber.
Es zeigt sich mal wieder, daß es Unsinn ist, einem Spieler horrendes Geld zu zahlen, und den Rest des Teams dafür auszudünnen.
Schon viele Teams haben deshalb teure Spieler früh an andere Teams abgegeben, um wieder Platz für weitere Talente unter der Gehaltsobergrenze zu haben.
Doch die Packers Fans werden so bald nicht auf einen der besten Quarterbacks aller Zeiten verzichten müssen. Auch wenn die Liebe langsam nachläßt, wird Jordan Love noch eine Weile von Rodgers lernen können.

Noch gibt es dieses Gerücht in Philadelphia anscheinend nicht.
Die Eagles beriefen Quarterback Jalen Hurts in der zweiten Runde ein.
Doch die Gefühle von Carson Wentz verletzte das nicht, wie der Starter sagte.
Seit Wentz in Philadelphia ist, kamen die Eagles dreimal in Folge in die Playoffs. Doch in den Playoffs spielte Wentz verletzungsbedingt nur zwei Angriffsserien.
Ist Hurts jetzt nur ein Ersatzmann, oder ein Herausforderer?

Kurzberichte
Die Miami Dolphins haben einen Plan ausgearbeitet, um 2020 Spiele vor Fans im Hard Rock Stadion austragen zu können.
Beim Einlaß sollen die Zuschauer einzeln ins Stadion gelangen, und es sollen nur 15.000 eingelassen werden, statt der möglichen 65.000.
Viel mehr kommen ja eh kaum noch zu den Dolphins.
Verlassen sollen die Fans das Stadion dann wie Kirchenbesucher, Reihe für Reihe.
So hofft man, daß nicht zu viele Zuschauer miteinander in Berührung kommen werden.
Ob das auch in anderen Teams diskutiert wird?
In Teams, die ihre Stadien tatsächlich voll kriegen?
Wer darf rein, wer nicht?

Vor einigen Wochen hatte sich Bears Linebacker Roquan Smith als Werbefigur für die Kampagne #flattenthecurve einspannen lassen.
Darin forderte er dazu auf, sich vernünftig in Zeiten der Coronakrise zu verhalten und den „Sozialen Abstand“ untereinander zu halten.
Doch Werbeträger ist das eine, das eigene Verhalten etwas anderes.
So feierte der Linebacker eine feuchtfröhliche Bootsparty mit Pornostars unter den Gästen.
Dazu fällt einem nichts mehr ein.

Nachdem die Cowboys Ex-Bengals Quarterback Andy Dalton verpflichtet haben, feuerten sie Ersatzmann Cooper Rush.
Zum Vertrag von Dalton gibt es eine Korrektur. Zwar kann er 2020 $7 Millionen bekommen, wie gestern berichtet, aber nur mit zusätzlichen Zuwendungen.
Sein Grundgehalt beträgt $3 Millionen, und $4 Millionen zusätzlich hängen von Einsatzzeit und Erfolg ab. Die würde also erst fällig, wenn Dak Prescott aus irgendwelchen Gründen nicht spielen könnte.

Die Colts zogen ihre Option für eine fünfte Saison auf Safety Malik Hooker nicht.

Sonntag, 3. Mai 2020

Fünfjahres Option - Fortsetzung
trubisky-mitch-xFür einige Spieler, die 2017 in der ersten Runde der Draft einberufen wurden, haben die Teams ihre Optionen auf die fünfte Saison bereits gezogen.
Doch einige haben nicht so überzeugt, wie man es sich von Erstrundern erhofft hat, und für sie zogen die Teams diese Option nicht.
So erwies sich Mitchell Trubisky (Bild) als Flop.
Der Quarterback wurde an zweiter Stelle von den Bears einberufen. Er sollte die Zukunft auf dieser Position für Chicago sein. Nach ihm wurden in derselben Draft noch Patrick Mahomes von den Chiefs und Deshaun Watson von den Texans in der ersten Runde einberufen.
Man kann sagen, daß Trubisky zumindest nicht in derselben Liga wie Mahomes spielt, der bereits Liga und Super Bowl MVP wurde, auch wenn Trubisky nach der Saison 2018 in den Pro Bowl gewählt wurde.
Die Bears verpflichteten Super Bowl MVP Nick Foles, da sie mit Trubisky nicht zufrieden sind. Die beiden Quarterbacks gehen in einen offenen Wettkampf um den Starterposten in Chicago.

Weitere Spieler, deren Optionen nicht gezogen wurden:
Bengals, Wide Receiver John Ross, Platz 9
Lions, Linebacker Jarrad Davis, Platz 22
Natürlich heißt eine nicht gezogene Option nicht, daß diese Spieler automatisch ihr Team verlassen. Sie können auf jeden Fall noch einen Vertrag mit ihrem aktuellen Arbeitgeber abschließen.

Kurzberichte
Ein altgedienter Quarterback hat schnell ein neues Team gefunden.
Andy Dalton, erst vorgestern von den Bengals gefeuert, unterschrieb am Samstag bei den Cowboys. Die haben nun die Gewißheit, einen brauchbaren Ersatzmann, der in 133 Spielen in der NFL startete, hinter Dak Prescott zu haben.
Dalton bekam einen Einjahresvertrag über $7 Millionen von denen $3 Millionen garantiert sind.

Die Chiefs verpflichteten einen Defensive End, den die Cowboys mal in der ersten Runde einberiefen, Taco Charlton.
Doch er war nicht das, was man sich von ihm versprochen hatte. Letzten September gab Dallas ihn an die Dolphins ab. Die feuerten ihn letzte Woche.
Die Chiefs gaben ihm nun einen Einjahresvertrag.

Alex Smith kann sehr wahrscheinlich nie wieder in der NFL spielen.
Der Quarterback ist noch bei den Redskins unter Vertrag. Er brach sich am 18. November 2018 in einer Niederlage gegen die Texans das Schien- und Wadenbein im rechten Bein.
Die Verletzung war so schwer, daß das Bein kurz davor stand amputiert zu werden, wie Smith in einem Interview sagte.
Nach 17 Monaten Reha und nach 17 Operationen lernt Smith zur Zeit wieder zu gehen.
Sein Ziel ist, wieder in der NFL zu spielen.
Der Quarterback, der 2005 die Nr. 1 in der Draft war und von den 49ers aufgenommen wurde, konnte nie die Erwartungen erfüllen, die an einen Nr. 1 Quarterback gestellt werden.
Das lag aber nicht nur an ihm, sondern an der Führung der 49ers, die ihm immer wieder neue Head Coaches und Offensive Coordinators vorsetzte.
Der Vertrag des 36-jährigen bei den Redskins läuft noch bis zum Ende der Saison 2022. Und selbst wenn sie ihn demnächst feuern, was zu erwarten ist, zählt sein Gehalt 2021 noch mit $10 Millionen zur Gehaltsobergrenze.
Auch wenn seine Karriere aller Wahrscheinlichkeit nach beendet sein dürfte, muß er nicht am Hungertuch nagen. In seiner Karriere hat er bisher über $173 Millionen verdient.

Samstag, 2. Mai 2020

Fünfjahres Option
fournetteFür einige Spieler, die 2017 in der ersten Runde der Draft einberufen wurden, haben die Teams ihre Optionen auf die fünfte Saison bereits gezogen.
Doch einige haben nicht so überzeugt, wie man es sich von Erstrundern erhofft hat, und für sie zogen die Teams diese Option nicht.
Ein Tausendyardsläufer war allerdings auch unter denen, deren Option nicht gezogen wurde, Leonard Fournette (Bild).
Der Running Back der Jaguars war die Nr. 4 in der Draft 2017. Seit einiger Zeit gibt es aber schon Wechselgerüchte um ihn.
In seinen bisherigen drei Saisons in Jacksonville erzielte er 2.631 Laufyards und 17 Touchdowns. Zusätzlich fing er Pässe für 1.009 Yards und 2 Touchdowns.
Er ist also vielseitig einsetzbar.
Doch nach einer hervorragenden Rookiesaison schlug der Verletzungsteufel zu. Zusätzlich zeigte Fournette durch sein Verhalten deutlich, daß er nicht gerne Mitglied der Jaguars war.
Somit ist 2020 ein sogenanntes Vertragsjahr für den Running Back. Eine gute Leistung könnte ihm nach der Saison einen guten Vertrag einbringen. Aber wohl nicht in Jacksonville.

Gestern lehnten es auch andere Teams ab, Optionen auf ihre Erstrundendraftpicks zu ziehen:
49ers: Defensive Lineman Solomon Thomas. Platz 3
Titans: Wide Receiver Corey Davis, Platz 5
Broncos: Left Tackle Garett Bolles, Platz 20
Falcons: Defensive End Takkarist McKinley, Platz 26
Redskins: Linebacker Reuben Foster, Platz 31

Kurzberichte
Tausche Erstrundenpick gegen eine Wahlmöglichkeit in Runde sieben.
So schlecht bewerteten die Dolphins Defensive End Charles Harris, den sie 2017 als 22. Spieler einberiefen. Sie gaben ihn an die Atlanta Falcons ab, womit Harris auch zu den Spielern gehört, für die sein Team die Option auf die fünfte Saison nicht gezogen hat.

Die Jaguars gaben Chris Thompson einen Einjahresvertrag.
Der Running Back kam letztes Jahr für die Redskins auf 800 Gesamtyards und sechs Touchdowns.

Die 49ers gaben ihrem UDFA (Undraftet Free Agent) Running Back Salvon Ahmed einen Dreijahresvertrag.

Nach sechs Saisons trat der ehemalige Bears Tight End Dion Sims in den Ruhestand.
Die Saison 2018 beendete Sims mit einer Gehirnerschütterung auf der Verletztenliste. 2019 spielte er überhaupt nicht.
Im Februar 2020 feuerten die Bears den Tight End.

Freitag, 1. Mai 2020

Kurzberichte
dalton-andy3Nach neun Jahren trennten sich die Bengals von Quarterback Andy Dalton (Bild).
Das stand ja fest, als die Bengals Joe Burrow aufnahmen. Schon vor Monaten hatte der Club versucht, einen Abnehmer für Dalton zu finden, fand aber keinen.
Damit wird der Quarterback Markt weiter gefüllt, auf dem ja auch immer noch der MVP der Saison 2015, Cam Newton, darauf wartet, daß sich jemand für ihn interessiert.
Und ob sich jemand für Dalton interessiert?
Durch seine flammende rote Haarfarbe hatte er den Spitznamen „the Red Riffle“. Seine Zeit in Cincinnati war nicht von Erfolgen gekrönt. Zwar kam er mit seinen Bengals 2011, 12, 13 und 14 in die Playoffs, aber er konnte nicht ein Spiel gewinnen.
Das lag natürlich hauptsächlich an Head Coach Marvin Lewis, der es einfach nicht fertig brachte, in den Playoffs ein passendes Mittel gegen die Gegner zu finden.
Die Bengals beriefen Dalton 2011 an 35. Stelle ein und er startete sofort in Woche 1. In seiner Karriere wurde er dreimal in den Pro Bowl gewählt.
Seine Bilanz: 4.449 Versuche, 2.757 Vervollständigungen für 31.594 Yards und 204 t s bei 118 Interceptions.

„Das kommt auf die Umstände an,“ antwortete Ron Rivera auf die Frage, ob die Redskins Cam Newton verpflichten?
Der neue Head Coach der Redskins war der alte Head Coach von Newton in Carolina. Die beiden verbindet also viel.
Doch die Vorgabe im Team ist, es mit jungen Leuten zu versuchen, ein frisches, hungriges Team aufzubauen.
Doch was spräche dagegen, diese jungen Leute von einem erfahrenen Spieler anführen zu lassen. Zumal von einem der Riveras Spielsystem kennt.
„Natürlich habe ich das schon oft überlegt,“ sagte Rivera. „Aber wie gesagt, es käme auf die Umstände an.“  Und damit dürfte Newtons Verletzungsgeschichte gemeint sein. Und da sieht es nicht gut aus.

Von Von Miller kommen gute Nachrichten.
Der Star-Verteidiger der Broncos hat sich nach zwei Wochen vom Coronavirus erholt und ist Virenfrei.
Das verkündete er am Donnerstag per Twitter.

Die NFL bleibt virtuell. Alle anstehenden Treffen werden über Videokonferenzen abgehalten.
Das Treffen der Teambesitzer vom 19. - 20. Mai in Los Angeles wurde abgesagt. Man trifft sich statt dessen per Kamera und Bildschirm.
Und so wird man sich bis auf weiteres treffen.

Wide Receiver Ted Ginn hat einen Einjahresvertrag bei den Bears unterschrieben.
Zuletzt spielte der 35-jährige für die Saints.

Eine Nummer macht noch keinen Star.
Cowboys Besitzer Jerry Jones liegt etwas an der Nr. 88. Der frühere Star Receiver Jerry Lamb trug diese Nummer in Arkansas. Er und Jones waren im selben Team und gut befreundet. Lamb verstarb voriges Jahr. Deshalb ist die 88 für Jones etwas besonderes.
Als ersten Spieler in der Draft nahm Dallas Wide Receiver CeeDeee Lamb an 17. Stelle auf.
Bei den Oklahoma Sooners trug er die Nr. 2. Bei den Cowboys wollte er die 10 tragen. Doch Jones möchte seinen neuen (erhofften) Star Receiver mit der Nr. 88 sehen.
Die 88 trugen Hall of Fame Mitglied Michael Irvin und später dann Dez Bryant.
Beide Spieler waren zum Beginn ihrer Karrieren nicht die pflegeleichtesten. Drogen und Skandale waren die Wegbegleiter dieser Löwen. Jerry Jones kann nur hoffen, daß ihm und dem Team das bei Lamb erspart bleibt.

Natürlich zogen die Chiefs ihre Option auf die fünfte Saison von Patrick Mahomes.
Der Super Bowl MVP wird nach der Saison 2021 dann einen neuen Vertrag bekommen, der ihm nicht unter $40 Millionen pro Jahr einbringen wird.
Bei welchem Team, das bleibt abzuwarten. Die Chiefs möchten ihn natürlich behalten, und Mahomes möchte auch in Kansas City bleiben. Doch die Gesetze des Marktes (und die Gehaltsobergrenze) werden die weitere Entwicklung bestimmen.

Donnerstag, 30. April 2020

Was nun, Aaron Rodgers
FavrejubeltalspackerQuarterback Legende Brett Favre (Bild) weiß, daß die Einberufung von Utah State Quarterback Jordan Love durch die Packers, Quarterback Legende Aaron Rodgers total überrascht hat.
Und Favre, der selber einst für Green Bay spielte, und dann am Ende seiner Karriere noch zu anderen Teams wechselte, glaubt, daß auch Rodgers seine Karriere nicht in Green Bay beenden wird.
Die Packers tauschten sich zu Platz 26 hoch, um an Love zu kommen. Ein Signal an Rodgers?
Die Packers hätten es nötiger gehabt, ihrem Quarterback gute Receiver zu besorgen, statt dessen holten sie seinen eventuellen Nachfolger. Und das soll Rodgers gar nicht gefallen haben.
Rodgers und Favre haben sich nach der Draft miteinander unterhalten. Natürlich wollte das Ruhmeshallenmitglied nicht allzu viel über das Gespräch verraten, aber was er sagte, reicht ja auch aus.
Beide kennen die Situation.
2005 beriefen die Packers Rodgers an 24. Stelle ein, um einen Nachfolger für Favre zu haben.
Brett Favre war ein klarer Hall of Fame Kandidat, und wurde auch später tatsächlich aufgenommen. Daran änderten auch seine nicht so guten Abstecher bei den Jets und Vikings nichts.
Heute ist Aaron Rodgers der Hall of Fame Kandidat. Und laut Favre wird auch er seine Karriere bei einem anderen Team als den Packers beenden.
Bis  dahin wird Rodgers es mit Love so halten, wie Favre es damals mit Rodgers hielt, er wird ein Mentor für den jungen Mann sein.
Rodgers hat bereits Kontakt mit Love aufgenommen. Ein gutes Zeichen, darf man annehmen.
Die Fans in Green Bay waren auch gar nicht so erbaut von der Wahl. Sie fragen sich, warum für die Zukunft planen, wenn man doch jetzt Spiele gewinnen will?

Kurzberichte
Quarterback Cam Newton zu den Steelers?
„Nein,“ meinte General Manager Kevin Colbert. „Wir sind sehr zufrieden mit unserem Ersatzmann hinter Ben,“ fuhr er fort.
Das heißt, daß die Steelers weiter auf Mason Rudolph setzen werden.
Man erinnere sich, Rudolph wurde im Verlauf der Saison wegen erwiesener Unfähigkeit auf die Bank gesetzt. Doch danach hätte er nur noch um so härter an sich gearbeitete, meinte Colbert. Das wäre sehr positiv gewesen.
Colbert: „Wir sehen uns ständig genau an, was da draußen zu haben ist. Es ist mein Job, jede Position abzuwägen. Aber ich kann ganz ehrlich sagen, daß wir absolut keine Verhandlungen geführt oder Angebote für einen erfahrenen Quarterback abgegeben haben.“
Und so bleibt es also dabei, Cam Newton, der wertvollste Spieler der NFL Saison 2015, bleibt weiter ohne Team.

Kann ein Spieler mit 47 Jahren noch in der NFL spielen?
Ja, wenn es nur ein Kicker ist!
Adam Vinatieri ist zur Zeit ohne Team, würde aber 2020 gerne seine 25. Saison „spielen“.
2019 hatte er eine saisonbeendende Knieoperation. Und er selber ist nicht sicher, ob die bis zum Saisonbeginn ausgeheilt sein wird.
Zuletzt kickte Vinatieri für die Colts. Die werden ihn sehr wahrscheinlich nicht zurücknehmen. Auch wenn er von vielen Experten als zukünftiger Hall of Fame Kandidat gehandelt wird. Entscheidend ist das Jetzt, und da sieht man Vinatieris Leistungskurve nach unten gehen.
Vinatieri ist Mitglied im Hundertjahresteam der NFL. Er hält den absoluten NFL Punkterekord mit  2.673 Punkten.
Auch den Playoffrekord hält er mit 238 Punkten. Kein Wunder, war er doch Mitglied bei fünf Super Bowl Siegern. Viermal gewann er mit den Patriots, einmal mit den Colts.
Aber ob er noch eine weitere Saison kicken wird, das bleibt abzuwarten.
Begonnen hat er seine Karriere, die ihn in die Hall of Fame führen wird, übrigens bei den Amsterdam Admirals.

Jameis Winston sieht seine kommende Zeit bei den Saints als Studienzeit an.
Der ehemalige Quarterback der Buccaneers unterschrieb einen Einjahresvertrag über $1,1 Millionen in New Orleans.
Er vergleicht die Zeit, in der er von Quarterback Legende Drew Brees und Star-Trainer Sean Payton lernen kann, mit einer Ausbildung an der Harvard Universität.
Und die Augenkorrektur per Laser scheint bei ihm gewirkt zu haben. Der unterzog er sich zuletzt. Er schob seine vielen Interceptions in seiner Karriere, letztes Jahr waren es 30, auf seine Fehlsichtigkeit.
„Ich kann jetzt problemlos Straßenschilder erkennen und Autokennzeichen,“ sagte Winston. „Die Genauigkeit meiner Sicht hat sich stark verbessert.“
Nicht, daß Winston vorher keine Kennzeichen erkennen konnte. Der Quarterback wollte mit seinem Spruch nur bildlich machen, wie viel besser er nach der Laseroperation sehen kann.

NFL Commissioner Roger Goodell verzichtet auf seine leistungsbezogenen Kompensationen. Die betragen etwa $40 Millionen pro Jahr.
Er bat das Kompensationskomitee, diese Summe während der Coronakrise auf „0“ zu setzen.
Doch er muß jetzt nicht in einer Bullettenbräterei anheuern, um dort ein paar Dollar zu verdienen. Sein Grundgehalt von etwas über $4 Millionen erhält er weiterhin.
Überhaupt müssen viele Angestellte der NFL mit Gehaltskürzungen rechnen. Alle, die über $100.000 pro Jahr verdienen, müssen auf 5 - 15 % verzichten.
Wer weniger als $100.000 verdient, muß keine Kürzungen befürchten.

Die NFL hat die Teams nach der Draft neu bewertet.
Es hat sich nicht viel getan. Das aktuelle
Power Ranking sieht die Chiefs weiter auf Platz 1.
Und auch mit Tom Brady als Quarterback, traut die Liga den Buccaneers nicht wirklich viel zu. Tampa Bay taucht erst auf Platz sieben auf.

Die Top 10
1. Chiefs (1)
2. Ravens (3)
3. Saints (4)
4. 49ers (2)
5. Vikings (9)
6. Colts (7)
7. Buccaneers (8)
8. Titans (5)
9. Steelers (10)
10. Packers (6)

Bei den Bottom five hat sich fast gar nichts getan
28. Redskins (29)
29. Bears (28)
30. Giants (30)
31. Panthers (31)
32. Jaguars (32)

Mittwoch, 29. April 2020

Kurzberichte
watson-deshaunLangsam wird es Zeit. Bis zum 4. Mai, also dem Star Wars Tag, müssen die Teams ihre Optionen auf eine fünfte Saison der in der ersten Runde der Draft 2017 einberufenen Spieler ziehen. Danach ist es zu spät.
Die Houston Texans zogen gestern ihre Option auf Quarterback Deshaun Watson (Bild).
Von den drei Quarterbacks, die in Runde eins aufgenommen wurden, ist er der erste, dessen Option gezogen wurde.
Bei Patrick Mahomes wird es noch dazu kommen. Ob die Bears ihre Option auf Mitchell Trubisky ziehen, immerhin der zweite Spieler, der 2017 einberufen wurde?
Watson wurde an 12. Stelle einberufen und wird 2020 für $1,17 Millionen spielen. 2021 wird er $17,3 Millionen bekommen.
In seinen 15 Starts für die Texans führte Watson Houston zu 10-5 Siegen und zwei Playoffteilnahmen. Er vervollständigte 67,3% seiner Pässe und seinen 26 Touchdowns stehen 12 Interceptions gegenüber. Er kann auch mit seinen läuferischen Qualitäten überzeugen. Mit 82 Läufen erzielte er 413 Yards und 7 Touchdowns.
Die Texans und Watson können jetzt in Ruhe an einem gutdotierten langfristigen Vertrag arbeiten.

Die Chiefs feuerten ihren Punter um Platz unter der Gehaltsobergrenze zu bekommen.
15 Jahre war Dustin Colquitt in Kansas City und kann seine Zeit dort zumindest mit einem Super Bowl Sieg beenden.
Die Chiefs haben nur noch $3,55 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze. Colquitts Entlassung bringt 2020 eine Entlastung von $2 Millionen.
Kansas City hat noch zwei Punter unter Vertrag, den ehemaligen Charger Tyler Newsome und den ungedrafteten Free Agent Tommy Townsend. Natürlich wird nur einer von beiden mit in die Saison gehen.

Chiefs Cornerback Bashaud Breeland wurde verhaftet.
Bei einer Verkehrskontrolle wurden in seinem Wagen Wein, Bier und Marihuana gefunden.
Breeland leistete der Polizei Widerstand und wurde verhaftet.
Letztes Jahr erzielte der Cornerback 48 Tackles, 2 Interceptions, 8 abgewehrte Pässe und er eroberte 2 Fumbles.
Die Chiefs wollten sich zu der Verhaftung noch nicht äußern.

Die Patriots nahmen in der fünften Runde einen Kicker auf, Justin Rohrwasser.
Er hat ein Tattoo, das er entfernen lassen muß. Es zeigt eine römische III umgeben von Sternen. Dieses Logo wird von der Three Percenters Bewegung benutzt, die mit bewaffnetem Widerstand gegen die Versuche, den privaten Waffenbesitz einzuschränken, droht.
Wenn Rohrwasser für die Patriots kicken will, muß er dieses Tattoo weglasern lassen.
Der Kicker beteuerte, daß er keine Ahnung gehabt hätte, für was das Logo steht. Er fand einfach nur, daß es gut aussieht. Jetzt würde er sich schämen, dieses Tattoo getragen zu haben.

Die NFL hat es geschafft, ein wenig Normalität zu verströmen. Auch wenn die Draft virtuell war, wurde sie pünktlich und erfolgreich abgehalten.
Doch immer noch ist es alles andere als normal. Am Montag können alle Teams mit ihren virtuellen Trainingsprogrammen beginnen.
Virtuell, also ohne Kontakt von Trainern zu Spielern. Anleitungen und Überwachungen über Kameras und Computer.
Ein oder zwei Wochen nach der Draft sollten die Minicamps für die Rookies stattfinden. Wie die aussehen sollen, wird man sehen.
Wann wieder echte Normalität einkehren wird?
Das kann niemand sagen. Bei über 50.000 Toten, die Corona bisher in den USA gefordert hat, wäre es fahrlässig, die Kontaktbeschränkungen vorzeitig aufzuheben.
Es bleibt nur zu hoffen, daß nach der virtuellen Draft, den Virtuellen Trainingseinheiten kein virtuelles Trainingscamp und eine virtuelle Saison folgen.
Als nächstes wird der komplette Spielplan vorgestellt, in der ersten Mai Woche. Das ist eine reine Show-Veranstaltung des NFL Networks und kein Publikums Event. Bekanntgegeben werden dann auch die Daten für die internationalen Spiele. Ob die tatsächlich wie geplant stattfinden werden können, ist doch sehr fraglich.

Nach der gut über die Bühne gegangenen virtuellen Draft 2020, soll es 2021 in Cleveland voll abgehen.
Das Motto lautet Rock the Clock, und die Stadt bereitet sich auf die Mega-Veranstaltung vor, immer darauf hoffend, daß dieser fiese Virus bis dahin besiegt wurde.
Die Veranstaltungen sollen rund um die Kultstätten First Energy Stadium und die Rock & Roll Hall of Fame abgehalten werden.
Die Gemeinde arbeitet hart daran, die kommende Draft zur besten aller Zeiten zu machen.
Und Cleveland wird voll. Nicht nur die Fans der Browns werden die Veranstaltungsstätten überschwemmen, sonder auch die Fans der Bengals, die ja praktisch nebenan in Ohio wohnen, werden in Massen kommen... wenn sie dürfen.
Vielleicht wird Cleveland ja auch noch unter Corona leiden und erst 2022 in Las Vegas wird wieder alles normal laufen?

Dienstag, 28. April 2020

Kurzberichte
garrett-myles2Die Browns zogen ihre Optionen auf die fünfte Saison von Defensive End Myles Garrett (Bild) und Tight End David Njoku.
Beide kamen 2017 in der ersten Runde der Draft nach Cleveland, Garrett an Nr. 1, Njoku an Nr. 29.
General Manager Andrew Berry arbeitet daran, beide Spieler langfristig halten zu können.
Doch zunächst wird Garrett 2020 für $4.612.125 spielen müssen, bevor sein Gehalt im fünften Jahr auf $15.184.000 ansteigt.
Njoku wird dieses Jahr $1.763.910 erhalten, und nächstes Jahr etwa $6 Millionen.
Die Browns sehen Myles Garrett als eine der wichtigsten Spieler in ihrem Team an. Daran ändert auch die Tatsache nichts, daß er letzte Saison für die letzten sechs Spiele suspendiert war, weil er Steelers Quarterback Mason Rudolph brutal den Helm auf den ungeschützten Schädel knallte.

2010 kam James Devlin ungedraftet zu den Patriots.
Jetzt gab der Fullback bekannt, daß er nach einer schweren Nackenverletzung, die er letztes Jahr erlitt, seine Karriere beendet.
Er gewann mit New England drei Super Bowls und wurde einmal in den pro Bowl gewählt.

Alle 255 Draftpicks stehen HIER...

Montag, 27. April 2020

NFL Draft 2020 - Der Rest
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Viele Teams haben es geschafft, wirklich die Spieler einzuberufen, die sie dringend benötigen.
Aber was war bei den Patriots los?
Head Coach Bill Belichick (Bild) sagte nach der Draft: „Daß wir keinen Quarterback einberufen haben, war nicht geplant.“
Dabei wurden 13 Quarterbacks einberufen, an den drei Drafttagen.
Es war also anscheinend niemand dabei, der den sechsmaligen Pro Bowler GOAT Tom Brady ersetzen könnte... aber wer kann das schon?
Aber einen Kicker nahmen sie auf, Justin Rohrwasser. Er wurde in Runde fünf an 159. Stelle einberufen, als erster Kicker dieser Draft.

Nicht nur 13 Quarterbacks wurden einberufen, auch Wide Receiver waren gefragt. Alleine in den ersten zwei Runden wurden von den 64 Spielern 13 Wide Receiver einberufen.

Die Rams konnten erst in Runde zwei ihren ersten Spieler aufnehmen.
Sie versuchten Running Back Todd Gurley zu ersetzen, der der Gehaltsobergrenze zum Opfer gefallen war, und nahmen Florida State. Running Back Cam Akers auf. Er kam 2019 auf 1.144 Laufyards und 14 Touchdowns.

Die 49ers waren sehr aktiv.
Sie gaben Running Back Matt Breida an die Dolphins ab, ohne den sie 2019 keinen so guten Lauf gehabt hätten. Für ihn bekamen sie einen Draftpick in Runde fünf von Miami.
San Francisco wurde dann auch das Team, das Tackle Trent Williams endlich ein neues Zuhause gab. Williams hatte die gesamte Saison 2019 gestreikt, weil die Redskins seinen Gehaltsforderungen nicht nachkamen. Washington bekam für ihn Draftpicks in Runde drei 2021 und fünf  2020 von den Niners.
Die Eagles bekamen Wide Receiver Marquise Goodwin von den 49ers.
Und Niners Left Tackle Joe Staley hat nach 13 Jahren seine NFL Karriere beendet, alle 13 verbrachte er in San Francisco. Er war der einzige Spieler im Kader, der in Super Bowl XLVII unter Head Coach John Harbaugh und in Super Bowl LIV spielte.

Die Broncos setzten voll darauf, Unterstützung für ihren jungen Quarterback Drew Lock zu verpflichten. Vier ihrer ersten sechs Picks fielen auf Receiver und Offensive Lineman.
General Manager John Elway: „Ich hatte das Gefühl, daß wir auf der Seite der Offense noch einiges besser machen konnten. Wir brauchten Geschwindigkeit und Explosivität um Drews Talent besser nutzen zu können. Dazu brauchten wir auch den Schutz für ihn. Deshalb haben wir uns sehr auf die Offense konzentriert.“

Jeder redet natürlich über die Nr. 1 Joe Burrow. Doch es gibt ja auch einen Spieler, der am anderen Ende der Schlange einberufen wurde, an 255. Stelle. Und dieser Mr. Irrelevant war 2020 Georgia Linebacker Tae Crowder.
Tight End Caleb Wilson, der Mr. Irrelevant 2019, hat nie in einem NFL Spiel gespielt.

14 Spieler der Louisiana State University kamen über die Draft zu NFL Teams. Damit liegen sie in der ewigen Bestenliste zusammen mit Ohio State auf Platz eins, die 2004 14 Spieler über die Draft in die NFL schickten.

Keine Zuschauer in riesigen Hallen, keine große Bühne für die Draft, das lockte die Zuschauer vor die Fernsehbildschirme um sich die erste virtuelle Draft anzusehen.
Die Einschaltquoten übertrafen die aller vorangegangener Einberufungsshows. Über die drei Drafttage verteilt schalteten 55 Millionen Zuschauer die Übertragungen ein. Am ersten Tag allein waren es 15,6 Millionen Zuschauer.
Das half natürlich auch dem Spendenaufruf. Der NFL Draft-A-Thon Live brachte über $100 Millionen an Spenden ein für die Helfer, die gegen COVID-19 an vorderster Front kämpfen.

Kurzberichte
Und wie immer, wurden Talente nicht in der Draft aufgenommen, sondern etwas später. Das sind dann die UDFA, die Undraftet Free Agents.
Zu denen gehört auch der jüngere Bruder von Bears Star-Verteidiger Khalil Mack, Ledarius Mack, ebenfalls Verteidiger.
Er erlebte eine Familienzusammenführung, denn die Bears verpflichteten ihn.

Ebenfalls ein UDFA wurde der Sohn von Hall of Fame Wide Receiver Randy Moss, LSU Tight End Thaddeus Moss.
Er unterschrieb am Sonntag Abend bei den Redskins.
Wäre er noch in einer Runde der Draft aufgenommen worden, hätte LSU mit 15 Spielern jetzt den alleinigen Rekord.
Moss hat einen gebrochenen Knochen im rechten Fuß. Da kein Team die Möglichkeit hatte, die Verletzung zu untersuchen, fiel Moss so weit herunter. Eigentlich hätte er ein Draftpick sein müssen.

Die Saints gaben Ersatz- Quarterback Taysom Hill eine Vertragsverlängerung über zwei Jahre und $21 Millionen.
$16 Millionen davon sind garantiert.
Und das, obwohl sie kurz vorher Ex- Buccaneers Quarterback Jameis Winston einen Einjahresvertrag gegeben hatten.
Winston, der in Tampa Bay von einer lebenden Legende abgelöst wurde, spielt also jetzt Ersatzmann für eine weitere lebende Legende, Drew Brees.

Die Texans gaben Laremy Tunsil eine Vertragsverlängerung.
Der Offensive Tackle unterschrieb für weitere drei Jahre und $66 Millionen. Damit wurde er zum bestbezahlten Spieler aller Zeiten auf dieser Position.

Freitag, 24. April 2020

NFL Draft 2020
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Runde eins ist Geschichte und es gab keine Überraschung. Die Cincinnati Bengals nahmen an Nr. 1 LSU Quarterback Joe Burrow (Bild).
Damit landete der Heisman Trophäen Gewinner in einer Stadt, die nur zwei Autostunden von seiner Heimatstadt Athens entfernt liegt.
Man kann davon ausgehen, daß die Bengals ihn sofort starten lassen.
Was nun mit Andy Dalton wird, bleibt abzuwarten. Die Bengals wollten ihn ja zu einem anderen Team wegtauschen, aber es kamen keine guten Angebote.
Ob er jetzt von sich aus geht?

An zweiter Stelle verstärkten die Redskins ihre Defense mit Ohio State Defensive End Chase Young.

An fünfter Stelle bekamen die Dolphins Quarterback Tua Tagovailoa, und sie mußten dafür noch nicht mal die letzte Saison herschenken.

Die Chargers setzen dann wohl doch nicht bedingungslos auf Tyrod Taylor. Sie nahmen an sechster Stelle Oregon Quarterback Justin Herbert.

Mit sechs Wide Receivern, die in Runde eins ein Team fanden, war die Draft eine wahre Fundgrube auf dieser Position.
Und an 32. Stelle nahmen die Chiefs mit LSU Running Back Clyde Edwards-Helaire den ersten Running Back auf. Daß ein Running Back in Runde eins einberufen werden könnte, das hatte kaum einer auf dem Plan.

Die Patriots hätten an 23. Stelle einen Spieler einberufen dürfen, aber sie tauschten mit den Chargers. Die nahmen Oklahoma Linebacker Kenneth Murray auf.
Die Patriots hatten dadurch keinen Draftpick in Runde eins, bekamen aber die Plätze 37 und 71 von den Chargers.

Die Packers wissen, daß auch für Aaron Rodgers mal die Zeit abläuft. Deshalb tauschten sie sich nach oben. Sie bekamen Platz 26 von den Miami Dolphins, die diesen Platz von den Houston Texans bekommen hatten, und holten sich Utah Quarterback Jordan Love. Er wird noch einige Zeit hinter Rodgers die Nr. 2 bleiben und kann von einem der besten lernen.

Die virtuelle Draft scheint gut gelaufen zu sein. Es liegen keine Meldungen über Störungen oder Hackerangriffe vor.

Und für Las Vegas gab es noch eine gute Nachricht. Die Draft kommt doch noch in die Stadt der Sünde und wird 2022 dort abgehalten.

Alle Spieler, die in Runde eins einberufen wurden...

Kurzberichte
Wrong Turn... war ein derber Splatterfilm.
Gott sei Dank wurde es für Tom Brady nicht ganz so schlimm, nachdem er falsch abgebogen war.
Aus versehen betrat der Quarterback der Buccaneers das falsche Haus in Tampa Bay und beging damit praktisch Hausfriedensbruch.
Hausbesitzer David Kramer saß in seinem Sessel und sah erstaunt, wie dieser große Kerl da reinkam und seine Reisetasche auf den Boden fallen ließ.
Dann erst sah Brady Kramer und fragte: „Bin ich im falschen Haus?“
Beide mußten lachen, Brady entschuldigte sich und ging wieder. Später twitterte er: „Unerlaubtes Betreten eines Parks, Einbruch und Hausfriedensbruch... Ich mache mich gerade heimisch in Tompa Bay!“
Und ja, das o ist Absicht.

Jace Prescott, der ältere Bruder von Cowboys Quarterback Dak, starb im Alter von 31 Jahren.
Es wurde noch nicht bekanntgegeben, woran er verstarb.

Donnerstag, 23. April 2020

Kurzberichte
virtuelle-draftHeute geht es los. Um 23 Uhr beginnt die Vorberichterstattung zur virtuellen Draft 2020.
Ab zwei Uhr Freitagmorgen wird NFL Commissioner Roger Goodell aus seinem stillen Kämmerlein verkünden wen die Cincinnati Bengals als ersten Spieler einberufen haben.
Wird es wirklich LSU Quarterback Joe Burrow sein?
Ab 5:30 Uhr wird in der Sendung Total Access analysiert, wie gut oder schlecht die Teams sich entschieden haben, und ob die ganze virtuelle Einberufungsprozedur überhaupt fehlerfrei über die nicht vorhandene Bühne ging.
Zusätzlich werden die übriggebliebenen Anwärter bewertet und gemutmaßt, wer von ihnen zu welchem Team gehen könnte.

Ein weiterer Franchise Player hat seinen Vertrag unterschrieben.
Defensive Lineman Leonard Williams bleibt ein weiteres Jahr bei den Giants.

Die Colts gaben dem ehemaligen Bears Tight End Trey Burton einen Einjahresvertrag, der ihm $4 Millionen einbringt.
Head Coach Frank Reich und Burton kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei den Eagles. Mit ihnen gewannen sie den Super Bowl 2017.

Rob Gronkowski muß an Gewicht zulegen.
Der ehemalige Tight End der Patriots hat nach einem Jahr Pause bei den Buccaneers unterschrieben. Die machten den Gesundheitscheck, den er bestand, aber er wurde gewogen und zu leicht empfunden.
10 weitere Pfund muß der Gronk zulegen, um sich gegen die Defensive Backs durchsetzen zu können.
Jetzt muß er mehr Proteine und gute Fett zu sich nehmen.
Gronkowski sagte, daß er auch die schmutzige Arbeit verrichten will, die ein Tight End verrichten muß, also blocken.
Er sagte auch, daß sein Körper das Jahr Pause definitiv brauchte. Jetzt fühlt er sich wieder gut und brennt auf seinen Einsatz.

Noch ein ehemaliger NFL Spieler möchte ein Comeback wagen, Percy Harvin.
Der heute 32 Jahre alte Wide Receiver spielte zuletzt 2016 für die Bills. Doch viele Verletzungen und eine hartnäckige Migräne warfen ihn immer wieder zurück.
Doch jetzt würde es ihn wieder jucken, meinte Harvin. Das Timing würde passen, denn er würde sich sehr gut fühlen.
Ein 87 Yards Kickoff Return Touchdown in Super Bowl XLVIII von ihm half den Seahawks zum Sieg über die Broncos.

Mittwoch, 22. April 2020

Der Gronk ist zurück!
gronkowski-rob-6Rob Gronkowski (Bild) hat die Nase bereits voll vom Catchen und will wieder Football spielen. Genauer, er möchte wieder mit Tom Brady spielen.
Der Tight End hat sich bei seinem Rechteinhaber, den Patriots zurückgemeldet. Die nahmen ihn wieder auf und schickten ihn zu den Buccaneers, zusammen mit einem Draftpick in Runde sieben. Dafür bekamen sie deren Draftpick in Runde vier.
Wie Tight Ends sich in der NFL so machen, wenn sie ein Jahr nicht aktiv waren, hat man letzte Saison bei den Cowboys gesehen. Jason Witten kam nach einem Jahr in der Kommentatorenkabine der Monday Night Football Übertragungen zurück und hatte mit 529 Passyards die schlechteste Saison seiner Karriere, nach seiner Rookiesaison 2003.
Ob der Gronk mehr Einfluß auf die Offense der Buccaneers haben wird, werden wir erleben, sollte die Saison stattfinden.
Gronkowski hat fünf Pro Bowl Teilnahmen auf seinem Konto und gehörte, wenn er gesund war, immer zu den beliebtesten und sichersten Anspielstationen von Tom Brady. Leider war der Gronk oft verletzt.
Das scheint die Buccaneers nicht zu stören. Wie man hört, hat trotz Coronabeschränkungen ein Medizincheck stattgefunden, der positiv verlief.
Gronkowski bekam einen Einjahresvertrag über $10 Millionen. Das ist das, was ihm aus seinem Vertrag mit den Patriots zusteht.

Kurzberichte
Die Besitzer der Tampa Bay Buccaneers, Minnesota Vikings, Philadelphia Eagles und Cincinnati Bengals haben sich zusammengetan, um hohe Geldbeträge zu spenden, um Millionen Bedürftigen in den USA, die unter der Coronakrise leiden, zu helfen.
Die Glazer Familie, denen die Buccaneers gehört, wird fünf Millionen Mahlzeiten in der Region um Tampa Bay zur Verfügung stellen, auf mehrere Monate verteilt.
Ähnliches machen auch die anderen erwähnten Teambesitzer.

Im August kommt das neue Madden Videospiel raus.
Und Ravens Quarterback Lamar Jackson verkündete, daß er auf dem Cover sein wird.

Es gibt einen neuen Spitzenreiter bei den Trikotverkäufen.
Chiefs Quarterback Patrick Mahomes löste Buccaneers Quarterback Tom Brady ab.
Die Top 5 der Trikotverkäufe:
Patrick Mahomes, Chiefs
Tom Brady, (noch) Patriots
Lamar Jackson, Ravens
Ezekiel Elliott, Cowboys
Baker Mayfield, Browns

Die Gehälter der Spieler, die das Franchise Etikett angeheftet bekamen, werden nach einem speziellen Schlüssel ermittelt. Die Spieler bekommen das Durchschnittsgehalt der Top 5 Spieler auf ihrer Position.
Im Fall von Cowboys Quarterback Dak Prescott bedeutet das für 2020 $31,409 Millionen.

Gestern haben auch die Chargers neue Uniformen vorgestellt.
Größte Änderung sind die Nummern auf den Helmen.

Alles virtuell heute?
Die Colts zeigen auf ihrer Facebookseite @colts, wie das aussieht.
Besonders sehenswert ist ein 54 Sekunden langes Video, das das virtuelle Treffen von Head Coach Frank Reich mit seinen Spielern zeigt.

Lions General Manager Bob Quinn ist vorbereitet.
Wenn bei ihm die Technik streikt, dann kommt der IT Spezialist, der in Quinns Auffahrt auf den hoffentlich nicht eintretenden Fall, bereitsteht.
Für ihn hat der General Manager einen gemütlichen, kleinen Wohnwagen gemietet.
Ob der Spezialist auch etwas gegen Hacker unternehmen kann?
Die Gefahr, daß die Draft gehackt werden könnte, ist sehr groß.
Ravens Head Coach John Harbaugh hat ja schon vor Wochen seine Bedenken geäußert.
Auch bei ihm stehen IT Spezialisten bereit, um im Notfall einspringen zu können. Bedenklich ist, daß die Ravens zur internen Kommunikation auf die Software Zoom setzen, die sehr leicht gehackt werden kann.
Die Testdraft, die die Liga am Montag abhielt, verlief störungsfrei.

Dienstag, 21. April 2020

Kurzberichte
goodell2017Stellt euch vor, es ist der erste Drafttag und es sind keine Fans im Saal, die Commissioner Roger Goodell (Bild) ausbuhen können.
Ein komischer Gedanke.
Das dachte sich auch die Brauerei Anheuser-Busch, die die Plörre produziert, die die Amerikaner so selbstsicher als Bier bezeichnen.
Goodell wird die erste Runde der Draft aus seinem Haus in New York leiten. Die Fans werden die Spieler, die ihre Teams einberufen haben, nicht bejubeln können, und sie können den Commish nicht ausbuhen, wenn er auf die Bühne kommt.
Bud Light hat eine Möglichkeit gefunden, wie die Fans ihren Unmut trotzdem loswerden können. Sie sollen ihre Buhs aufnehmen und sie dann bei @budlight mit dem inkludierten Hashtag #BooTheCommish hochladen.
Für jedes #BooTheCommish wird die Brauerei einen Dollar an NFL Draft-a-Thon spenden, bis zur Gesamthöhe von $500.000.
Der NFL Draft-a-Thon unter #DraftAThon ist während der gesamten Dauer der Draft geschaltet und dort können Spenden abgegeben werden, die für die Menschen gedacht sind, die unter der Coronakrise besonders leiden.
@budlight twitterte dazu: „Die NFL Draft wird ohne eine wichtige Tradition abgehalten. Das können wir nicht ertragen. Nehmt eure Buhs auf und ladet sie bei uns hoch.“
Also, darauf bitte ein Bud... Aber ein echtes aus der Tschechoslowakei, nicht das, was die Amerikaner als Budweiser bezeichnen.

Die 49ers haben in der ersten Draftrunde zwei Wahlmöglichkeiten, auf Position 13 und 31.
Danach herrscht Flaute. Ihren nächste Draftpick haben sie erst wieder in Runde fünf auf Platz 156.
Deshalb will sich General Manager John Lynch Tauschangebote für eine der Möglichkeiten in Runde eins anhören. Wenn er dafür Draftpicks in den mittleren Runden bekommen könnte, wäre er nicht abgeneigt.
Als Schmankerl obendrauf könnte das am Handel beteiligte Team vielleicht noch Wide Receiver Marquise Goodwin bekommen. Die Vertragsverhandlungen mit ihm stocken, und die Zeichen stehen eher auf Trennung.

Die Broncos liegen an Position 15 in der Draft. Doch sie könnten bereit sein, sich nach oben zu tauschen, um an einen guten Wide Receiver zu kommen.
Die Top drei Receiver, die vom College abgegangen sind, könnten schon weg sein, wenn es heißt, daß Denver an der Reihe ist.
General Manager John Elway hat da Platz 10 im Auge, der von den Browns gehalten wird. Sie sollen ja offen für einen Tauschhandel sein.

12 Teams haben gestern ihr „Offseason“ Programm begonnen... virtuell natürlich.
Die Bills, Bears, Browns, Chargers, Chiefs, Colts, Cowboys, Falcons, Giants, Panthers, Patriots und Redskins gehören dazu.
Von diesen 12 Teams haben drei damit begonnen, ihre Spieler Konditionstraining abhalten zu lassen. Dabei werden die Spieler per Kamera überwacht und angewiesen. Die anderen neun Teams pauken nur Theorie.
Der Rest der 32 Teams darf dann nächste Woche mit den virtuellen Zusammenkünften beginnen.

Auch als schwerreicher Promi kann man sich eben nicht alles erlauben.
Tom Brady trainierte am Montag für sich in einem Park in Tampa, Florida. So weit, so gut, doch der Park war, wie viele andere öffentliche Örtlichkeiten in der Stadt, wegen des Coronavirus geschlossen.
Eine Parkaufseherin bat den zukünftigen Hall of Fame Quarterback, den Park zu verlassen. Sie war sehr überrascht, als sie erkannte, wer sich da verbotenerweise körperlich ertüchtigte.
Brady verließ den Park dann auch sofort.
Die Bürgermeisterin Tampas Jane Castor twitterte daraufhin: „Sorry Tom Brady! Unsere Parkmitarbeiter können es nicht erwarten dich und den Rest unserer Gemeinde wieder willkommen zu heißen – Bis dahin, bleib sicher und bleib Zuhause so lange du kannst und helf dabei, die Kurve abzuflachen.“

Defensive End Yannick Ngakoue will weg von den Jaguars. Die Jaguars wollen ihn behalten. Deshalb hefteten sie ihm das Franchise Etikett an. Ein anderes Team kann ihn aber verpflichten, wenn sie die Jaguars gut dafür entschädigen. Aber da tut sich nichts.
Jacksonville hat bisher noch keine Anfragen bezüglich Ngakoue erhalten.
Der Defensive End macht Druck. Er startete das Twitterkonto #FREEYANN. Darauf legte er sich direkt mit Co-Teambesitzer Tony Khan an. Ngakoue twitterte: „Tauscht mich einfach weg. Ich brauche kein Gelaber.“
Khan antwortete darauf mit: „Wir brauchen eine bessere Kompensation für dich. Darauf warten wir. Ich bin sicher, du treibst den Preis für dich gerade in die Höhe (das nur nebenbei).“
Sarkastisch gekontert.
Mal sehen, was da noch kommt.

Die Patriots haben neue Uniformen vorgestellt.
Die neue Ära ohne Tom Brady beginnt mit einem neuen Look, dem „Post Brady Look“.
Und die Oberen des Clubs haben auf ihre Fans gehört. Sie machten die Color Rush Uniform zu ihrer neuen primären Uniform.
Der Look aus dem kräftigen Blau kam bei den Fans hervorragend an und wurde mit rot-weiß-roten Streifen auf den Schultern aufgepeppt.
Ein paar Feinarbeiten hier und da, z.B. an den Nummern auf den Jerseys, runden das Ganze ab.

Linebacker Mike Curtis ist im Alter von 77 Jahren verstorben.
Mike „Mad Dog“ Curtis wurde 1965 von den Colts einberufen und wurde eine Macht in ihrer Defense.
Unter Head Coach Don Shula erreichte Curtis mit den Colts Super Bowl III. Sie beendeten die Saison mit 13-1 Siegen. Als hoher Favorit verloren sie den Super Bowl aber gegen die krassen Außenseiter New York Jets.
Den Super Bowl konnte Curtis aber noch gewinnen, nämlich Nummer V gegen die Cowboys.
Ein Fan erlebte am eigenen Leib, was für ein extremer Hitter Curtis war. Als besagter Fan bei einem Spiel gegen die Dolphins auf den Platz lief um den Ball zu stehlen, streckte Curtis ihn kurzerhand nieder.
Mad Dog wurde in vier Pro Bowls gewählt. 1976 wechselte er zu den neugegründeten Seattle Seahawks und verbrachte danach die letzten zwei Jahre seiner 14 Saisons dauernden Karriere bei den Redskins.

Montag, 20. April 2020

Kurzberichte
manning-tropy-sb50-3Peyton Manning (Bild) hält einen NFL Rekord, den er sich gerne von Joe Burrow abnehmen lassen würde.
Manning war die Nr. 1 in der Draft 1998. Burrow wird als Nr. 1 der kommenden Draft gehandelt. Und Burrow wandte sich an Manning, um ihm um Rat zu fragen, wie man es durch die Rookiesaison schaffen kann?
Und Manning warnte Burrow, daß seine Football Situation sich jetzt drastisch ändert. Manning: „Sieh mal Joe, du bist die Nr. 1 in der Draft und du gehst zu einem Team, das sich die Nr. 1 verdient hat, also zu einem wirklich schlechten Team. In diesem Team gilt es also, viele Löcher zu stopfen. Es gab einen Grund, warum die Colts damals Nr. 1 waren, und es gibt einen Grund, warum die Bengals jetzt die Nr. 1 sind.“
Cincinnati war 2019 2-14. Der letzte Playoffsieg kam 1990.
Burrow alleine wird die Bengals nicht zu neuen Höhenflügen bringen können. Es liegt eine Menge Lehrzeit vor ihm.
Und während er vielleicht sofort als Starter eingesetzt wird, hofft Peyton Manning darauf, daß er endlich den NFL Rookie Quarterback Rekord bei den Interceptions los wird. Manning, der demnächst sicher in die Hall of Fame aufgenommen werden wird, warf 1998 28 Interceptions und verlor mehr Spiele mit den Colts, als in seinen vier Jahren an der University of Tennessee zusammen.
In seiner zweiten Saison änderte sich das. Von 3-13 Siegen 1998 drehten er und die Colts die Bilanz auf 13-3 um.
„Und das habe ich Joe erzählt. Seine Rookiesaison in der NFL wird ganz anders verlaufen, als seine letzte Saison auf dem College. Die jungen Quarterbacks müssen lernen, wie schnell sich die Defensive Backs in der NFL bewegen, wie schnell man den Ball werfen muß. Daran gewöhnt man sich aber im zweiten Jahr, oder im dritten.“

Die Draft Ende der Woche wird virtuell erfolgen.
Die Bengals als Nr. 1 haben ihren „Hub“, ihren Netzknotenpunkt, in einem Vorbau von General Manager Duke Tobins Haus eingerichtet.
Da gibt es drei Monitore und einen Fernseher, der an der Wand hängt.
Vor dem General Manager sind eine Tastatur und eine Maus auf dem Schreibtisch, seiner Kommandozentrale.
Auf dem Monitoren ist Tobin mit der NFL Zentrale, seinem Head Coach und wichtigen Angestellten des Clubs verbunden.
Für diese Kommunikation nutzen die Bengals die anfällige, virenschleudernde Datenkrake Zoom, die ziemlich ins Gerede gekommen ist.
Zusätzlich nutzt der General Manager noch sein Smartphone, zur Kommunikation mit seinen Scouts und Beratern.
Auf einer Seite von Tobins Schreibtisch steht ein kleiner Scheinwerfer, auf der anderen eine Kamera auf einem Dreibein.
„Das ist so ein bißchen wie bei Big Brother,“ meinte Tobin dazu. „Vielleicht läuft die Kamera ständig und zeichnet alles auf, was ich hier mache?“
Wer weiß, wer weiß?
Am heutigen Montag soll eine Test Einberufungsrunde abgehalten werden, an der alle 32 Teams teilnehmen.
Dann bleibt noch etwas Zeit, um aufgetretene Stolpersteine bis zum Freitag aus dem Weg zu räumen.
Die Chancen sind gleich verteilt, denn kein Team hat Erfahrung mit dieser Art, die Collegeabgänger einzuberufen.

Sind die $16 Millionen, die Panthers Running Back Christian McCaffrey seit Neuestem jährlich verdient, der neue Standard für Running Backs?
Kaum!
Die Experten raten den Agenten der Collegeabgänger, es nicht zu übertreiben.
McCaffrey war mit über 2.500 Lauf- und über 2.500 Passyards in seinen ersten drei Saisons der erste Spieler in der Geschichte der NFL, dem das gelungen ist. Er war in dieser Zeit die Offense der Panthers. Ohne ihn wäre dort gar nichts gegangen.
Natürlich haben die Teams mittlerweile damit begonnen, ihre Running Backs wieder besser zu bezahlen, als die Kicker. Aber sie werden Größenteils immer noch unter Wert entlohnt.
Und unter den Anwärtern, die vom College kommen, sind dieses Jahr keine wirklich durchschlagende Running Backs. Unter den ersten 15 Spielern, die ein Team finden können, werden keine Running Backs erwartet. Der erste Running Back letztes Jahr ging an 24. Stelle zu den Raiders. Er war auf dem Weg, Rookie des Jahres zu werden, wurde aber von einer Verletzung ausgebremst.
Running Backs, die zweistellige Millionengehälter kassieren, sind noch selten.
Letztes Jahr boten die Chargers Melvin Gordon $10 Millionen. Die lehnte er ab, weil er $13 Millionen wollte. Die Chargers beendeten den Poker und Gordon spielt demnächst für $8 Millionen pro Saison für die Broncos.

Sonntag, 19. April 2020

Kurzberichte
patricia-matt
Als Cornerback Darius Slay von den Lions weg war, erzählte er herum, daß er furchtbar unzufrieden war mit Head Coach Matt Patricia (Bild). Und auch viele andere Spieler wären nicht gut auf Patricia zu sprechen. Der Head Coach würde zu hart trainieren lassen und er hätte keinen Respekt vor den Spielern, meinte Slay.
Alles Quatsch, sagte General Manager Bob Quinn. Die Spieler würden voll hinter dem Head Coach stehen.
„Ich würde sagen, es gibt kein Problem,“ sagte Quinn. „Ich habe jetzt nicht so wahnsinnig viel drüber geredet, aber sie können jeden in der Kabine fragen, was er von dem Head Coach hält. Und sie stehen 100% hinter ihm. Du kannst in diesem Geschäft nicht jeden glücklich machen. Aber ich kann sagen, daß von den Typen, die wir in der Free Agency Periode verpflichtet haben, alle hierher kommen wollten. Einige von den Free Agents haben sogar zuerst den Kontakt mit uns gesucht.“
Vielleicht werden die Spieler ja auch bald von Patricia befreit? Noch so eine miese Saison wie die 3-12-1 2019 und Patricia könnte bald seine Koffer packen.

In der letzten Saison hatte Matthew Stafford Rücken und Hüfte. Trotzdem lieferte er eine seiner besten Saisons ab, bis zu seiner Verletzung.
Aber die gesundheitlichen Probleme werfen natürlich Fragen auf. Fragen wie die, ob Lions General Manager Bob Quinn an dritter Stelle der Draft einen Quarterback einberufen wird?
„Nein,“ antwortete er auf die Frage. „Matthew geht es großartig. Er ruft mich jede Woche an, um mir mitzuteilen, wie es ihm geht. Ich weiß, daß er sich fit hält. Ich weiß, daß es ihm gutgeht. Wenn wir unser Trainingsprogramm nächste Woche beginnen könnten, dann könnte er ohne Einschränkung daran teilnehmen. Er hat die medizinische Freigabe dafür.“
Mit Stafford waren die Lions letztes Jahr 3-4-1, ohne ihn 0-8. In seinen acht Spielen kam Stafford auf 2.499 Yards und 19 Touchdowns bei nur 5 Interceptions. Seine Quarterbackwertung betrug 106,0 Punkte.
Da wird der General Manager wohl keinen Quarterback an dritter Stelle einberufen.

Quarterback Tom Brady spielte 20 Saisons für Head Coach Bill Belichick. Damit stellten die beiden einen Rekord auf. Kein Spieler/Trainer Duo in den großen Sportarten (NFL, MLB, NBA und NHL) war so lange zusammen.
Einmal gab es jeweils in der NBA und der MLB Trainer/Spieler Gespanne, die 19 Saisons zusammen waren. 20 Saisons sind einmalig.
Zweitlängster Patriot unter Belichick wird 2020 Special Teamer Matthew Slater mit 12 Saisons.

Colts General Manager Chris Ballard sagte, daß er nicht erzwingen würde, einen Quarterback einzuberufen. Für 2020 wäre ja mit Philip Rivers ein Quarterback im Kader.
Ballard kann sich also Zeit lassen. Vielleicht bleibt Rivers ja auch noch eine weitere Saison, wenn in Indianapolis alles im Fluß ist? In der heutigen Zeit der besonders geschützten Quarterbacks sind seine 38 Jahre ja noch kein Alter.
Rivers hat Appetit auf einen Super Bowl. Ob da die Colts das richtige Team sind, darf man bezweifeln.
Indianapolis hat 2020 keine Wahlmöglichkeit in Runde eins. Die haben sie an die 49ers abgetreten und bekamen im Tausch dafür Defensive Lineman DeForest Buckner. Die Colts wären an 13. Stelle dran gewesen. Da hätten sie vielleicht noch einen Quarterback für die Zukunft einberufen können. Jetzt sind sie erst an 34. Stelle dran. Das ist etwas spät für einen Quarterback.
Aber mit Rivers im Rücken, kann Ballard sich Zeit lassen.
Und vielleicht findet 2020 ja auch gar keine Saison statt?

Wie für viele von uns, für die zur Zeit jeden Tag Sonntag ist, hat auch Falcons Besitzer Arthur Blank manchmal Probleme damit, zu wissen was für ein Wochentag ist.
Doch wann die Saison beginnt... beginnen soll... das weiß Blank. Und er sagte: „Ich glaube, wir werden eine Saison haben. Das ist meine persönliche Meinung. Ich verfolge die ganze Sache sehr aufmerksam. Und ich glaube daß der Sport, jeder Sport, wichtig für die Menschen ist. Sport ist Unterhaltung und Ablenkung.
Ich glaube also, daß es Football im Herbst geben wird. Ob es dabei Zuschauer in den Stadien geben wird, da bin ich mir nicht sicher. Das würde die Liga natürlich bevorzugen. Doch an erster Stelle steht die Sicherheit.“
NFL Commissioner Roger Goodell läßt verlautbaren, daß er sich auf alle Szenarien vorbereitet. Aber auch er sagte, daß die Sicherheit an erster Stelle stünde.
Spiele in leeren Stadien sind für Goodell absolut vorstellbar. Das wäre eine schlimme Vorstellung, aber der NFL Chef hält das für besser, als überhaupt nicht zu spielen.
Dabei dürften natürlich auch wirtschaftliche Interessen im Spiel sein. Auf die TV Gelder einer ganzen Saison zu verzichten wäre ein immenser Schlag für die NFL.
Der nächste Einschaltquoten-Hit für die NFL steht ja nächste Woche an, wenn die virtuelle Draft abgehalten wird.
Nicht, daß das das letzte Großereignis der NFL im Jahr 2020 wird.

Samstag, 18. April 2020

Wie der Vater so der Sohn?
moss-randy1Immer wieder mal werden Söhne von guten ehemaligen Spielern in die NFL aufgenommen. Mal mit mehr, meist mit weniger Erfolg.
Doch dieses Jahr gibt es so viele Anwärter, wie selten zuvor.
Einige möchte ich hier vorstellen.
Fangen wir mit dem Sohn eines Ruhmeshallenmitglieds an, LSU Tight End Thaddeus Moss. Sein Vater ist Wide Receiver Randy Moss (Bild).
Das Pässefangen liegt also in der Familie.
Taddeus Moss spielte zusammen mit Quarterback Joe Burrow, der als Nr. 1 in der Draft gilt. Moss war eine beliebte Anspielstation für Burrow. In zwei College Playoffspielen fing er drei Touchdowns.

Weiter geht es mit Minnesota Safety Antoine Winfield Jr. Sein Vater ist Cornerback Antoine Winfield Sr. Der in seinen 14 Jahren in der Liga dreimal in den Pro Bowl gewählt wurde.
Der Junior spielte am örtlichen College und wurde einer der vielversprechendsten Defensive Backs seiner Klasse.

Vater Running Back, Sohn Wide Receiver heißt es bei USC Wide Receiver Michael Pittman Jr. Vater Running Back Michael Pittman Sr.
Der Senior Gewann mit den Buccaneers den Super Bowl. In seinen 11 Jahren in der Liga kam er auf 5.627 Laufyards.
Der Senior wurde in Runde vier einberufen, der Junior dürfte früher ein Team finden. In seiner letzten Collegesaison fing er 101 Pässe für 1.275 Yards und 11 Touchdowns.

- Michigan Offensive Lineman Jon Runyan Jr., Vater Offensive Lineman Jon Runyan Sr.
Der Vater war einer der dominantesten Linemen in den 2000ern.
Die Draftexperten erwarten nicht, daß der Junior früh einberufen wird, oder ob überhaupt.

- Florida Wide Receiver Van Jefferson, Vater Wide Receiver Shawn Jefferson.
Beide heißen mit vollen Namen Vanchi LaShawn Jefferson. Doch sie verzichten auf das Jr. Sr. Gedöns und leisten sich eigene Namen. Vater Shawn spielte 13 Jahre in der NFL und ist zur Zeit Wide Receiver Coach bei den Jets. Er wurde in der neunten Runde einberufen.
Van Jefferson dürfte früher einberufen werden, schon alleine, weil es heute nur noch sieben Runden gibt.

- Texas Wide Receiver Collin Johnson, Vater Defensive Back Johnnie Johnson
Der Vater wurde 1980 an 17. Stelle einberufen und ist in der College Football Hall of Fame.
In der NFL spielte er für die Rams und Seahawks.
Collin Johnson wurde in seiner letzten Collegesaison von einer Oberschenkelverletzung behindert, war aber in den drei Saisons vorher bei den Longhorns ein wichtiger Spieler.

- Georgia Defensive Back J.R. Reed, Vater Wide Receiver Jake Reed.
Jake Reed spielte 12 Jahre in der Liga und erzielte 36 Touchdowns.
J.R. Reed dürfte in einer frühen Runde einberufen werden.

- TCU Wide Receiver Jalen Reagor, Vater Defensive Lineman Montae Reagor
Der Vater gewann mit den Indianapolis Colts  einen Super Bowl.
Der Sohn gehört zu den besten Wide Receivern, die in der Draft auf ein NFL Team warten.

Freitag, 17. April 2020

Kurzberichte
murray-kyler-nr1Die Cardinals glauben, daß sie mit Wide Receiver DeAndre Hopkins auf einen höheren Level steigen können.
Sie glauben, daß sie mit ihm den Spieler bekommen haben, der Quarterback Kyler Murray (Bild) noch gefehlt hat. Obwohl die Cardinals den gewohnten letzten Platz in der NFC West eingenommen hatten, wurde Murray zum Rookie des Jahres gewählt. Und dabei landete die Pass-Offense Arizonas nur auf Platz 24 der Liga.
Mit Hopkins soll das anders werden... Besser!
Und in Houston steht General Manager/ Head Coach Bill O`Brien weiter in der Kritik, weil er den Receiver an die Cardinals abgegeben hat.
Er meinte dazu: „Lassen wir doch die Zeit entscheiden, was dieser Handel gebracht hat. Wir haben Running Back David Johnson bekommen und Platz 40 in der kommenden Draft. Wir glauben, daß wir einen guten Gegenwert bekommen haben.
Natürlich müssen sie von den Medien nachhaken. Und die Fans sehen ja auch nicht, was hinter den Kulissen passiert.
Deshalb, lassen wir die Zeit entscheiden, wie dieser Tausch sich entwickelt.“

Von Millers Agent sagte, daß der Star-Verteidiger der Broncos an Corona erkrankt ist.
Miller möchte sich dazu am heutigen Freitag persönlich an die Öffentlichkeit wenden.
Miller geht es gut, und er bleibt in selbstgewählter Isolation Zuhause, wie ein Sprecher der Broncos bekanntgab.

Schon zum Anfang der Saison 2019 hieß es, daß die Dolphins in Runde eins der kommenden Draft auf jeden Fall einen Quarterback einberufen werden.
Es hieß sogar, daß sie die Saison absichtlich herschenken, um an Tua Tagovailoa zu kommen (Tanking for Tua). Doch die Dolphins sagten, daß das Quatsch wäre, und im Verlauf der Saison zeigten sie dann doch einige Spiele, die an NFL Football erinnerten und gewannen fünf Partien. Dadurch rutschten sie auf Platz fünf in der Draftreihenfolge ab. Doch einen Quarterback wollen sie weiterhin als ersten Spieler einberufen. Alabamas Tagovailoa wird es nach seiner Hüft-OP vielleicht nicht mehr sein, und Joe Burrow dürfte nicht mehr zu haben sein.
Doch General Manager Chris Grier hält auch Oregons Justin Herbert für sehr talentiert. „Tagovailoa und Herbert sind beide interessante Kids,“ sagte Grier.
Natürlich ist es ein Dilemma, daß Grier beide Anwärter nicht persönlich treffen kann, und die Teamärzte Tagovailoa nicht untersuchen können.
Ein Dilemma, das alle General Manager haben, und das diese Draft zu einer Art Wundertüte macht.
Man darf gespannt sein, für wen die Dolphins sich entscheiden.

Es gibt immer wieder Gerüchte. Viele lasse ich unter den Tisch fallen, doch manchmal muß ich sie verbreiten.
So hört man aus Cleveland, daß die Browns Wide Receiver Odell Beckham jr. wieder loswerden wollen. Man hätte schon mit den Minnesota Vikings verhandelt und einen Tausch arrangiert, Beckham nach Minnesota, und dafür 2021 Draftpicks in Runde zwei und fünf im Tausch.
Browns Chief Strategy Officer Paul DePodesta frustriert dieses Gerücht. Es wäre doch klar, daß man versuchen wolle, ein Team zusammenzustellen, daß auch mal wieder konstant oben mitspielen kann. Und dazu brauche man doch gerade einen so guten Spieler wie OBJ.
Wirklich?
Beckham war 2019 ein Schatten seiner selbst und dazu auch noch oft verletzt.
Auch in New York spielte Beckham schon länger nicht mehr konstant auf hohem Level.
Ist er noch der Superstar, der er mal war?

Donnerstag, 16. April 2020

Kurzberichte
goff-jared12„Ich bin voll dabei, wenn die Rams meinen Vertrag restrukturieren wollen,“ sagte Quarterback Jared Goff (Bild).
Goff unterschrieb letztes Jahr einen sehr gut dotierten Vertrag über garantierte $110 Millionen für vier Jahre, so viel wie noch nie ein Spieler vor ihm, und lieferte nur eine durchwachsene Saison ab.
Der Club mußte einige Leistungsträger ziehen lassen, weil ihre Gehälter nicht mehr unter die Gehaltsobergrenze paßten. Und das alles nur, um einen Quarterback bezahlen zu können.
Deshalb traten die Vereinsvertreter an Goff heran, mit der Bitte, seinen Kontrakt zu modifizieren. Und Goff zeigte sich nicht abgeneigt. Er instruierte seinen Agenten Kevin Demoff, in diesem Sinne mit den Rams zu verhandeln. Er selber würde nicht so sehr viel von Vertragsverhandlungen verstehen. „Ich möchte dem Team helfen, wenn ich kann,“ sagte Goff dazu.
An ein reduziertes Gehalt denkt der Quarterback dabei nicht. Er hätte aber nichts dagegen, wenn die Zahlungen über einen längeren Zeitraum gestreckt würden.
Erst durch die Entlassung von Running Back Todd Gurley rutschten die Rams wieder ein Stück unter die Gehaltsobergrenze. Viel Geld für brauchbare Spieler steht dem Club nicht zur Verfügung.

Die Browns haben ihre neuen Uniformen vorgestellt.
Viel anders ist da nicht zu erkennen. Der Schriftzug „Cleveland“ auf der Brust wurde gestrichen. Das wurde als zu Collegemäßig kritisiert.

Rams Center Brian Allen wurde positiv auf COVID-19 getestet.
Das war bereits vor drei Wochen, wie die Rams am Mittwoch erst bekanntgaben.
Mittlerweile ist Allen auf dem Weg der Besserung.

Drei Mitglieder der Chargers zeigen Symptome des Virus. Um wen es sich handelt, wurde nicht bekanntgegeben.
Alle drei Betroffene haben sich in selbstauferlegte Quarantäne begeben.

NFLPA Chef DeMaurice Smith sagte, daß es nicht sicher wäre, daß die Trainingslager im Sommer pünktlich beginnen könnten.
Die Spielergewerkschaft hat sich einen eigenen Expertenstab zugelegt, um sich in Sachen Corona beraten zu lassen. Und laut dieser Experten ist es völlig ungewiß, wann die NFL in einen halbwegs normalen Modus umschalten kann.
Aus der Ligazentrale hört man, daß man am Saisonstart im September festhält und eine volle 16 Spiele umfassende Saison spielen will.
Die Spielergewerkschaft wird Spieler, die Bedenken haben und sich bei den Spielen keinem Gesundheitsrisiko aussetzen wollen, vertreten.

Letztes Jahr waren 500.000 Fans in Nashville, Tennessee, um live bei der Draft dabei zu sein.
Vergangenheit!
Am Wochenende ist Test-Draft. Dann können die Beteiligten die virtuelle Einberufung ausprobieren.
Und Raiders General Manager Mike Mayock ist vorbereitet. Er hat sich in seinem Haus eine Einsatzzentrale eingerichtet und übt schon fleißig.
Eigentlich wäre es ja eine „Heim-Draft“ geworden, sollte der ganze Rummel doch in Las Vegas stattfinden, der neuen Heimat der Raiders.
Doch erstens kam es anders...
Eine 7-9 Saison mit dem Einhundertmillionendollar Head Coach Jon Gruden war nicht das, was man sich als Abschied aus Oakland vorgestellt hatte.
Mit einer negativen S/N Bilanz hat man es auch nicht leicht, sich eine neue Fanbasis in einer neuen Stadt zuzulegen.
Da muß Mayock seinen Job gut machen und echte Talente einberufen, die Publikum anlocken.
Einen Superstar haben die Raiders vorzuweisen, aber ob der in Las Vegas Zuschauer zieht? In Dallas war Tight End Jason Witten ein Publikumsliebling, bei den Raiders ist er mit 37 Jahren ein alternder Spieler, der bereits seine aktive Zeit beendet hatte und bei Monday Night Football arbeitete, bevor er wieder zurückkam. Genau so übrigens, wie sein Head Coach Gruden. Haargenau so!
In den letzten 20 Jahren waren die Raiders mehr Kanonenfutter, als ernstzunehmender Gegner.
Mayock muß das ändern. Und das aus seinem Heimstudio heraus ohne engen Kontakt mit seinen Mitstreitern.

Hall of Fame Defensive End Willie Davis ist im Alter von 85 Jahren verstorben.
Einberufen wurde er 1958 von den Browns in der 15 Runde der Draft. Doch nachdem er 1960 zu den Packers wechselte, wurde er eine Legende.
Er wurde in fünf Pro Bowls gewählt und gewann die ersten zwei Super Bowls mit Green Bay, als der Super Bowl noch nicht Super Bowl hieß. Vorher gewann Davis mit den Packers bereits fünf NFL Meisterschaften.
1981 wurde er in die Hall of Fame aufgenommen.

 

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