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was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

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Mittwoch, 12. Dezember 2018

Kurzberichte
roethlisb9Es stehen wichtige Spiele an.
Die Steelers hoffen, daß sie gegen die Patriots mit Quarterback Ben Roethlisberger (Rippen) und Running Back James Conner (Knöchel) rechnen können.
Pittsburgh steht kurz davor die Playoffteilnahme komplett zu vergeigen.
Head Coach Mike Tomlin ist nicht in der Lage, den guten Kader dessen Fähigkeiten entsprechend einzusetzen.
Big Ben selber hält seine Rippenprellung nicht für so schlimm, daß sie ihn am Einsatz hindern könnte.
Sollte Conner nicht spielen können, sieht es um das Laufspiel düster aus. Jaylen Samuels als bester Läufer gegen Oakland erzielte in 11 Versuchen hoffnungslos magere 28 Yards. Das hat gegen die 2-10 Raiders nicht gereicht und wird gegen die 9-4 Patriots auch nicht reichen.
New England will kein Wild Card Spiel bestreiten müssen. Sie werden sich also voll einsetzen, um dieses Ziel zu erreichen.

 

Vor zwei Jahren schien Derek Newtons Karriere beendet. Der Offensive Tackle hatte sich im Spiel seiner Texans gegen die Broncos im Oktober 2016 mehrere schwere Knieverletzungen in einem Spielzug zugezogen.
Vor acht Monaten feuerten die Texans ihn, nachdem er 2017 auf der PUP Liste stand der „körperlich nicht in der Lage zu spielen“ Liste.
Am Dienstag unterschrieb Newton bei den Saints. Da weiß man, daß er vielleicht nicht wieder zum Starter werden kann, aber seine Führungsrolle in der Umkleide will man nutzen.

$191,1 Millionen, das ist die Summe, auf die die Gehaltsobergrenze nächstes Jahr klettern könnte.
Die Prognosen lauten von $187 Millionen bis eben $191,1 Millionen.
In den letzten Jahren kletterte die Grenze immer bis zur höchsten prognostizierten Summe. Bis jetzt können die Teams $177,2 Millionen pro Saison für ihre Spielergehälter ausgeben. 2014 betrug die Summe noch $133 Millionen.
Voraussichtlich werden die 32 Clubs 2019 inklusive Sonderzahlungen etwa $7,3 Milliarden an ihre Spieler auszahlen.

Wenn man das hilflose Gegurke der Vikings Offense im letzten Monday Night Football Spiel gesehen hat, und ich hoffe, daß das nicht viele waren, dann kann einen diese Meldung nicht überraschen: Die Vikings feuerten Offensive Coordinator John DeFilippo.
Quarterback Coach Kevin Stefanski wurde zum Interims Offensive Coordinator befördert. Er wird auch die offensiven Spielzüge ansagen.
DeFilippo galt letztes Jahr um diese Zeit noch als heißer Kandidat für einen Head Coach Posten, nachdem er als Quarterback Coach der Eagles wahre Wunderdinge vollbracht hatte. Doch wie man heute weiß, und am Niedergang der Eagles Offense und dem Aufstieg der Colts Offense erkennt, war es Frank Reich, der der Mastermind hinter dem Erfolg der Eagles war.
DeFilippo war es definitiv nicht, wie man gesehen hat.
Die Vikings stehen kurz davor, sämtliche Hoffnungen auf einen Wild Card Platz zu verspielen.

Oakland hält nichts davon, daß die Raiders nach Las Vegas umziehen werden.
Die Stadt verklagt das Team und die anderen 31 Clubs, wegen der zu erwartenden finanziellen Einbußen, die durch den Weggang entstehen werden.
Man wolle die maximal mögliche Kompensation erkämpfen, hieß es aus dem Rathaus.
2020 wird das neue Stadion in Las Vegas fertig. Der Mietvertrag für das Oakland-Alameda County Coliseum endet nach der laufenden Saison. Bisher haben die Raiders noch nicht bekanntgegeben, wo sie 2019 spielen werden.

Der Lazarettreport
Chargers: die Running Backs Melvin Gordon (Knie) und Austin Ekeler (Nacken, Gehirnerschütterung), werden am Donnerstag sehr wahrscheinlich nicht gegen die Chiefs spielen können.

Chiefs: Running Back Spencer Ware (Schulter), Receiver Sammy Watkins (Fuß) und Guard Cam Erving (Knie) könnten das Spiel gegen die Chargers verpassen.

Eagles: Running Back Corey Clement (Knie) wurde auf die Verletztenliste gesetzt.

Bears: Cornerback Bryce Callahan, gebrochener Fuß, er wird einige Zeit ausfallen

Titans: offensive Tackle Jack Conklin (Knie) und Tight end Jonnu Smith (Knie) wurden auf die Verletztenliste gesetzt.

Lions: defensive end Ezekiel Ansah (Schulter) und Tight end Michael Roberts (Schulter) wurden auf die Verletztenliste gesetzt.

Buccaneers: Linebacker Kevin Minter (Wade) wurde auf die Verletztenliste gesetzt

Cardinals: defensive Tackle Robert Nkemdiche wurde auf die Verletztenliste gesetzt.

Dienstag, 11. Dezember 2018

Kurzberichte
cooper-amari-cowboys„Weihnachten kam für mich dieses Jahr früher,“ ist Dak Prescott überzeugt. Der Quarterback der Cowboys ist dankbar für das Geschenk, das seine Bosse ihm mit Wide Receiver Amari Cooper (Bild) gemacht haben.
Cooper gibt dem strauchelnden Quarterback den nötigen Halt. Er fängt fast alles, was Prescott irgendwie in seine Richtung wirft.
„Er ist ein unglaublicher Spieler,“ lobt Prescott den neuen Publikumsliebling. „Ich wußte, daß er gut war. Ich wußte, daß er sich freilaufen und die großartigen Catches machen kann. Und wenn man dann noch sieht, wie er läuft, nachdem er die Pässe gefangen hat und Tackles bricht, dann sieht man, daß das ein guter Handel war.“
Und genauso ist es.
Nachdem die Defense auf Playoff-Niveau spielt, kann die Offense jetzt trotz eines eher nur mittelmäßigen Quarterbacks mithalten.
Dak Prescott und die Dallas Cowboys ohne Amari Cooper:
3-4 Siege, 62,1% vollständige Pässe, 202,4 Passyards/Spiel, 8 Touchdowns, 4 Interceptions, 87,4 Punkte Passerwertung
Dak Prescott und die Dallas Cowboys mit Amari Cooper:
5-1 Siege, 74,1% vollständige Pässe, 285,7 Passyards/Spiel, 9 Touchdowns, 3 Interceptions, 105,7 Punkte Passerwertung
Und dann noch Running Back Ezekiel Elliott dazu, und am Horizont sieht man den zarten Lichtschein eines eventuellen Sieges in einem Playoffspiel aufziehen.
Das wäre nach heutigem Stand ein Wild Card Spiel in Dallas gegen Seattle. Und nachdem, was die gerupften Suppenhühner in der letzten Nacht gezeigt haben, ja, da wäre so ein Sieg absolut nicht unmöglich.

Die Broncos haben einen neuen Teamrekordhalter.
Rookie Pass Rusher Bradley Chubb hat in seiner ersten Saison in der NFL mehr Sacks erzielt, als Superstar Von Miller.
Chubbs zwei Sacks gegen die 49ers schraubten seine Bilanz auf 12.
Von Miller (2011) und Rulon Jones (1980) teilten sich bisher den Spitzenplatz mit 11,5 Sacks.
Und die Saison ist ja noch nicht Zuende.

Das war mal wieder ein dieser Überraschungen. Bei den Raiders stand es fest, daß General Manager Reggie McKenzie nach der Saison seinen Posten aufgibt.
Doch am gestrigen Montag wurde McKenzie kurz vor Saisonende gefeuert.
McKenzie hatte es nie geschafft, eine gute Mannschaft zusammenzustellen. Einzig einige Perlen konnte er an Land ziehen, darunter Linebacker Khalil Mack und Wide Receiver Amari Cooper.
Mack ist zur Zeit mit den Bears auf klarem Playoffkurs und Cooper hilft den Cowboys im Playoffrennen zu bleiben.
Beide Spieler wurden vom neuen (alten) Head Coach Jon Gruden weggetauscht.
Gruden hofft, mit den Wahlmöglichkeiten in der Draft, die er für sie bekommen hat, gute Frischlinge rekrutieren zu können. Das wird Gruden dann selber machen. Ihm ist es zwar egal, wer unter ihm General Manager ist, aber ein paar mindere Arbeiten kann er dann doch an einen solchen delegieren.
McKenzie konnte in seinen sieben erfolglosen Jahren in Oakland nur ein Playoffteam zusammenstellen. In seiner Amtszeit holten die Raiders 39-70 Siege, darunter eine 0-1 Bilanz in den Playoffs. Ein Verlust ist er also beileibe nicht.
Jetzt liegt es an dem Einhundertmillionendollarheadcoach ein schlagkräftiges Team zu basteln. Ein General Manager an seiner Seite hat dabei nur Hilfestellung zu leisten, zu sagen hat er nichts.

Die NFL 2018 - Woche 14 - Der Montag des Grauens
Die USA today titelte heute „Seattle Seahawks dismiss listless Minnesota Vikings in ugly Monday night matchup“ (Seattle Seahawks weisen die lustlosen Minnesota Vikings in einem abstoßenden Monday Night Spiel ab)
Und dabei belasse ich es, denn sonst schreibe ich mich wieder in Rage.
Es ekelt mich schon an, nur das Ergebnis mitteilen zu müssen. Seattle gewann 21:7.
Erschreckend, daß diese zwei Teams zur Zeit die Wild Card Teams der NFC sind.

Das Playoffrennen
sieht diese Woche so aus:
AFC
x — 1. Kansas City Chiefs (11-2): AFC West Führer
2. New England Patriots (9-4): AFC East Führer
3. Houston Texans (9-4): AFC South Führer
4. Pittsburgh Steelers (7-5-1): AFC North Führer
5. Los Angeles Chargers (10-3): Wild Card Nr. 1.
6. Baltimore Ravens (7-6): Wild Card Nr. 2.
Auf der Lauer: Indianapolis Colts (7-6), Miami Dolphins (7-6), Tennessee Titans (7-6), Denver Broncos (6-7), Cleveland Browns (5-7-1)

NFC
y — 1. New Orleans Saints (11-2): NFC South Champions
y — 2. Los Angeles Rams (11-2): NFC West Champions
3. Chicago Bears (9-4): NFC North Führer
4. Dallas Cowboys (8-5): NFC East Führer
5. Seattle Seahawks (8-5): Wild Card Nr. 1.
6. Minnesota Vikings (6-6-1): Wild Card Nr. 2.
Auf der Lauer: Carolina Panthers (6-7), Philadelphia Eagles (6-7), Washington Redskins (6-7), Green Bay Packers (5-7-1)
x — Playoff gesichert
y — Division gewonnen

Der Lazarettreport
Bills: RB LeSean McCoy (Oberschenkel)
Placekicker Stephen Hauschka, Hüfte
Beide sind als „von Tag zu Tag“ gelistet

Eagles: Running Back Corey Clement, Knie
Guard Isaac Seumalo (Brust)
defensive End Josh Sweat, Knöchel
Cornerback Sidney Jones (Oberschenkel)

Dolphins: Quarterback Ryan Tannehill (Knöchel)

Browns: Cornerback Denzel Ward (Gehirnerschütterung)

Jets: Running Back Isaiah Crowell (Fuß)

Redskins: Tight End Jordan Reed, verstauchter Fuß

Cardinals: defensive Tackle Robert Nkemdiche, Knie, er muß operiert werden

Cowboys: offensive Guard Zack Martin, Knieprellung

49ers: Wideout Pierre Garcon, Knie, er wurde auf die Verletztenliste gesetzt

Rams: Running Back Malcolm Brown (Schulter), wird sehr wahrscheinlich auf die Verletztenliste gesetzt

Texans: Wide Receiver DeAndre Carter , Gehirnerschütterung

Chiefs: offensive Guard Cameron Erving, Knie

Lions: defensive End Ezekiel Ansah, Schulter
Defensive Lineman Da'Shawn Hand, Knie
Offensive Tackle Rick Wagner, Gehirnerschütterung
Fullback Nick Bellore, Knöchel
Wide Receiver Bruce Ellington und Safety Charles Washington, beide haben Oberschenkel

Broncos: Wide Receiver Courtland Sutton, Oberschenkel

Montag, 10. Dezember 2018

mahomes-patrick2Die NFL 2018 - Woche 14 - Der Sonntag
Wau, was für ein Spieltag!
Womit soll man da anfangen?
Kracher wohin man sieht. So viele Spiele, die einem klarmachten, warum man doch Footballfan ist.
Fangen wir mit den Teams an, die einen Playoffplatz oder sogar ihre Division hätten gewinnen können.
Dazu gehörten die Chiefs. Ein Sieg konnte ihnen noch nicht die Divisionskrone aufsetzen, aber eine Playoffteilnahme sichern. Dazu mußten sie aber zunächst die knüppelharte Defense der Ravens überwinden. Die wollten unbedingt gewinnen, um mit ihren 7-5 Siegen an den 7-4-1 Steelers dranzubleiben.
Es entwickelte sich ein echtes, ehrliches Footballspiel mit vielen Highlights.
Zur Halbzeit führten die Chiefs mit 17:10. Im dritten Viertel ließen die Ravens Quarterback Patrick Mahomes (Bild) überhaupt nicht zur Entfaltung kommen.
Überhaupt waren beide Verteidigungen in Playoff-Form.
Doch Mahomes kann man nicht ewig im Zaum halten.
Bei einem vierten und neun im letzten Viertel lagen die Chiefs noch 1:29 Minuten vor Spielende mit sieben Punkten zurück.
Mahomes feuerte einen gefährlichen Pass quer über den Platz, den Wide Receiver Tyreek Hill fing, und erst 48 Yards später gestoppt wurde.
Damit nicht genug. Es kam zu einem vierten und drei an Baltimores fünf. Mahomes traf Damien Williams und der Extrapunkt schickte das Spiel mit 24:24 in die Verlängerung.
Hier reichte ein Field Goal den Chiefs zum Sieg, denn sie stoppten die Ravens bei deren anschließendem Ballbesitz bei einem vierten und 22. Zwar hatte Quarterback Robert Griffin III den Ball genau an die First Down Markierung geworfen, wo Willie Sneed ihn erwartete, doch er konnte ihn nicht fangen.
Griffin III kam erst kurz vor Spielende für den verletzten Lamar Jackson ins Spiel. Deshalb hier dessen Bilanz: 13 von 24 für 147 Yards, 2 Touchdowns.
Patrick Mahomes: 35 von 53 für 377 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
Durch den 27:24 Sieg zogen die Chiefs sicher in die Playoffs ein. Die Ravens fielen auf 7-6 zurück und mußten hoffen, daß die Raiders die Steelers im späteren Spiel stoppen.

Um den Gewinn der NFC South ging es für die Saints in Tampa Bay. Das merkte man den Saints allerdings zunächst nicht an.
Zur Halbzeit führte Tampa Bay verdient mit 14:3.
In der Pause schien Saints Head Coach Payton seinen Leuten klargemacht zu haben, um was es ging, und daß man es so nicht erreichen konnte.
New Orleans drehte auf und ging als 28:14 Sieger vom Platz.
Damit konnten die Saints zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte zweimal in Folge ihre Division gewinnen.

Zweimal in Folge haben auch die Patriots die AFC East gewonnen. Das machen sie allerdings wieder und wieder. In Miami wollten sie ihre Division zum 10. Mal in Folge gewinnen.
Doch der „Fisch“ macht es New England Zuhause nie leicht. In den letzten fünf Spielen dort verloren die Patriots viermal.
Und im wildesten Spiel des Sonntags behielten die Dolphins erneut die Oberhand.
Was im letzten Spielzug der Partie geschah, kann man kaum in Worte fassen.
SIEBEN Sekunden waren nur noch zu spielen und Miami stand an der eigenen 31. Die Patriots führten 33:28. 10. Divisionstitel gesichert... oder?
Nicht so schnell.
Die Patriots schickten Tight End Rob Gronkowski als Safety auf den Platz, um den sicher kommenden Hail Mary Pass abzufangen.
Doch Dolphins Quarterback Ryan Tannehill warf nur einen Pass über 14 Yards zu Kenny Stills.
Game Over?
Nein!
Stills warf einen Parallelpass zu Parker, der einen Rückpass zu Kenyan Drake warf.
Normalerweise geht so ein hin und her Gewerfe nicht gut. So suchte denn auch Drake einen Mitspieler, zu dem er den Ball werfen konnte. Er fand keinen. Da lief er selber los und raste an einem stolpernden Gronk vorbei in die Patriots Endzone.
Was dann an Jubelszenen zu sehen waren, war unbeschreiblich.
Die Dolphins bleiben mit diesem 34:33 Sieg mit 7-6 Siegen im dichtgedrängten Rennen um einen Wild Card Platz.
Die Patriots müssen nächste Woche die Steelers schlagen, um vorzeitig die Division zu gewinnen.
Pats. Quarterback Tom Brady brach mal wieder einen Rekord. Reguläre Saison und Playoffs zusammengenommen hat er jetzt 580 Touchdownpässe geworfen und zog an Peyton Manning vorbei.
Seine Stats gestern: 27 von 43 für 358 Yards, 3 Touchdowns
Ryan Tannehill: 14 von 19 für 265 Yards, 3 Touchdowns.

Die Steelers konnten sich mit einem Sieg über die Raiders in der AFC North etwas von den Ravens absetzen. Nun ja hätten sie gekonnt, wenn sie gewonnen hätten.
Also Steelers, jetzt schreibt ihr 1000x „Wenn ich in die Playoffs will, darf ich nicht gegen ein 2-10 Team verlieren, auch dann nicht, wenn mein Quarterback in der zweiten Halbzeit verletzt kurzzeitig fehlt.“
Im dritten Spiel in Folge gegen ein AFC West Team, gab es die dritte Niederlage in Folge.
Es war ein munterer Schlagabtausch, der sehenswerte Szenen hatte.
Kurz vor der Halbzeit verletzte sich Steelers Quarterback Ben Roethlisberger an den Rippen und blieb im zweiten Durchgang zunächst draußen.
Da führte Pittsburgh noch 14:10 und dachte wohl, daß der Sieg irgendwie sicher schien. Joshua Dobbs kam für Big Ben auf den Platz.
Als aber Oakland im letzten Viertel 17:14 in Führung ging, kam Roethlisberger zurück.
Er führte sein Team zur 21:17 Führung.
Knapp drei Minuten blieben den Raiders noch. Sie starteten an der eigenen 25 und kamen 21 Sekunden vor Schluß zum 24:21.
Doch das war es immer noch nicht. Steelers Kicker Chris Boswell hatte noch mal die Chance, aus nur 40 Yards den Ausgleich zu erzielen. Doch Boswell hat in dieser Saison Probleme, ein Scheunentor aus fünf Metern zu treffen. Er verschoß auch seinen zweiten Field Goal Versuch in diesem Spiel und die Raiders feierten ihren Sieg, als hätten sie gerade die AFC West gewonnen.
Pittsburgh fiel auf 7-5-1 zurück und konnte von der Niederlage Baltimores nicht profitieren.

Die Bengals verloren knapp mit 21:26 gegen die Chargers und fielen auf 5-8 zurück, statt sich an die beiden anderen heranzupirschen.

Also haben alle AFC North Teams gestern verloren.
Alle?
Nein, die Browns konnten gewinnen, und das nicht gegen irgendwen, sondern gegen die als Playoffkandidaten gehandelten Panthers.
Mit einem wahrlich verdienten 26:20 kletterte Cleveland auf 5-7-1. Die Panthers fielen auf 6-7.
Was hätten die Browns erreichen können, wenn sie Head Coach Hue Jackson früher gefeuert hätten?

Also Broncos, aufgepaßt. Ihr schreibt jetzt 1000x „Wenn ich in die Playoffs will, darf ich nicht gegen ein 2-10 Team verlieren, auch dann nicht, wenn deren Tight End dabei ist einen neuen Rekord aufzustellen.“
49ers Tight End George Kittle fing in der ersten Halbzeit sieben Pässe für 210 Yards und 1 Touchdown.
Noch fünf Yards im zweiten Durchgang, und der alte Rekord von Shannon Sharpe wäre geknackt worden. Den stellte der Tight End 2002 auf, für die Broncos spielend.
Doch Kittle fing nicht einen einzigen Pass mehr!
Die Bilanz seines Quarterbacks Nick Mullens: 20 von 33 für 332 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
Broncos Case Keenum: 24 von 42 für 186 Yards, 1 Touchdown.
San Francisco gewann 20:14.
Denver fiel auf 6-7 zurück, bleibt aber im Wild Card Rennen.

Die Redskins sind nach zwei gebrochenen Beinen bei zwei Quarterbacks wohl aus dem Playoffrennen.
Mark Sanchez, der vor zwei Wochen zu den Redskins kam, kam auf 6 von 14 für 38 Yards und 2 Interceptions.
Er wurde auf die Bank gesetzt und der vor zwei Tagen verpflichtete Josh Johnson kam rein. Seine Stats: 11 von 16 für 195 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Er soll auch nächste Woche starten.
Die Giants verließen sich auf das Laufspiel von Rookie Running Back Saquon Barkley und fuhren gut damit. Er kam auf 14 Läufe für 170 Yards und 1 Touchdown.
New York gewann 40:16 und steht jetzt bei 5-8. Die Redskins, die mit den Eagles und Cowboys hätten gleichziehen können, wenn Philadelphia das spätere Spiel gewonnen hätte, fielen auf 6-7.

In Arlington, Texas ging es um nicht anderes, als die Führung in der NFC East.
Das merkte man dem Langeweiler in der ersten Halbzeit nicht an. Zwei Nietenteams versuchten etwas weniger schlecht zu sein, als der Gegner.
So ging es mit einem 6:0 für Dallas aus zwei Field Goals in die Halbzeit.
Streichen wir Durchgang eins, dann kann man auch bei diesem Spiel von einem Kracher sprechen.
In der zweiten Halbzeit wurde Football gespielt.
„Cooooooop“ ist der neue Ruf der Cowboysfans, wenn der neue Publikumsliebling Wide Receiver Amari Cooper seine Pässe fängt.
Man kann sagen, daß Dallas jetzt trotz Quarterback Dak Prescott in der Lage ist, mit der Offense nach vorne zu marschieren.
Oh, Prescott war sichtlich bemüht, leistete sich aber zwei Interceptions und einen Fumble.
Er kam auf 42 von 54 für 455 Yards, 3 Touchdowns, 2 Interceptions.
Davon fing Cooper 10 Pässe für 217 Yards und 3 Touchdowns.
Running Back Ezekiel Elliott steuerte 28 Läufe für 113 Yards und 12 gefangene Pässe für 79 Yards bei, und das war zuviel für die verletzungsbedingt sehr ausgedünnte Defense der Eagles.
Quarterback Carson Wentz kam auf 22 von 32 für 228 Yards und 3 Touchdowns. Doch ihm fehlte die Unterstützung durch das Laufspiel. Josh Adams kam gegen die wirklich starke Defense der Cowboys nur auf 36 Yards aus sieben Läufen.
Am Ende stand nach einer wilden zweiten Halbzeit ein sicherlich glücklicher 29:23 Sieg der Cowboys. Die sind jetzt mit 8-5 Siegen ein Stück weit von den 6-7 Eagles entfernt.

Die Bears gewannen eine Defenseschlacht gegen die Kälteallergiker aus Los Angeles mit 15:6.
Mit 9-4 Siegen führen sie die NFC North vor den 6-5-1 Vikings an. Die spielen in dieser Nacht in Seattle.

Fazit: mit den Saints und den Rams stehen zwei Divisionssieger fest.
Die Chiefs sind sicher in den Playoffs.

Kurzberichte
Redskins Quarterback Alex Smith steht vor dem Ende seiner Karriere.
Nachdem sein gebrochenes Bein mit Schrauben und Platten stabilisiert wurde, entzündete sich die Wunde.
Smith mußte erneut operiert werden, und die Infektion bekämpfen.
Das wird dauern. Wenn er noch nicht seine Karriere beenden muß, so ist aber doch fraglich, ob er zum Saisonstart 2019 einsatzbereit sein könnte?
Seinem Gehaltskonto würde ein frühes Karriereende nicht schaden. Die Redskins müssen ihm 2019 garantierte $15 Millionen zahlen und 2020 $16 Millionen.

So, genug geschrieben. Der Lazarettreport folgt morgen.

Sonntag, 9. Dezember 2018

Kurzberichte
mack-khalil-bearsSind die Bears schon so weit, in der Etage der großen Teams mitzuspielen?
Das wird sich heute Nacht zeigen.
Für die in diesem Jahr ungewohnt schwache NFC North wird es reichen. Deshalb sehen sie mit 8-4 Siegen auf die 6-5-1 Minnesota Vikings als nächste Verfolger herab.
Von den 4-7-1 Packers droht keine Gefahr mehr, und von den Lions droht eh nie Gefahr.
Die Defense der Bears steht an dritter Stelle der Statistik, nicht zuletzt dank Khalil Mack (Bild).
Nervös machen sollte die Fans aber die Tatsache, daß sie letzte Woche gegen die winzigen Giants 27:30 nach Verlängerung verloren haben. Die New Yorker sind nun wirklich kein Team, gegen das man als Playoffkandidat verlieren sollte.
Und gegen ein Team, das in der Statistik der besten Offenses unter den Top 15 rangiert, haben sie seit Woche 7 nicht mehr gespielt. Vorher waren sie 1-2 gegen diese Teams.
Mit den Rams kommt nun eine absolute Top Offense nach Chicago. Den Bears wird es zugute kommen, daß das Spiel bei Temperaturen um den Gefrierpunkt stattfindet. Nicht, daß die sonnenverwöhnten Kalifornier damit nicht umgehen könnten, aber ein kleiner Vorteil liegt hier beim Heimteam.
Zudem wird Quarterback Mitchell Trubisky nach einer Schulterverletzung wieder starten können. Allerdings sieht er sich Defensive End Aaron Donald gegenüber, der mit 16,5 Sacks ganz alleine an der Spitze dieser Statistik steht. Und Trubisky wurde in seinen bisherigen Spielen 19 mal gesackt.
Nicht besser geht es da Rams Quarterback Jared Goff. Er wurde sogar 26 mal gesackt, hat aber auch die volle Anzahl von 12 Spielen absolviert.
Ob Running Back Todd Gurley wieder ganz fit ist um Goff zu entlasten?
Das wird der Spielverlauf zeigen. Die Bears wissen, daß der Top Running Back angeschlagen ist, und werden deshalb den Quarterback mehr ins Visier nehmen.
Vielleicht wird es eine Defenseschlacht?
Dann aber hoffentlich eine spannende mit knappem Ausgang.

Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. möchte ja, daß sein abgeschlagenes Team den noch kommenden Gegnern die mögliche Playoffteilnahme verhagelt.
Doch er selber wird zumindest gegen die Redskins nicht dabeisein können.
Wegen einer Quadrizepsverletzung fällt der Junior heute aus.
Die Giants können höchstens acht Spiele in dieser Saison gewinnen, wenn sie jetzt keines mehr verlieren. Die Redskins stehen bei 6-6 und haben noch eine kleine Chance auf die Endrunde.

Zur Kasse bitte...
hieß es nicht nur für für Cowboys Linebacker Jaylon Smith. Auch andere müssen Strafen zahlen.
49Ers: Head Coach Kyle Shanahan, Auseinandersetzung mit einem Schiedsrichter, $25.000.

Bills: DE Jerry Hughes, Auseinandersetzung mit einem Schiedsrichter, $53.482

Bengals: Linebacker Vontaze Burfict, unnötige Härte, $53.482

Rams: Defensive Tackle Ndamukong Suh, Horse Collar Griff, 20.054.

Falcons: Linebacker Vic Beasley, verbotene Feier nach einem Touchdown, 13.369.

Lions: Defensive End Ziggy Ansah, Angriff auf das Knie von Quarterback Jared Goff, $20.054.

Panthers: Safety Eric Reid, verbotener Angriff auf einen schutzlosen Gegner, $26.739.

Samstag, 8. Dezember 2018

Kurzberichte
marrone-doug3
„Ich bin zutiefst enttäuscht nach diesem Thursday Night Spiel,“ sagte Jaguars Head Coach Doug Marrone (Bild).
Da, Mr. Marone, können Millionen Footballfans, die sich das Spiel angetan haben, ihnen ganz klar beipflichten.
Fünf Tage, nachdem sie die Colts ohne Punkte halten und ihre sieben Spiele dauernde Niederlagenserie beenden konnten, durchlebten die Jags den Tiefpunkt der laufenden Saison. Was sie zeigten hatte nichts mit NFL Football zu tun.
„Zutiefst enttäuscht,“ ja, das trifft es.
Die Defense, letztes Jahr die beste der Liga, war ein Lachschlager. Die Offense war, wie man die Offense der Jaguars kennt. Auch mit Cody Kessler anstelle von Blake Bortles spielten sie „wie eine Flasche leer“.
Es wird immer rätselhafter, wie diese Stümper letztes Jahr in das AFC Championship Spiel haben kommen können.
Und es ist rätselhaft, wie die Verantwortlichen der NFL ein Spiel zweier AFC South Teams zu einem landesweiten Primetime Spiel machen konnten?
Die Jaguars sind nach ihrem unerwarteten Höhenflug 2017 wieder auf ihrem normalen Weg angekommen. Sie haben jetzt 4-9 Siege und werden ihre neunte negative Saison in 11 Jahren abliefern.

Jets Linebacker Darron Lee wurde für vier Spiele suspendiert.
Er hat die falschen Mittel eingeworfen und sich dabei erwischen lassen.
Nach dem letzten Saisonspiel gegen die Patriots am 30. Dezember darf er wieder mit dem Team trainieren. Also pünktlich zum Beginn der Playoffs.
Nicht, daß die Jets Chancen hätten, die Endrunde zu erreichen.

Wide Receiver Josh Gordon scheint seine mittlerweile dritte oder gar vierte Chance zu nutzen.
Er kam als Supertalent in die Liga und hatte eine phänomenale erste Saison bei den Browns.
Dann versank er im Alkohol und Drogensumpf.
Die Browns gaben ihn nie auf und setzten ihn letzes Jahr sogar mal wieder ein, nachdem Gordon eine jahrelange Suspendierung abgesessen hatte.
Doch in Cleveland war niemand, der sein Talent wieder wecken konnte. Der unfähige Head Coach Hue Jackson schon gar nicht.
Anders sieht es in Gordons neuem Team aus, den Patriots.
Bei Head Coach Bill Belichick ist klar, daß Gordon entweder sauber bleibt und Leistung bringt, oder er ganz schnell wieder weg vom Fenster ist. Belichick hat keine Probleme damit, Spieler kurzfristig zu feuern, wenn sie nicht funktionieren.
Doch Gordon funktioniert. Und der Wide Receiver schreibt das dem Umgang der Spieler untereinander in der Kabine zu und ganz speziell Quarterback Tom Brady.
„Es ist gut, von ihm lernen zu könne,“ sagte Gordon. „Ich sehe zu diesem Typen auf. Er hat alles richtig gemacht, also genieße ich die Zeit, die ich mit ihm zusammen bin.“
Seit er am 17. September zu den Patriots kam, hatte er neun Starts und fing 34 Pässe für 605 Yards und drei Touchdowns.
Da die Patriots den Browns nur ihre Wahlmöglichkeit in der fünften Runde der nächsten Draft überlassen mußten, kann man die Sache als Diebstahl bezeichnen.
Und Gordon hat es bisher geschafft, keine negativen Schlagzeilen mehr zu produzieren. Das verdankt er dem Umgang der Patriots Spieler untereinander.

Der ehemalige Pro Bowl Linebacker der Rams, Isiah Robertson, wurde bei einem Autounfall getötet.
Er wurde 69 Jahre alt.
Von 1971 bis 78 spielte er 111 mal für die Rams, bevor er seine Karriere in Buffalo beendete.
Laut Polizeibericht war Robertson mit seinem Wagen im Regen zu schnell unterwegs. In einer Kurve stellte das Auto sich quer und wurde von einem Truck erfaßt. Zusammen rutschten die beiden Fahrzeuge in den Gegenverkehr, wo Robertsons Limousine von einem weiteren Truck erwischt wurde.
Die Polizei gab nicht bekannt, ob es noch weitere Verletzte bei dem Unfall gab.

Zur Kasse bitte...
hieß es für Cowboys Linebacker Jaylon Smith.
Jeder im Stadion und vor dem Fernseher hatte gesehen, daß er Saints Running Back Alvin Kamara absichtlich mit dem Helm voran angegriffen hatte. Jeder, außer den vielen Schiedsrichtern, die so ein Spiel verpfeifen. Auf dem Platz wurde er deshalb auch deswegen nicht bestraft. Doch die Liga schickte ihm jetzt eine Zahlungsaufforderung über $26.739.

Der Lazarettreport
Chiefs: Wide Receiver Sammy Watkins ist mit einer Fußverletzung für den Rest der regulären Saison außer Gefecht.
Da ist es ja von Vorteil, daß Kelvin Benjamin gerade verpflichtet wurde.

Wer ist denn am Wochenende definitiv nicht einsatzbereit?
Panthers: kicker Graham Gano (linkes Knie). Als Ersatz für ihn wurde Chandler Catanzaro verpflichtet

Colts: Center Ryan Kelly (Knie) is out.

Browns: Cornerback Denzel Ward (Gehirnerschütterung)

Titans: offensive Tackle Jack Conklin hat sich gegen die Jaguars am Knie verletzt. Er fällt einige Wochen aus.

Redskins: Linebacker Ryan Anderson (Oberschenkel) und offensive Lineman Tony Bergstrom (Knie/Knöchel)

Cardinals: Linebacker Deone Bucannon (Brust)

Chargers: Running Back Melvin Gordon (Knie) und Cornerback Trevor Williams (Knie)

Eagles: Linebacker Jordan Hicks (Wade), Cornerback Jalen Mills (Fuß)

Saints: linkes Tackle Terron Armstead (Brust)

Bengals: Linebacker Vontaze Burfict (Gehirnerschütterung), offensive Tackle Cordy Glenn (Rücken), Cornerback Dre Kirkpatrick (Knöchel) und Cornerback Tony McRae (Gehirnerschütterung)

Buccaneers: Wide Receiver DeSean Jackson (Daumen)
Safety Justin Evans (Zeh)

49ers: Running Back Matt Breida (Knöchel), Wide Receiver Pierre Garcon (Knie) und Safety Jaquiski Tartt (Schulter)

Dolphins: Cornerback Xavien Howard (Knie)

Cowboys: Wide Receiver Tavon Austin (Leiste), defensive End David Irving (Knöchel), Linebacker Sean Lee (Oberschenkel) und Tight End Geoff Swaim (Handgelenk)

Freitag, 7. Dezember 2018

Die NFL 2018 - Woche 14 - Der triste Donnerstag
dorsett-tony2
Manchmal, wenn zwei Müllteams aufeinandertreffen, kommt ja ein halbwegs nettes Spielchen dabei heraus, aber in dieser Nacht gab es nur ein Müllspiel.
Dennoch gibt es wieder etwas berichtenswertes. Tony Dorsett (Bild) ist nicht mehr der einzige Spieler der NFL, der einen Touchdownlauf über 99 Yards hingelegt hat.
Seit gestern gibt es zwei Running Backs, die das erreicht haben. Derrick Henry von den Titans nahm den Ball, schüttelte drei Verteidiger ab, die ihn angriffen, als wären sie Musterschülerinnen eines Mädchenpensionats, und stürmte in die Endzone der Titans.
Ein 99 Yards Touchdownlauf kann ja nicht übertroffen werden, sondern er kann nur eingestellt werden, da der Ball immer wenigstens an die Eins gelegt wird, wenn die Offense anfängt.
Es gibt jetzt also zwei Rekordhalter.
Hall of Fame Mitglied Tony Dorsett gehörte dieser Rekord seit dem letzten Spieltag der Saison 1982 (am 3. Januar 1983), als er gegen Minnesota über 99 Yards zum Touchdown lief. Allerdings könnte man sagen, daß Dorsetts Rekord doch einzigartig bleibt. Fullback Ron Springs hatte ein Signal falsch verstanden und lief vom Feld. Dorsett erzielte seine 99 Yards also mit nur 10 Cowboys Angreifern auf dem Platz.
Derrick Henry war letzte Nacht zu viel für die Jaguars Defense. Er kam auf 238 Yards und vier Touchdowns aus 17 Läufen.
Doch nicht nur, daß er Dorsetts Rekord (sozusagen) einstellte, er stellte auch einen eigenen auf. Er ist der ersten Spieler in der Super Bowl Ära, der mehr als 200 Yards und vier Touchdowns in weniger als 20 Läufen erzielte.
Durch ihren 30:9 Sieg kletterten die Titans auf 7-6 Siege. Dadurch können die 9-3 Texans am Sonntag nicht vorzeitig die AFC South gewinnen.

Kurzberichte
Nach seiner Operation am gebrochenen Bein hat Redskins Quarterback Alex Smith sich eine Infektion eingefangen.
Smith ist nicht der erste NFL Spieler, dem das nach einer Operation passiert ist.
Die Ärzte gaben an, daß sie die Infektion in den Griff bekommen haben. Details wollten sie aber nicht bekanntgeben.
Welchen Einfluß die OP und die Infektion auf die weitere Karriere des mittlerweile 34 Jahre alten Quarterbacks haben werden, muß man abwarten.

Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. möchte zumindest noch den Störenfried spielen.
Selber haben die Giants kaum noch eine Chance auf die Playoffs, aber den kommenden Gegnern möchte Beckham die Suppe versalzen. Und in dieser Woche soll das Versalzen gegen die Redskins losgehen.
Das dürfte nicht schwer werden, gegen ein Team, das eine durch Verletzungspech ausgedünnte O-Line hat, hinter der Mark Sanchez als Quarterback Darsteller antritt.

Kelvin Benjamin war nicht lange ohne Job.
Der frisch von den Bills gefeuerte Wide Receiver hat bei den Chiefs unterschrieben.
Da hat er einen phantastischen Quarterback, von dem er immer schon geträumt hat.
Mal sehen, was das wird.

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Kurzberichte
mahomes-patrick2Das Ende ist nah. Welche Teams haben an diesem Spieltag die Chance, die Playoffs zu sichern?
Die einzigen Teams, die auch rein rechnerisch keine Chance mehr auf die Endrunde haben, sind die Raiders und die 49ers. Natürlich gibt es viele andere Teams, die zwar theoretische Chancen haben, aber keine realistischen.
Die Rams haben ja schon die NFC West gewonnen. Mit einem Sieg gegen Chicago haben sie auch Spielfrei in der ersten Playoffrunde.
Auch die Saints haben ihr Schicksal in der eigenen Hand. Mit einem Sieg in Tampa haben sie die NFC South gewonnen.
Noch nicht um den Gewinn der AFC West geht es für die Chiefs (im Bild QB Mahomes). Doch mit einem Sieg gegen die Ravens können sie die Playoffteilnahme sichern.
Ein Sieg der Patriots gegen die Dolphins läßt sie mal wieder die AFC East gewinnen.
Die AFC gehört den Texans wenn sie gegen die Colts gewinnen und die Titans gegen die Jaguars verlieren. Dieses Spiel der Ödnis lauert als heutiges Thursday Night Football Spiel auf uns.
Schauder!

Die Redskins verpflichteten Josh Johnson als Ersatz Quarterback für ihren startenden Ersatz Quarterback Mark Sanchez.
Johnson ist noch länger aus dem Geschäft, als es Sanchez war. Johnson warf seinen letzten Pass in einem Spiel mit Bedeutung 2011 für die Buccaneers.
Die Redskins sind Johnsons 12. Team.

Bears Quarterback Mitch Trubisky ist sicher, daß seine Schulter wieder voll einsatzbereit ist. Er will gegen die Rams starten.
Rams at Bears... Sunday Night Football... die bestbezahlten Verteidiger der Liga Khalil Mack (Bears) und Aaron Donald (Rams) gegeneinander.
Das wird ein hartes Spiel für beide Angriffsreihen.
Und ein Härtetest für Trubiskys Schulter.

Der Lazarettreport
Da haben die Broncos im Endspurt der Saison noch den Lauf auf eine Wild Card Teilnahme gestartet, da erwischt sie das Verletzungspech.
Wide Receiver Emmanuel Sanders hat sich im Training die Achillessehne am linken Bein gerissen. Für ihn ist die Saison damit beendet.
In den letzten 31 Tagen verloren die Broncos Center Matt Paradis (gebrochenes Schienbein), Left Guard Max Garcia (Kreuzbandriss ), Tight End Jeff Heuerman (gebrochene Rippen und gequetschte Lunge)

Bei den Saints konnte Wide Receiver Michael Thomas wegen einer Knöchelverletzung nicht trainieren. Ob er spielen kann steht noch nicht fest.

Bei den Panthers hat Quarterback Cam Newton Schmerzen in der Schulter des Wurfarms. Er nimmt nur eingeschränkt am Training teil.

Giants: Safety Landon Collins, Schulter. Er muß sehr wahrscheinlich operiert werden.

Ravens: Quarterback Joe Flacco soll nach seiner Hüftverletzung wieder trainieren. Ein Einsatz gegen die Chiefs ist aber eher unwahrscheinlich.

Bills: Cornerback Taron Johnson wurde an einer Schulter operiert, Saison beendet.

Redskins: Cornerback Quinton Dunbar (Bein), Wide Receiver Trey Quinn (Knöchel) und Guard Jonathan Cooper (Bizeps) wurden alle auf die Verletztenliste gesetzt.

Raiders: Wide Receiver Martavis Bryant (Knie), Safety Reggie Nelson (Schulter) und defensive End Shilique Calhoun wurden auf die Verletztenliste gesetzt.

Jaguars: Wide Receiver DJ Chark Jr. (Quad) und defensive Tackle Abry Jones können heute nicht gegen die Titans spielen.

Packers: Cornerback Kevin King (Oberschenkel) wurde auf die Verletztenliste gesetzt.

Die besten Spieler der Woche - 13
AFC
OFFENSE: RB PHILLIP LINDSAY, DENVER BRONCOS
20 Ballberührungen, 159 Gesamtyards, 2 Touchdowns

DEFENSE: CB XAVIEN HOWARD, MIAMI DOLPHINS
4 Tackles, 2 Interceptions, 2 abgewehrte Pässe

SPECIAL TEAMS: CB-PR DESMOND KING, LOS ANGELES CHARGERS
73 Yards Puntreturntouchdown, 10 Tackles.

NFC
OFFENSE: RB TODD GURLEY, LOS ANGELES RAMS
26 Ballberührungen, 165 Gesamtyards, 2 Touchdowns

DEFENSE: LB BOBBY WAGNER, SEATTLE SEAHAWKS
12 Tackles, 1 Sack, 1 Interception- Touchdown, 1 erzwungener und eroberter Fumble

SPECIAL TEAMS: K ALDRICK ROSAS, NEW YORK GIANTS
3 von 3 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkte

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Kurzberichte
mcvayIm Power Ranking hat sich wieder etwas getan.
Die unvorhersehbare Niederlage gegen die Cowboys ließ die Saints wieder hinter die Rams zurückfallen. Die Rams mit Head Coach McVay (Bild) sind also wieder auf Platz eins.
Die Patriots stiegen von der vier auf die drei und die Chiefs fielen von der drei auf die vier.
Der unvorhersehbare Sieg gegen die Saints katapultierte die Cowboys von der 14 auf die sieben.
Auch unten gab es einige Wechsel.
Der unvorhersehbare Sieg über die Packers ließ die Cardinals vom letzten Platz auf die 31 steigen.
Neue rote Laterne sind nun die San Francisco 49ers.

„Jeder hat Null Toleranz für häusliche Gewalt,“ sagte wer?
Jerry Jones, Besitzer der Dallas Cowboys.
Der Jerry Jones, der damals Defensive End Greg Hardy verpflichtete, der seine Freundin beinahe zu Tode geprügelt hatte.
Der Jerry Jones, der gegen die Liga klagen wollte, weil sie den unter Verdacht stehenden Cowboys Running Back Ezekiel Elliott für sechs Spiele suspendierte. Jones nannte das „eine Überreaktion“. Wobei, in diesem Fall gab es so viele Ungereimtheiten, daß es zu keiner Anklage kam. Insofern könnte man Jones da Recht geben.
Die Frage zur häuslichen Gewalt wurde Jerry Jones bei einem Radiointerview gestellt. Es ging dabei konkret um die Redskins, die Reuben Foster verpflichteten, und Kareem Hunt, der von den Chiefs gefeuert wurde.
Keiner der beiden Spieler dürfe je wieder in der NFL spielen, meinte Jones. Und auf keinen Fall würde man einen von ihnen verpflichten. Das läge nicht nur daran, daß man auf den Positionen dieser beiden Spieler gut aufgestellt wäre.
Und wo Jones schon mal dabei war über Positionen zu reden, kam er auch auf Sean Lee zu sprechen. Der Linebacker würde sofort wieder seinen Starterjob bekommen, sobald er auskuriert wäre.
Diese Entscheidung ist eine Überraschung. Und ob sie mit den Trainern abgesprochen ist, ist nicht klar.
Rookie Leighton Vander Esch hat Lee nicht nur ersetzt, er spielt auch besser als Lee, der immerhin zu den besten Spielern überhaupt auf der Position gehört... wenn er denn mal spielt. Das macht er allerdings verletzungsbedingt nicht allzu oft.
Leider!
Momentan kuriert Lee eine Oberschenkelverletzung aus, wie schon so oft in seiner Karriere.

Die Packers haben einen Langzeitplan. Der neue Head Coach, wer auch immer das wird, soll Zeit bis 2020 haben, ein wettbewerbsfähiges Team zu bilden. Er muß es nicht unbedingt schon 2019 schaffen.
Geschäftsführer Mark Murphy wies darauf hin, daß Quarterback Aaron Rodgers nicht in die Suche nach einem neuen Head Coach eingebunden wird.
Nachdem, wie Rodgers sich in letzter Zeit über den Ex- Head Coach Mike McCarthy beschwert hat, meinte Murphy wohl klarstellen zu müssen, wer das Sagen hat, der Geschäftsführer Murphy und General Manager Brian Gutekunst nämlich und nicht der Spieler.
Rodgers ist der teuerste Spieler, den es jemals in der NFL gab, aber er ist eben nur ein Spieler.
Wo wir gerade bei den Packers sind, und bei Trainerwechseln, gestern wurde auch noch Assistent Head Coach/ Linebacker Coach Winston Moss gefeuert. Auch er war 13 Saisons in Green Bay, wie McCarthy.
Winston hatte am Dienstag per Twitter kritisiert, daß McCarthy gefeuert wurde. Viel eher hätte man die schlechten Leistungen von Quarterback Rodgers verantwortlich machen sollen.

Ein ehemaliger NFL Spieler und zweifacher Super Bowl Sieger wurde am Dienstag zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.
Cornerback Brandon Browner hat versucht, seine Ex-Freunden zu ermorden, nachdem er in ihr Haus in Southern California eingebrochen war.
Nach seiner Haftentlassung muß Browner sich 10 Jahre von der Frau und ihren zwei Kindern fernhalten.
Der Cornerback, der Super Bowls mit den Seahawks und den Patriots gewann, wurde im Juli verhaftet.

Bei einem Unfall mit Fahrerflucht wurde der Bruder von Eagles Defensive End Derek Barnett, David, getötet.
Der Unfallfahrer, Felipe Castelblanco, wurde ermittelt und verhaftet. Er war stark alkoholisiert.

Die Raiders verpflichteten vor dem Spiel gegen die Steelers CJ Anderson.
Der Running Back spielte bereits für Oaklands Divisionsrivalen Denver und danach für die Panthers. Die entließen ihn im November nachdem er den Ball in neun Spielen nur 24 mal trug für 104 Yards.

Die Steelers brauchen einen Running Back. James Conner zog sich gegen die Chargers eine Knöchelverletzung zu und kann gegen die Raiders nicht spielen.
Ob Pittsburgh noch einen Ersatzmann verpflichtet, oder auf das eigene Personal setzt, steht noch nicht fest.
Rookie Jaylen Samuels soll an erster Stelle der Linie stehen, vor Stevan Ridley und Trey Edmunds.

90 Yards mit einem einzigen Touchdownlauf im Spiel, und dann nicht auf 100 Laufyards insgesamt gekommen?
Gibt`s nicht?
Gibt`s doch!
Redskins Running Back Adrian Peterson ist das am Montag gegen die Eagles passiert.
Und er war nicht der erste, der nach einem Touchdown über 90 Yards nicht über die 100 Marke kam.
Und auch damals waren die Eagles daran beteiligt. Herschel Walker kam 1994 nach einem 91 Yards Touchdownlauf für Philadelphia gegen die Falcons nicht über 100 Yards.
Zwei Running Backs, die ein Statistik teilen, die ihnen nicht gefallen wird.

Redskins Head Coach Jay Gruden betonte, daß man nicht Colin Kaepernick verpflichten wird.
Immer wenn irgendwo ein Quarterback Posten frei wird, wird der Name Kaepernick in die Runde geworfen.
Doch Gruden meinte, daß der ehemalige Quarterback der 49ers nicht in das Spielsystem des Teams passen würde.
Man hätte zwar über seine Verpflichtung nachgedacht, aber man wäre zu einem negativen Ergebnis gekommen.
Die Zeit drängt.
Nachdem Alex Smith und Colt McCoy beide mit gebrochenen Beinen ausgefallen sind, ist nur noch Mark Sanchez im aktiven Kader.
Bevor die Redskins Sanchez vor zwei Wochen verpflichteten, nachdem Smith ausgefallen war, hatten sie auch EJ Manuel, Kellen Clemens, T.J. Yates und Josh Johnson zum Probetraining eingeladen. Einer von ihnen könnte jetzt der Ersatzmann des Ersatzmannes vom Ersatzmann werden... oder so.

Wide Receiver Kelvin Benjamin war froh, von den Panthers weggehandelt worden zu sein. Er war nicht von der Qualität seines damaligen Quarterbacks Cam Newton überzeugt. Benjamin glaubte, daß er viel mehr Pässe hätte fangen können, wenn Newton ein besserer Passer gewesen wäre.
Benjamin sagte, daß er froh wäre, für die Bills spielen zu dürfen, Hauptsache weg von den Panthers.
Schon damals klang diese Aussage, angesichts der „Qualität“ der Bills Quarterbacks, wie das Pfeifen im Walde.
Die Begriffe Bills und Quarterback haben eigentlich nichts zusammen in einem Satz zu suchen.
Und Benjamin war nicht der dominante Receiver, den die Bills sich erhofft hatten. 2017 fing er nur 16 Pässe für 217 Yards, und keinen mehr, denn am Dienstag wurde er gefeuert.
Mit ihm mußte auch Wide Receiver Andre Holmes gehen.

Bills Defensive End Jerry Hughes und Umpire Roy Ellison hatten sich am Sonntag nicht lieb.
Die beiden tauschten Worte aus, und einer von ihnen wurde für die herabwürdigende Art seiner Worte suspendiert.
Und nein, es war nicht der Spieler, sondern der Schiedsrichter, der für ein Spiel ohne Bezahlung gesperrt wurde.
Bereits 2013 beleidigte Ellison Redskins Offensive Lineman Trent Williams, er war also ein Wiederholungstäter.
Und Ellison ist bereits der zweite Schiedsrichter, der in der laufenden Saison bestraft wurde. Im Oktober wurde Hugo Cruz wegen anhaltend schlechter Leistungen gleich ganz gefeuert.

Dienstag, 4. Dezember 2018

Die NFL 2018 - Woche 13 - Der Montag
sanchez-mark-redskinsDas ist mit dem kleinen Wörtchen Pech nicht mehr zu beschreiben. Zuerst verloren die Redskins Quarterback Alex Smith für den Rest der Saison mit einem gebrochenen Bein, und gestern erwischte es seinen Ersatzmann Colt McCoy. Er brach sich das rechte Bein und der erst vor zwei Wochen verpflichtete Mark Sanchez (Bild) mußte für ihn rein.
In dem Moment war klar, daß das Spiel für die Redskins gelaufen war, und daß die Saison für sie gelaufen sein dürfte.
Sanchez hatte seinen letzten Pass in einem NFL Spiel auch in Philadelphia, im Januar 2017 für die Cowboys.
Sein erster Spielzug war aber kein Pass, sonder Head Coach Jay Gruden hatte einen Laufspielzug angesagt. Die Redskins standen an der eigenen 10 und Adrian Peterson bekam den Ball. Und nach all den langen Jahren, die der 33-jährige mittlerweile in der NFL spielt, kam er gestern zu seinem längsten Touchdownlauf. Peterson nahm den Ball und lief unberührt von Eagles Verteidigern über 90 Yards in die Endzone.
Das war der einzige Höhepunkt für die Redskins in einem Tiefpunkt der Saison. Sie müssen jetzt noch einen Ersatzmann für Sanchez suchen. Sanchez war der letzte Quarterback im aktiven Kader.
Die Eagles gewannen 28:13 und sind mit 6-6 Siegen Punktgleich mit den Redskins, ein Spiel hinter den 7-5 Cowboys.
Durch den Sieg wirbelte Philadelphia die Wild Card Plätze etwas durcheinander. Die Redskins flogen von ihrem Platz als zweites Wild Card Team und wurden von den Vikings ersetzt.
Das Rennen um die Wild Card Plätze ist in der AFC und der NFC enorm spannend.

Kurzberichte
Nachdem das Video im Internet auftauchte, auf dem zu sehen ist, daß Kareem Hunt eine am Boden liegende Frau tritt, setzten die Chiefs den Running Back auf die Transferliste.
Gestern um 16 Uhr Ostküstenzeit lief die Zeit ab, in der ein Team ihn von der Liste aus hätte verpflichten könne. Doch dieses Team hätte den Chiefs dann noch eine Kompensation überlassen müssen.
Die Zeit verstrich, und Hunt wurde nicht verpflichtet. Jetzt ist er ein Freier Spieler, der sich ein Team aussuchen darf.
Bisher scheuen sich die anderen Clubs allerdings, Hunt aufzunehmen. Zunächst steht er ja eh noch auf der Ausnahmeliste des Commissíoners. Solange er auf dieser Liste steht, darf er nicht für ein Team spielen, mit einem Team trainieren, ja noch nicht mal ein Spiel persönlich im Stadion ansehen.
Wenn Roger Goodell ihn von dieser Liste nimmt, dann beginnt eine wenigstens sechs Wochen dauernde Suspendierung. In der laufenden Saison könnte also kein Team mehr etwas mit Hunt anfangen.

Die Chiefs verpflichteten Charcandrick West als Ersatz für Kareem Hunt.
Von 2014 an war der Running Back bereits vier Jahre bei den Chiefs unter Vertrag. Er kennt die Spielzüge der Offense also recht gut.

In Green Bay wurde es immer offensichtlicher, daß ein Führungswechsel nötig war. Am Sonntag gab es den besten Beweis. Wer gegen die Cardinals Zuhause verliert, bei dem stimmt was nicht.
Team Präsident und Geschäftsführer Mark Murphy nannte die Niederlage gegen ein 2-9 Team inakzeptabel. Er hätte zwar gerne bis nach der Saison damit gewartet, Head Coach Mike McCarthy zu entlassen, aber nach diesem Spiel war das nicht mehr möglich. Nach diesem Spiel mußte sofort etwas geschehen.
Murphy hält McCarthy immer noch für einen guten Coach, aber nicht mehr für die Packers. So wie einst auch Andy Reid nicht mehr der Richtige für die Eagles war, und jetzt gute Arbeit in Kansas City leistet, wäre es auch mit McCarthy.
Einem anderen Team könne McCarthy neue Impulse geben, den Packers nicht mehr, glaubt Murphy.
Bis zum Saisonende soll Offensive Coordinator Joe Philbin die Packers führen. Auch darüber hinaus könnte sich Murphy Philbin als Head Coach vorstellen.
Denkt man jetzt an Philbins erfolglose Zeit bei den Dolphins, dann sollte der Geschäftsführer sich das doch noch mal überlegen.

Die Packers waren mutig. Sie feuerten einen einst erfolgreichen Head Coach in der laufenden Saison.
In Pittsburgh fehlt dazu der Mut. Auch Mike Tomlin kann als erfolgreich angesehen werden, doch mit dem Spielerpotential, das die Steelers haben, wäre mehr drin.
Früher hätten die Steelers nicht Zuhause eine 16 Punkte Führung abgegeben, wie am Sonntag gegen die Chargers. In solchen Spielen sind sie seit ihrer Gründung 1933 174-0-1.
Zur Halbzeit führten sie sogar noch mit 14 Punkten und sind in solchen Spielen 220-0-2!!!
Noch eine Niederlage von Pittsburgh und ein Sieg von Baltimore und die Steelers müssen sich hinten anstellen für einen Wild Card Platz.
Seit Jahren schon halten die Steelers sich für ein Team, das in jedem Spiel wenigstens 30 Punkte erzielen kann. Seit diesem Jahr gibt es mit den Saints, den Chiefs und den Rams gleich drei solcher Teams. Pittsburg kann man 2018 auch dazuzählen, aber es springen nicht genug Siege dabei heraus.
Tomlin scheint immer noch fest im Sattel zu sitzen. Das könnte sich ändern, wenn die Steelers am Sonntag zum dritten Mal in Folge gegen ein AFC West Team verlieren sollten. Gegen Denver, OK, das war schon grenzwertig. Die Chargers stehen immerhin vor den Steelers, aber die 2-10 Raiders? Gegen ein Team verlieren, das erst zwei Spiele gewonnen hat, das hat doch diese Woche schon mal zu einer Trainerentlassung geführt.
Zu den Leistungen der Schiedsrichtern des Spiels gegen die Chargers wollte Tomlin lieber nichts sagen. Erst im Oktober mußte er $25.000 Strafe zahlen, weil er etwas zu den Leistungen der Crew nach dem Sieg gegen die Falcons gesagt hat.

Panthers Head Coach Ron Rivera weiß nicht, was die Zukunft ihm bringt.
Nach vier Niederlagen in Serie wurden am Montag zunächst Defensive Line Coach Brady Hoke und Cornerback Coach Jeff Imamura gefeuert. Das ist noch recht weit vom Head Coach entfernt, aber die Einschläge kommen näher.
Die Offense funktioniert ganz gut unter dem neuen Offensive Coordinator Norv Turner, doch die Defense schwächelt. Dennoch erwischte es nur zwei mindere Trainer und noch nicht Defensive Coordinator Eric Washington oder eben Rivera, der die defensiven Spielzüge ansagt.
In Carolina pfeifen es die Spatzen von den Dächern, daß der neue Teambesitzer David Tepper überhaupt nicht zufrieden ist mit dem, was die Panthers spielen. Ballverluste und Strafen haben in den letzten vier Spielen zugenommen. Das akzeptiert Tepper nicht. Auch die Auswärtsschwäche (1-5) gefällt dem Teambesitzer nicht. Mit 6-6 Siegen steht man mitten im vollgepackten Feld der Wild Card Kandidaten. Rechnerisch könnten sie zwar noch an die 10-2 Saints herankommen und die NFC South gewinnen, zumal sie noch zweimal gegen sie spielen, aber das ist wohl trotzdem nur noch rechnerisch möglich.
Und ohne die Playoffs könnte der schwarze Montag des lustigen Trainerfeuerns Ron Rivera betreffen.

Falcons Besitzer Arthur Blank sagte: „Ich habe mein Vertrauen in Head Coach Quinn und General Manager Dimitroff nicht verloren.“
Oh jetzt heißt es vorsichtig sein. Mit solchen Worten des Vertrauens fangen Entlassungen an.
Die Falcons wollten in den Heim Super Bowl und stehen statt dessen auf dem letzten Platz der NFC South mit 4-8 Siegen.
Blank führte noch an, daß er den Umbau des Teams der beiden unterstützt. Die Verletzungen in der Mannschaft wären nur sehr schwer zu kompensieren, deshalb können man den beiden dafür keine Schuld geben.
Mal sehen, was dabei am Ende herauskommt?

Der Lazarettreport
Bengals: Wide Receiver AJ Green wurde mit einer Zehenverletzung auf die Verletztenliste gesetzt, Saison beendet.

Cardinals: Rookie Wide Receiver Christian Kirk, gebrochener Fuß, Saison beendet.

Eagles: offensive Tackle Jason Peters, Fuß
Defensive Tackle Timmy Jernigan, Rücken

Redskins: Quarterback Colt McCoy, gebrochenes rechtes Bein, Saison beendet
Guard Jonathan Cooper, gerissener Bizeps, Saison beendet
Linebacker Ryan Anderson, Oberschenkel
offensive Lineman Tony Bergstrom, Knöchel
Cornerback Fabian Moreau, Knie

Montag, 3. Dezember 2018

Die NFL 2018 - Woche 13 - Der Sonntag
mccarthy-mike2Die 4-6-1 Packers hatten noch geringe Playoffhoffnungen, als sie die 2-9 Cardinals empfingen.
Auswärts konnte Green Bay in dieser Saison noch kein Spiel gewinnen, aber Zuhause gegen das schlechteste Team der Liga?
Da sollte doch ein Sieg drin sein.
Schon seit Wochen kritisierte Quarterback Aaron Rodgers die Spielzüge, die Head Coach Mike McCarthy (Bild) ansagte. Das braucht Rodgers jetzt nicht mehr. Direkt nach der Niederlage gegen Arizona wurde der Head Coach gefeuert, nach 13 Jahren in Green Bay, 125-77-2 Siegen und einem Super Bowl Titel.
Interimstrainer wurde Joe Philbin
Rodgers Körpersprache während des Spiels war weit von der Überzeugung entfernt, die ihn auszeichnete. Und zu Recht. Was er mit seiner Offense bot, war absolut nix, trotz der 50 Pässe, die er warf.
Alles umsonst. Seine Statistik: 31 von 50 für 233 Yards, 1 Touchdown.
Cardinals Josh Rosen: 11 von 26 für 149 Yards, 0 Touchdowns, aber ein 20:17 Sieg.
Nachdem die Packers jetzt auf 4-7-1 gefallen sind, brauchen sie ein Fernglas, um die Playoffplätze noch sehen zu können.

Die Packers feuerten ihre Head Coach, die Rams feierten ihren.
Sean McVay sei Dank, daß die Rams bereits jetzt als Gewinner ihrer Division feststehen. Ihr 30:16 Sieg in Detroit machte sie zum Sieger der NFC West, und das zum zweiten Mal in Folge.
Mit 11-1 Siegen sind sie von den Seahawks nicht mehr einzuholen.
Seattle hatte wie erwartet keine Mühe mit den 49ers und ging als 43:16 Sieger vom Platz. Ihre 7-5 Siege machten sie zu einem Wild Card Team.
Die Vikings verloren 10:24 gegen die Patriots und fielen auf 6-5-1 zurück. Patriots Quarterback Tom Brady kam mit einem Lauf über sechs Yards auf genau 1.000 Laufyards in seiner Karriere.
Die Panthers vergeigten ihre Chancen durch eine unnötige 17:24 Niederlage in Tampa Bay und fielen auf 6-6 zurück.

Unnötig war auch die Niederlage der Steelers gegen die Chargers. In der ersten Halbzeit hatte Pittsburgh das Heft fest in der Hand. Das änderte sich im zweiten Durchgang.
Plötzlich ließen die Chargers durchblicken, warum sie mit 8-3 Siegen vor den 7-3-1 Steelers stehen.
16 Punkte Rückstand hatte LA II gegen ein Team, das für seine stahlharte Defense bekannt... war. Zuletzt vergaben die Steelers 1981 eine Führung mit 16 Punkten im eigenen Stadion.
Am Ende stand es 33:30 für Los Angeles. Und das nach einem dieser wilden, unglaublichen Finishes. 30:30 stand es und es waren noch vier Minuten zu spielen, als die Chargers von der eigenen 25 starteten. Quarterback Philip Rivers führte die Offense an die 21 Pittsburghs. Drei Sekunden zeigte die Uhr. Kicker Michael Badgley setzte den Kick aus 39 Yards daneben.
Doch es gab ein Abseits gegen die Steelers.
Nächster Versuch aus 34 Yards. Der Kick wurde geblockt. Doch gleich drei Steelers hatten sich zu früh aufgemacht, um den Schuß zu blocken, also eine Strafe.
Jetzt waren es nur noch 29 Yards. Aller guten Schüsse sind drei und dieses Mal klappte es. Der Ball segelte durch die Torstangen zum 33:30 Sieg.
Erwähnt werden sollte noch, daß der erste Touchdown der Chargers im ersten Viertel irregulär war. Bevor Rivers seinen 46 Yards Touchdownpass zu Travis Benjamin warf, hatte sich ein Spieler der O-Line deutlich sichtbar viel zu früh bewegt. Deutlich sichtbar für Zehntausende im Stadion, Millionen an den Bildschirmen, aber leider nicht für die unzähligen Schiedsrichter auf dem Platz.
Pittsburgh steht trotzdem weiter auf Platz 1 der AFC North, die Chargers stehen weiter hinter den Chiefs auf Platz 2 der AFC West.
Während die Chargers mit 9-3 Siegen weiterhin sehr gut im Wild Card Rennen sind, muß Pittsburgh aufpassen. Durch einen 26:16 Arbeitssieg der Ravens in Atlanta ist Baltimore mit 7-5 Siegen den Steelers auf den Fersen. Mehr Ausrutscher darf Pittsburgh sich nicht mehr erlauben.
Denver gewann mit 24:10 in Cincinnati und ist mit 6-6 Siegen ganz dick im Wild Card Rennen.

Mit ihrem 6:0 Sieg beendeten die Jaguars die fünf Spiele dauernde Siegesserie der Colts.
Die hätten den Sieg bitter nötig gehabt, um an den Texans dranzubleiben und an den Wild Card Plätzen. Jetzt fiel Indianapolis auf 6-6 zurück. 6-6 haben auch die Titans nach ihrem 26:22 Sieg gegen die Jets.
Die Texans hatten beim 29:13 keine großen Probleme mit den Browns und zogen auf 9-3 davon.
Der Sieg der Division dürfte ihnen nur noch schwer zu nehmen sein.

Endlich mal wieder Überstunden in einem Spiel.
Die Giants trafen mit ihren 3-8 Siegen auf die 8-3 Bears. Die Vorzeichen waren also klar. Doch es gibt einen Grund warum man selbst solche Spiele spielt, die eigentlich von Vornherein klar sein sollten.
In den letzten 65 Sekunden der regulären Spielzeit holten die Bears einen 10 Punkte Rückstand auf.
Zunächst erzielten sie ein Field Goal, dann eroberten sie den Onsidekick, weil Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. halbherzig versuchte den Ball aus dem Feld zu schubsen. Chicago eroberte ihn und kam anschließend noch zum Ausgleich. Ein Trickspielzug an dem Quarterback Chase Daniel, Running Back Cohen und Wide Receiver Miller beteiligt waren, führte zum 27:27.
Im ersten Drive der Verlängerung kamen die Giants zu einem Field Goal. Chicago mußte also auch unbedingt mindestens eins erzielen. Zunächst konnten sie einen Vierten und sieben umwandeln, doch einen Vierten und acht konnten sie nicht mehr zu ihren Gunsten entscheiden.
Mit 30:27 gewannen die Giants.
Die Bears bleiben aber mit 8-4 in der NFC North weiter auf Platz eins vor den 6-5-1 Vikings.

Das Playoff Szenario
AFC

1. Kansas City Chiefs (10-2): AFC West Leader.

2. New England Patriots (9-3): AFC East Leader.

3. Houston Texans (9-3): AFC South Leader.

4. Pittsburgh Steelers (7-4-1): AFC North Leader.

5. Los Angeles Chargers (9-3): Wild Card Nr. 1.

6. Baltimore Ravens (7-5): Wild Card Nr. 2.

Auf der Lauer: Denver Broncos (6-6), Indianapolis Colts (6-6), Miami Dolphins (6-6), Tennessee Titans (6-6), Cincinnati Bengals (5-7)

NFC

1. Los Angeles Rams (11-1): NFC West Champions.

2. New Orleans Saints (10-2): NFC South Leader.

3. Chicago Bears (8-4): NFC North Leader.

4. Dallas Cowboys (7-5): NFC East Leader.

5. Seattle Seahawks (7-5): Wild Card Nr. 1.

6. Washington Redskins (6-5): Wild Card Nr. 2.

Auf der Lauer: Minnesota Vikings (6-5-1), Carolina Panthers (6-6), Philadelphia Eagles (5-6), Tampa Bay Buccaneers (5-7)

Der Lazarettreport
Steelers: Running Back James Conner, Prellung an einem Bein, heute findet eine genauere Untersuchung statt.
Wide Receiver Justin Hunter (Schulter)

Panthers: Tight End Greg Olsen, Sehnenriß in einem Fuß, Saison beendet.

Broncos: Cornerback Chris Harris, Schienbeinbruch, die (reguläre) Saison dürfte für ihn beendet sein.
defensive Lineman Derek Wolfe, Rippen

Bengals: Wide Receiver A.J. Green, Fuß
Linebacker Vontaze Burfict, Gehirnerschütterung

Ravens: Tight End Maxx Williams, Gehirnerschütterung
Guard Alex Lewis, Schulter

Bills: Center Russell Bodine, Bein

Packers: offensive Tackle Bryan Bulaga, Knie
Guard Byron Bell, Knie

Falcons: Linebacker Foye Oluokun, Knie

Texans: Cornerback Johnathan Joseph, Nacken
Offensive Tackle Kendall Lamm, Gehirnerschütterung

Browns: Cornerback Denzel Ward, Gehirnerschütterung
Defensive Lineman Larry Ogunjobi, Bizeps

Rams: Running Back Malcolm Brown, Schulter

Buccaneers: Safety Justin Evans, Zeh

Dolphins: Cornerback Cornell Armstrong, Knie

Cardinals: Guard Mike Iupati, Knie

Giants: Safety Landon Collins, Schulter

Vikings: Cornerback Trae Waynes, Gehirnerschütterung

Seahawks: Guard D.J. Fluker, Oberschenkel

Sonntag, 2. Dezember 2018

Kareem Hunt gefeuert - Fortsetzung
hunt-kareemIn den USA fragt man sich jetzt, wer als nächstes „den Redskin macht“?
Dieses geflügelte Wort schwirrt neuerdings herum, nachdem die Redskins mit Reuben Foster einen mutmaßlichen Frauenschläger verpflichtet hatten.
Jetzt fragt man sich, welches Team die „wir geben Frauenschlägern keine Chance Politik“ in den Ar.. llerwertesten tritt und Kareem Hunt (Bild) verpflichtet.
Anders als bei Foster, bei dem keine Bildbeweise seines Vergehens vorliegen, gibt es bei Hunt den Videobeweis, daß er eine am Boden liegende Frau getreten hat.
After further Review ist die Sache also klar und die Strafe hat auf dem Fuß zu folgen.
Doch Hunt ist ein phantastischer Running Back. So einer wird gebraucht. Da schmeißt man seine schönen Worte schon mal über Bord und läßt Frauentreter Frauentreter sein.
Wer also wird Hunt verpflichten?
Mittlerweile wurde auch bekannt, daß die Polizei bei der Ermittlung geschlampt hat. Auf der Aufnahme einer Körperkamera eines Polizisten vor Ort ist zu hören, daß das Opfer sagt: „Sehen sie die Videoaufnahmen an.“ Das aber hat Niemand gemacht. Auch hat das Opfer gesagt, daß Hunt verhaftet werden sollte. Auch das wurde unterlassen.
Hatte Hunt bereits da seinen NFL Superstarbonus erhalten?
Ein ehemaliger Staatsanwalt sagte gegenüber der USA today, daß die Polizei Hunt auch ohne den Videobeweis hätte verhaften können, ja müssen. Zudem hätten die Polizisten einen Bericht verfassen müssen, warum sie die Verhaftung nicht ausführten. Auch das wurde nicht gemacht.
Es bleiben viele Fragen offen. Darunter auch die, ob Hunt noch mal einen Job in der NFL bekommt.

Kurzberichte
„Big Ben ist mein Mann,“ sagte Antonio Brown.
Der Wide Receiver war von seinem Quarterback nach der nicht eingeplanten Niederlage gegen die Broncos heftig kritisiert worden.
Doch zwischen den beiden gibt es deswegen kein böses Blut.
Heute haben die Steelers die Chance sich gegen die Chargers zu rehabilitieren.
Doch anders als die 5-6 Broncos, die keine so gute Saison gespielt haben, stehen die Chargers mit 8-3 Siegen vor den 7-3-1 Steelers.
Wenn heute Nacht Antonio Brown seine Routen wieder so läuft, wie Ben Roethlisberger es von ihm erwartet, dann kann die Passanfällige Defense der Chargers geknackt werden.

Die Ravens setzten Running Back Alex Collins mit einer Fußverletzung auf die Verletztenliste.

Zur Kasse bitte
Patriots: Wide Receiver/Kickreturner Cordarelle Patterson, $13.369, unsportliches Verhalten.

Bills: defensive End Shaq Lawson, $33,425 für einen Faustkampf mit Jaguars Running Back Fournette.

Cowboys: Running Back Ezekiel Elliott, $13,369 weil er $21 in den großen Kessel der Heilsarmee geworfen hat nach einem Touchdown.
Safety Xavier Woods, $26,739 für einen Helm gegen Helm Angriff gegen Redskins Tight End Jordan Reed. Auf dem Platz wurde der Angriff nicht bestraft

Packers: defensive Back Kentrell Brice, $26,739 für einen Angriff mit dem Helm voran gegen Vikings Running Back Dalvin Cook.

Samstag, 1. Dezember 2018

Kareem Hunt gefeuert
hunt-kareem-jagtDa steht man nichts ahnend auf, macht den Computer an, sieht nach, welche Meldungen bei Twitter gesammelt wurden und stößt auf die Entlassung von Kareem Hunt.
Schock!
Was war denn da passiert?
Ein Video ist aufgetaucht, das zeigt, wie der Running Back, bzw. Ex- Running Back, der Chiefs eine am Boden liegende Frau tritt (Bild).
Solch ein im Internet aufgetauchtes Gewaltvideo hat bereits schon einem Running Back die Karriere gekoste, Ray Rice von den Ravens.
So wie bereits Rice, wird wohl auch hoffentlich Hunt nie wieder einen Job in der NFL bekommen.
Der Vorfall ereignete sich bereits im Februar. Die Polizei wurde zu einem Luxushotel in Cleveland gerufen. Eine Frau gab bei der Notrufzentrale an, daß sie von einem Mann geschlagen und getreten wurde.
Nicht lange danach erfuhren die Chiefs und die NFL, daß besagter Mann Chiefs Running Back Kareem Hunt war.
Ein kommender Superstar, der in seiner Rookiesaison die Liga aufgemischt hatte.
War es deshalb, daß der Fall nicht mit aller Konsequenz untersucht wurde? Noch im Trainingscamp der Chiefs im Juli sagte der Vorsitzende der Chiefs, Clark Hunt (nicht verwandt oder verschwägert): „Kareem ist ein junger Mann, sein zweites Jahr in der Liga. Er hatte offensichtlich ein sehr gutes Jahr auf dem Platz letztes Jahr. Ich bin sicher, daß er aus dem Vorfall im Februar seine Lehren gezogen hat, und es ist zu hoffen, daß er in Zukunft nicht mehr in solche Situationen gerät.“
Nicht mehr in solche Situationen gerät, eine am Boden liegende Frau zu treten?
Meine Begeisterung für diese bescheuerte Aussage des CEO kennt keine Grenzen.
Man hätte Kareem Hunt zu der Sache befragt, gab CEO Hunt bekannt, doch hätte der Running Back anscheinend nicht Wahrheitsgetreu geantwortet. Und Hunt, der Running Back, hätte sich für das, was er zugeben konnte und zugegeben hatte, entschuldigt. Doch er hätte bei der Befragung wohl offensichtlich nicht alles so erzählt, wie es nun auf den Videos zu sehen wäre, meinte Hunt, der CEO.
Und was hat die NFL gemacht?
Die NFL, die hoch und heilig versprochen hat, bei Frauenschlägern keine Gnade walten zu lassen?
Nun, die Liga gab an, die Sache untersucht zu haben. Da aber keine Anzeige erstattet wurde, nachdem die Polizei die Schlägerei aufgenommen hatte, ermittelte sie nicht wirklich ernsthaft.
Man hätte sich bemüht, an die Videos der Überwachungskameras in dem Gebäude zu kommen, doch die Verwaltung hätte die Herausgabe abgelehnt. Nur an offizielle Ermittlungsbehörden würde man solche Aufnahmen weitergeben, hieß es.
Nun ist TMZ keine offizielle Ermittlungsbehörde, doch die Skandal-Internetseite, die davon lebt, im Schmutz von Prominenten zu wühlen, kam an die Videos. TMZ ist bekannt dafür, nette Summen für solche Videos zu zahlen. Und natürlich veröffentlichte TMZ dieses. Am gestrigen Freitag.
Nun gab es für die NFL und die Chiefs kein Möglichkeit mehr, Kareem Hunt, diesen erstklassigen Running Back, zu decken.
Commissioner Roger Goodell setzte ihn sofort auf seine Freistellungsliste, und die Chiefs feuerten Hunt.
Alles Versteckspiel und unter den Teppich kehren war vorbei. TMZ sei Dank. Hier ist das Video zu finden: http://www.tmz.com/videos/0_exjrtvg5/
Auch wenn es stimmt, daß Hunt und einer aus seiner Gruppe, von der Frau mit dem „N“ Wort bedacht wurde, war seine Reaktion eventuell doch übertrieben.
Wie im Fall Ray Rice, wo es auch Monate gedauert hat, bis die NFL und die Ravens reagierten, brauchte es auch jetzt ein Video, das TMZ veröffentlichte, um die Liga und ein Team zur Reaktion zu zwingen.
Das ist einfach nur großer Mist!
Kareem Hunt: Seine NFL Karriere ging von 2017 bis Woche 13 2018.
2017 1.327 Laufyards und Platz eins der Running Backs. 2018 bisher 824 Laufyards und unter den Top-5 Running Backs.
Doch irgendwann ist der Superstar-Bonus aufgebraucht.

Kurzberichte
Wann ist ein Helmangriff ein erlaubter oder unerlaubter Angriff?
Diese Frage möchten einige Head Coaches demnächst per Videobeweis überprüfen lassen.
Cowboys Linebacker Jaylon Smith erwischte Saints Running Back Alvin Kamara am Donnerstag für jeden klar sichtbar in einer Szene mit dem Helm voran.
Klare Sache für Kommentator, Analyst und Regelexperten von FOX... ein strafbarer Angriff.
Doch die Schiedsrichter auf dem Platz sahen das nicht. Man muß ihnen zugute halten, daß sie eh echt mies waren. Sie übersahen Griffe in die Gesichtsgitter und pfiffen Sachen, die gar nicht passiert waren. Allerdings verteilten sie ihr Unvermögen gleichmäßig auf beide Teams.
In dieser Szene im vierten Viertel allerdings hätten die Saints einen neuen ersten Versuch bekommen, und die Chance den Drive in der Cowboys Endzone zu beenden.
Doch wann ein illegaler Helmangriff ein illegaler Helmangriff ist, das ist die neue, wann ist ein Catch denn ein Catch Regel.
Deshalb soll die Helmregel zum Videobeweis zugelassen werden. Das wird wohl nächstes Jahr eingeführt werden.

Bengals Running Back Joe Mixon hat vor dem Spiel gegen die Broncos eine Bitte an seine Teamkollegen: „Gebt 100% oder bleibt Zuhause.“
Nach drei Niederlagen in Folge und dem Verlust von Quarterback Andy Dalton wegen eines gebrochenen Daumens, möchte Mixon seine Kollegen motivieren.
In den letzten Spielen hätte er nicht gemerkt, daß die Bengals es wirklich gewollt hätten. Er selbst zeigte vorbildlichen Einsatz, doch seine Mitspieler spielten nicht mit.
Leicht hatte es das Team aber auch nicht in dieser Saison. Dalton war Spieler Nr. 13, der dieses Jahr auf die Verletztenliste gesetzt wurde.
Jeff Driskel heißt Daltons Ersatzmann.
Oh weh.

Der Lazarettreport
Wer ist RAUS?
Buccaneers: Wide Receiver DeSean Jackson (Daumen)

Jaguars: Wide Receiver D.J. Chark (Quad)

Jets: Safety Marcus Maye (Schulter/Daumen)

Colts: Center Ryan Kelly (Knie) und Tight End Mo Alie-Cox (Wade)

Chargers: Running Back Melvin Gordon (Knie)
Tackle Joe Barksdale, nicht verletzungsbedingte Freistellung

Chiefs: Wide Receiver Sammy Watkins (Fuß)

Packers: Defensive Tackle Mike Daniels (Fuß) und Wide Receiver Trevor Davis (Oberschenkel)

Cardinals: Linebacker Deone Bucannon (Brust)

Patriots: Tight End Dwayne Allen (Knie)

Giants: Tight End Evan Engram (Oberschenkel)
Linebacker B.J. Goodson (Nacken)

Seahawks: Linebacker K.J. Wright (Knie)

49ers: Wide Receivers Marquise Goodwin (Nicht verletzungsbedingt) und Pierre Garcon (Knie)

Steelers: Tackle Marcus Gilbert (Knie)

Raiders: Cornerback Leon Hall (Rücken) wurde auf die Verletztenliste gesetzt

Freitag, 30. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 13 - der Donnerstag
vandereschIrgend so eine Trällertusse sang mal: „Wunder gibt es immer wieder, wenn sie dir begegnen, mußt du sie auch sehen.“
Und in dieser Nacht gab es so ein Wunder zu sehen. Dabei ist noch nicht mal die Zeit der Wunder. Die beginnt ja bekanntlich erst in der Adventszeit.
Trotzdem muß man den 13:10 Sieg der Cowboys über die Saints als Wunder werten.
Defensive Lineman Demarcus Lawrence prophezeite vor dem Spiel, daß die als unaufhaltbar geltende Offense der Saints es noch nie mit einer so guten Defense wie die der Cowboys zu tun gehabt hätte. Und Leighton Van der Esch (Bild) gehörte zu den Verteidigern, die Lawrences Spruch unterstrichen. Er ist als Rookie DIE Bereicherung für die Cowboys Defense. Er vertritt Sean Lee nicht nur, er ist sogar besser als Lee. Und Lee würde zu den Superstars der Liga gehören, wenn er weniger verletzt wäre und mehr spielen würde.
Doch Van der Esch, Lawrence und der Rest der Gang schafften etwas, was bisher keinem Team 2018 gelang, nämlich die Saints unter 20 Punkten zu halten. Einmal stoppten sie die Saints bei einem vierten und Goal an der Eins.
Quarterback Drew Brees erlebte etwas, das er bisher in seiner Karriere überhaupt noch nie erlebt hat, er vervollständigte keinen seiner ersten vier Pässe des Spiels. Und ja, die Saints haben einen Punter. Der mußte in dieser Nacht sogar gleich vier mal auf den Platz. Einmal in einer wichtigen Sequenz.
Die Cowboys hatten New Orleans mal wieder aufgehalten. Morstead mußte von Dallas 48 punten. Dallas Defensive End Randy Gregory erwischte den Punter am linken Knie, 15 Yards Strafe, neuer erster Versuch New Orleans.
Drei Spielzüge später warf Brees einen 30 Yards Touchdownpass zu Keith Kirkwood.
Nur noch 13:10 für die Cowboys und es war noch eine Menge Zeit auf der Uhr. Und die Offense der Cowboys hatte ihren Schwung im zweiten Durchgang verloren.
Und Gregory leistete sich noch eine Strafe, die sich furchtbar negativ hätte auswirken können. Lawrence konnte Drew Brees an der 42 der Saints sacken. Der verlor den Ball, den Lawrence eroberte. Doch Gregory hatte sich in der neutralen Zone aufgestellt, und die ganze Szene war für die Katz`.
Doch dieses Mal konnten die Saints kein Kapital daraus schlagen.
Dallas kam aber auch zu keinen weiteren Punkten, so daß es spannend blieb.
Als die Saints den Ball noch mal an der eigenen 15 bekamen und noch 2:35 Minuten zu spielen waren, ahnte man, daß die Saints jetzt zum spielentscheidenden Drive aufbrechen würden.
Doch es kam anders. Brees stand mal wieder unter enormen Druck und warf den Ball in einer furchtbaren Bewegung Richtung Running Back Kamara. Cornerback Jourdan Lewis sprang dazwischen und fing den Pass kurz über den Kunstrasenhalmen ab. Der erst dritte Interception von Brees in dieser Saison, und der Kostspieligste.
Dallas konnte die Zeit herunterlaufen lassen und diesen Wunder-Sieg eintüten.
Saints Quarterback Drew Brees hatte einen seiner schlechtesten Tage erwischt, oder er hatte es halt mit einer der besten Verteidigungen der Liga zu tun, wie auch immer. Die Defense der Cowboys muß man jetzt auf der Rechnung haben.
Brees kam auf seinem möglichen Weg zum Liga MVP nur auf 18 von 28 für 127 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Dak Prescott von den Cowboys kam auf 24 von 28 für 248 Yards und 1 Touchdown.
Völlig im Griff hatte die Dallas D die Running Backs. Kamara kam nur auf 36 Yards und Ingram gar nur auf 27.
Auch Ezekiel Elliott von den Cowboys kam mit 76 Yards dieses Mal nicht über 100 Yards. Das war zu erwarten, haben die Saints doch die beste Lauf-Defense der Liga.
Mit 7-5 Siegen führen die Cowboys nun die NFC East an.
New Orleans fiel auf 10-2 zurück.

In der Halbzeitpause des Spiels wurde Gil Brandt in den Ring der Ehre der Cowboys aufgenommen.
Während seiner Karriere als Vizepräsident des Spielerpersonals der Cowboys von 1960-89 verpflichtete er 15 Spieler, die später in die Hall of Fame aufgenommen wurden.
Brandt ist das 22. Mitglied im Ring der Ehre der Cowboys und erst das dritte, das nicht als Spieler aufgenommen wurde. Die anderen beiden waren General Manager Tex Schramm und Head Coach Tom Landry. Dieses Trio führte die Cowboys zu 20 siegreichen Saisons in Folge, 13 Divisionstiteln, fünf NFC Titeln und zwei Super Bowl Siege.
Als Brandt anfing, spielten die Cowboys vor 10.000 Zuschauern in der Cotton Bowl. Gestern waren fast 100.000 im AT&T Stadion.
Ein Erfolg der auf der guten Arbeit von Brandt, Schramm und Landry beruht.

Donnerstag, 29. November 2018

Kurzberichte
roethlisb5„Ich habe mir das Recht verdient, meine Teamkollegen kritisieren zu dürfen,“ ist Ben Roethlisberger (Bild) überzeugt.
Der Quarterback der Steelers zog in einem Radiointerview über Wide Receiver Antonio Brown her und über die Auswahl der Spielzüge seines Offensive Coordinators.
Brown wäre in der Niederlage gegen Denver bei der Interception in der Endzone die falsche Route gelaufen. Überhaupt wäre er zu oft nicht da gewesen, wo er hätte sein sollen.
Und Offensive Coordinator Randy Fichtner hätte viel zu wenige Spielzüge mit Wide Receiver JuJu Smith-Schuster angesagt im letzten Drive.
„Ich bin lange genug bei den Steelers und habe das Recht, das zu sagen, was ich gesagt habe. Ich bin ja auch kritisch genug zu mir selber,“ meinte Big Ben. „Als Führer und Captain des Teams ist es meine Aufgabe zu kritisieren und zu motivieren. Und manche Spieler werden motiviert, indem man sie kritisiert.“
In Pittsburgh glaubt man jetzt, daß es in den nächsten Tagen in der Kabine der Steelers recht lebhaft zugehen könnte.

Heute Nacht spielen die Saints in Dallas. Cowboys Defensive Lineman Demarcus Lawrence ist sehr optimistisch: „Mit uns haben sie es bisher noch nicht zu tun bekommen.“
Lawrence glaubt, daß seine Defense in der Lage sein wird, die Offense der Saints zu stoppen. Dallas soll also das gelingen, was bisher noch keinem gelungen ist, nämlich die Running Backs Mark Ingram und Alvin Kamara zu stoppen, plus Quarterback Drew Brees und seinen bevorzugten Receiver Michael Thomas.
Ob das wirklich klappen kann?
Wir werden es erleben.
Und selbst wenn es der Defense von Dallas gelingen sollte, die Offense der Saints zu stoppen, müßte die Offense ja genug Punkte erzielen, was sehr schwer werden sollte. Die Defense der Saints ist nicht mehr der Fußabtreter vergangener Jahre.
Und bei Dallas könnte Left Tackle Tyron Smith wieder fehlen, was die O-Line stark schwächen würde. Smith hat eine Nackenverletzung und konnte nicht mit dem Team trainieren.
Bei den Saints geht es auch um den Left Tackle, der aber wird definitiv nicht spielen können. Terron Armstead hat eine Schulterverletzung.
New Orleans kann den Grundstein zum Gewinn der Division legen, und wird sich das nicht nehmen lassen. Mit einem Sieg gegen die Cowboys und einer Niederlage oder einem Unentschieden der Panthers in Tampa Bay hätten sie es geschafft.
Na ja... ein Sieg der Saints gegen die Cowboys ist absolut drin, eine Niederlage der Panthers gegen die Buccaneers eher nicht.

Leichter haben es da die Rams.
Sie müssen in Detroit gewinnen und haben die NFC West gewonnen.
Bei der Qualität der Lions kann man also die Rams schon mal als Gruppensieger ansehen.
Doch selbst wenn die Rams gegen die Lions verlieren sollten... ach Quatsch!

Die Denver Broncos sind auf Wild Card Kurs.
In den letzten beiden Spielen haben sie mögliche Playoffkandidaten geschlagen. Nach den Chargers und den Steelers sind am Sonntag die Bengals dran. Sie gehören zu den Teams, die man auf jeden Fall schlagen kann.
Für den Rest der Saison steht dann auch nur noch eine Begegnung mit einem Playoffkandidaten an, am letzten Spieltag gegen die Chargers.
Bis dahin haben die Broncos ein unglaublich leichtes Programm mit den erwähnten Bengals, den 49ers, Browns und Raiders.
Doch Head Coach Vance Joseph wiegelt ab: „Wir haben noch nichts erreicht. Wir stehen bei 5-6, so sieht es aus. Bis jetzt haben wir noch nichts erreicht. Wenn wir am Sonntag in Cincinnati verlieren, stehen wir bei 5-7, das ist häßlich.“
Doch eine Niederlage gegen die Bengals?
Kaum!
Gehen wir also von 6-6 aus, und sehen uns die Konkurrenten Denvers in der AFC an. Miami, Indianapolis, Baltimore, und noch ein paar andere. Die werden alle ihre liebe Mühe haben, noch genug Spiele zu gewinnen.
Also sind die Broncos nach einem grauenvollen bisherigen Saisonverlauf dick im Geschäft.

Redskins Head Coach Jay Gruden versucht die erhitzten Gemüter zu besänftigen.
Nach der Verpflichtung des (mutmaßlichen) Frauenschlägers Reuben Foster zog ein Sturm über der Organisation auf.
Ein Sturm, der zu erwarten war, denn das mit der Unschuldsvermutung ist heute nicht mehr so in Mode.
Gruden sagte nun, daß es überhaupt keine Garantie gäbe, daß Foster jemals für die Redskins spielt. Man hätte schon damit gerechnet, daß es Kritik geben würde, doch mit solch einem Sturm der Entrüstung hätte man nicht gerechnet.
Aber noch steht Foster ja auf der Ausnahmeliste des Commissioners. Das heißt, daß er erst dann spielen darf, wenn Roger Goodell es ihm erlaubt. Und das kann dauern. Die NFL wird den Fall ganz genau unter die Lupe nehmen.

„Ich habe nicht gut genug gespielt,“ sagt Blake Bortles über sich selber.
Der Quarterback der Jaguars sieht ein, daß er nach seinen bisherigen Leistungen in der Saison auf die Bank gehört.
Nach sieben Niederlagen in Folge hatte Head Coach Doug Marrone Offensive Coordinator Nathaniel Hackett gefeuert und Cody Kessler zum Starter ernannt.
„Ich habe mich selbst in diese Position gebracht,“ meinte Bortles dazu.

Die besten Spieler der Woche - 12
AFC
OFFENSE: QB PHILIP RIVERS, LOS ANGELES CHARGERS
28 von 29 Pässe für 259 Yards, 3 Touchdowns

DEFENSE: DE J.J. WATT, HOUSTON TEXANS
9 Tackles, 1,5 Sacks, 1 erzwungener Fumble

SPECIAL TEAMS: PR CYRUS JONES, BALTIMORE RAVENS
Ein 70 Yards Punt Return Touchdown, 19,8 Yards pro Puntreturn

NFC
OFFENSE: WR AMARI COOPER, DALLAS COWBOYS
8 gefangene Pässe für 180 Yards, 2 Touchdowns

DEFENSE: S EDDIE JACKSON, CHICAGO BEARS
3 Tackles, 2 abgewehrte Pässe, 1 Interception zum Touchdown zurückgetragen

SPECIAL TEAMS: K SEBASTIAN JANIKOWSKI, SEATTLE SEAHAWKS
3 von 3 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkte

Mittwoch, 28. November 2018

Kurzberichte
coughlin-tom-sb-trophyTom Coughlin (Bild), Ex Head Coach der Giants und Super Bowl Sieger, ist verantwortlich für die Footballangelegenheiten der Jaguars. Und in dieser Position gab er Quarterback Blake Bortles vor der laufenden Saison einen Dreijahresvertrag über $54 Millionen.
Nun könnte man sagen, daß Coughlin 72 Jahre alt ist und nicht mehr so genau weiß, was er tut. Selbst wenn es so wäre, so langsam dämmert es selbst ihm, daß Bortles nicht das Gelbe vom Ei ist, ja noch nicht mal das Weiße.
Doch, so Coughlin, „Es werden viele Sachen angesprochen werden in der nächsten Zukunft,“ sagte der VP of Football Operations in einem Radiointerview.
Das kann nur heißen, daß er den Trainerstab genauso hinterfragt, wie einzelne Spieler. Die Defense, letztes Jahr der Mannschaftsteil, der das Team trotz Blake Bortles in die Playoffs gebracht hat, ist zusammengebrochen. Die Zahl der erzielten Sacks ist in den Keller gegangen. In den sieben Niederlagen in Folge haben die Jags nur 15,6 Punkte pro Spiel erzielt und 26,7 kassiert.
Der Niedergang der Defense war so nicht zu erwarten, meinte Coughlin.
Der Niedergang der Offense liegt am fehlenden Laufspiel. Running Back Leonard Fournette, den die Jags 2017 in der ersten Runde der Draft einberiefen, fehlte 2018 verletzungsbedingt längere Zeit und konnte nicht adäquat ersetzt werden.
Die aktuelle Saison ist für die Jaguars gelaufen. Jetzt können nur gute Entscheidungen nach der Saison helfen, 2019 wieder in die Playoffs zu kommen.

Im Power Ranking sucht man lange nach den Jaguars. Man findet sie erst auf Platz 28. Den letzten Platz verteidigen seit zwei Wochen die Cardinals tapfer gegen die Raiders.
Weiter oben sind die Steelers jetzt aus den Top 5 rausgefallen. Sie fielen von der vier auf die sechs.
Die Chargers stiegen von Platz sechs auf Platz fünf. Vor ihnen stehen die Patriots (4), Chiefs (3), Rams (2) und Saints (1).

Wie würde sich das auf die kommende Draft auswirken?
Die oberen Teams werden wohl alle in die Playoffs kommen, deshalb wird sich deren Rangfolge erst dann entscheiden. Doch unter dürfte es keine großen Verschiebungen geben.
Platz 1 hätten momentan die 49ers. Auf Platz zwei liegen die Raiders und erst auf Platz drei dürften die Cardinals wählen. Die beiden New Yorker Teams teilen sich einträchtig Platz vier. Beide haben nur 3 Siege bei 8 Niederlagen.
Die Jaguars wären als sechstes Team an der Reihe. Da sollte noch ein brauchbarer Quarterback zu haben sein.

Der Fall Reuben Foster
Die Redskins haben anscheinend keine Berührungsängste vor (mutmaßlichen) Frauenschlägern. Sie verpflichteten Linebacker Reuben Foster.
Foster wurde am Samstag verhaftet, nachdem er im Teamhotel der 49ers seine Freundin geschlagen haben soll, wie sie angibt. Das Opfer hatte einen Kratzwunde am linken Schlüsselbein.
Foster und seine Freundin lebten in einem mal zusammen, mal auseinander Verhältnis miteinander. Bereits im Februar hatte seine Freundin ihn angezeigt, weil er sie geschlagen haben soll.
Redskins Vizepräsident für Spielerangelegenheiten Doug Williams sagte der Presse, daß man um die Problematik wisse. Doch bevor die Anschuldigungen nicht bewiesen wären, würde die Unschuldsvermutung gelten. Sollten sich die Anschuldigungen als Wahr erweisen, würde man sich sofort wieder von Foster trennen.
Es kommt nicht von ungefähr, daß ein sehr beliebtes Mitglied der Redskins Führungsriege diese Botschaft verbreitete, und nicht Teampräsident Bruce Allen, oder Teambesitzer Daniel Snyder. Williams gewann Super Bowl XXII mit den Redskins und wurde zum MVP des Spiels gewählt.
Trainieren darf der Linebacker noch nicht mit dem Team. Er wurde auf die Freistellungsliste des Commissioners gesetzt, so lange, wie die Liga die Sache untersucht.
Foster hatte schon einige Probleme mit dem Gesetz. Seit die 49ers ihn 2017 einberiefen hatte er schon diverse Gerichtsprozesse. Dabei ging es um Drogenbesitz, häusliche Gewalt und unerlaubten Waffenbesitz. Er bekam zwei Jahre auf Bewährung, 232 Stunden gemeinnützige Arbeit und die unglaubliche Summe von $235 als Strafe.
Die Redskins stehen jetzt unter Feuer, weil sie Foster verpflichteten. Das ist verständlich.
Die Redskins aber glauben an die Unschuldsvermutung. Das ist auch verständlich.
Und solange Commissioner Goodell Foster auf seiner Freistellungsliste stehen läßt, können sie mit ihm ja eh nichts anfangen.

Dienstag, 27. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 12 - Der Montag
miller-lamarMan muß den Spielplangestaltern da einen Vorwurf machen. Wenn man auf dem Plan sieht Houston Oilers gegen Houston Texans, oder wie es heute heißt, Tennessee Titans gegen Houston Texans, dann überlegt man nicht, ob man das Spiel zum Monday Night Football Spiel macht, sondern man überlegt, wo man es am Besten verstecken kann, damit niemand es sehen muß.
OK, wir haben einen neun NFL Rekord gesehen, aber war es das wert?
Running Back Lamar Miller (Bild) hatte einen 97 Yards Touchdownlauf. Es war das erste Mal, daß ein NFL Spieler einen so langen Touchdownlauf hatte seit... Lamar Miller. 2014 erzielte er ihn für die Dolphins gegen die Jets.
Miller ist jetzt der einzige Spieler der NFL, der mehr als einen Touchdownlauf über 93 Yards erzielen konnte.
Touchdownpässe über diese Distanz gab es bereits mehrere.
Den längsten Lauf hat aber immer noch Ruhmeshallenmitglied Tony Dorsett von den Cowboys erzielt, lang, lang ist's her, als er über 99 Yards losstürmte, 1982 gegen die Minnesota Vikings.
Ach so, ein Ergebnis gab es in dieser Nacht natürlich. Houston gewann mit 34:17. Mit 8-3 Siegen setzten sie sich von den 6-5 Colts ab, die Titans fielen auf 5-6.

Kurzberichte
Die Jaguars gehören seit Jahren zu den Lachschlagern der Liga. Jetzt wird aufgeräumt.
Quarterback Blake Bortles, der meistens spielt „wie eine Flasche leer“, wird auf die Bank gesetzt. Cody Kessler wird an seiner Stelle starten.
Ob Jaguars Fans jetzt aufatmen könne, weil es das für Bortles endlich war in Jacksonville, wird man abwarten müssen.
Um seinen eigenen Job zu retten feuerte Head Coach Doug Marrone seinen Offensive Coordinator Nathaniel Hackett. Der zeigte sich von der Entscheidung total überrascht und sagte, daß es ein Schock für ihn gewesen wäre. Als er am Montag ins Büro von Marrone bestellt wurde, dachte er, es ginge nur um einen Quarterback Wechsel.
So kann man sich vertun.
Running Back Leonard Fournette, der öfter wegen Verletzungen fehlt, wird jetzt wegen einer Suspendierung fehlen.
Er leistete sich mit Bills Linebacker Shaq Lawson einen Faustkampf. Beide wurden vom Platz gestellt. Fournette wurde zusätzlich für ein Spiel gesperrt. Er wird gegen die Colts fehlen.
Jacksonville war mit 3-1 Siegen in die Saison gestartet und hat seitdem sieben Spiele in Folge verloren.

Auch bei den noch schlechteren Cardinals wird ausgemistet.
Sie feuerten gestern Right Tackle Andre Smith und Cornerback Bene Benwikere, weil sie definitiv keinen positiven Einfluß auf das Spielgeschehen haben.

Der Lazarettreport
Jaguars Guard Andrew Norwell wird wegen einer Knöchelverletzung länger ausfallen.

Titans Cornerback Malcolm Butler zog sich gegen die Texans eine Gehirnerschütterung zu und mußte das Spiel vorzeitig verlassen.
Auch vorzeitig vom Platz mußte Texans Wide Receiver Keke Coutee mit einer Oberschenkelverletzung.

Ravens Quarterback Joe Flacco wird wegen seiner nagenden Hüftprobleme einen Experten aufsuchen.

Chargers Running Back Melvin Gordon wird wegen seiner Knieverletzung nur einige Spiele verpassen. Er hat keine schlimmen Schäden davongetragen.

Gestern wurden viele Spieler auf die Verletztenliste gesetzt.
Bengals: Quarterback Andy Dalton, Daumen. Cincinnati verpflichtete Tom Savage als Notnagel.

Colts: Pro Bowl Tight End Jack Doyle, angerissene Niere.

Lions: Wide Receiver Marvin Jones, Knie.

Broncos: Tight End Jeff Heuerman, drei gebrochene Rippen und eine gequetschte Lunge.

Cardinals: Kicker Phil Dawson, Hüfte und Linebacker Josh Bynes, Daumen.

Montag, 26. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 12 - Der Sonntag
cousins-kirk-vikingsMit fünf Siegen ist man noch im Rennen um einen Wild Card Platz, oder in der NFC East sogar im Rennen um Platz 1.
Mit weniger als fünf Siegen ist man auch noch nicht ganz raus, aber es wird dann doch schwer, sehr schwer. So wie für die Packers.
Green Bay hätte den Sieg gegen die Vikings nötiger gehabt, konnte aber nichts gegen die Auswärtsschwäche in dieser Saison machen.
Minnesota riß sich kein Bein aus, aber Hauptsache 24:17 gewonnen.
Die Defense konnte Quarterback Aaron Rodgers immer wieder unter starken Druck setzen und viermal wurde er gesackt.
Das spiegelt sich dann auch in seiner Statistik wider, die überhaupt nicht Rodgers-mäßig aussieht: 17 von 28 für 198 Yards, 1 Touchdown.
Kirk Cousins (Bild) Statistik sieht dann schon eher aus, wie man es von Rodgers erwartet hätte. Der Quarterback der Vikings kam auf 29 von 38 für 342 Yards und 3 Touchdowns. Er wurde nur zweimal von der Packers Defense zu Boden gebracht.
Der nicht gedraftete Star Receiver Minnesotas, Adam Thielen, fing acht Pässe für 125 Yards und einen Touchdown.
Die Vikings haben jetzt 6-4-1 Siege und stehen damit auf einem Wild Card Platz.
Die Packers fielen auf 4-6-1 zurück und haben mit ihrer eklatanten Auswärtsschwäche kaum noch Chancen, die Playoffs zu erreichen.

Wieder zurück im Rennen um einen Playoffplatz sind die Eagles. Sie konnten mit 25:22 knapp die Oberhand über die Giants behalten.
Für die New Yorker wird es mit 3-8 Siegen schwer, die Eagles haben mit jetzt 5-6 Siegen noch alle Möglichkeiten. Die Teams Nr. 1 und 2 der NFC East, Dallas und die Redskins, haben nur 6-5 Siege. Da ist noch nichts entschieden.

Die Steelers haben die dünne Höhenluft in Denver nicht vertragen. Sie erzielten mit ihrer Offense 527 Yards gegen die Broncos, doch sie punkteten zu wenig und verloren den Ball zu oft.
Symptomatisch war ein Aussetzer von Quarterback Ben Roethlisberger, als Pittsburgh in den letzten Sekunden des Spiels noch den Ausgleich hätte erzielen können. Er warf den Ball bei einem dritten und Goal von der zwei zum völlig freistehenden Defensive Tackle Shelby Harris in die Endzone. Selbst hinter Harris stand noch ein Verteidiger vor Wide Receiver Antonio Brown, für den der Ball gedacht war.
Die zu nichts führende Überlegenheit der Steelers drückt sich auch in den Quarterback Statistiken aus.
Ben Roethlisberger: 41 von 56 für 462 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions.
Wesentlich kräftesparender agierte Case Keenum: 15 von 28 für 197 Yards, 2 Touchdowns.
Denver gewann 24:17.
Pittsburgh bleibt mit 7-3-1 Siegen an der Spitze der AFC North, doch die Ravens, die natürlich gegen die Raiders gewannen, sind mit 6-5 auf Tuchfühlung gekommen.

Die Bengals verloren ZUHAUSE gegen die BROWNS.
Viel tiefer kann man nicht sinken.
Normalerweise wäre dieses Spiel völlig unter meiner Wahrnehmungsschwelle verschwunden, hätte ich nicht mit entsetzen gehört, was FOX NFL Insider Jay Glazer in der Vorschausendung gesagt hat. Glazer, der zu den gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen gehört meinte, daß die Bengals schon vor drei Jahre vorhatten, Head Coach Marvin Lewis durch Hue Jackson zu ersetzen. Der war zu der Zeit Offensive Coordinator in Cincinnati.
Doch Jackson ging nach Cleveland, um da Head Coach zu werden. Dort versagte er auf ganzer Linie. Nachdem die Browns ihn endlich gefeuert hatten, ging er zurück zu den Bengals. Und jetzt heißt es, daß er dort wieder als Nachfolger von Marvin Lewis im Gespräch ist, der wohl endlich seine letzte Saison in Cincinnati vergeigt.
Wie bekloppt kann man als Teambesitzer sein, wenn man Lewis durch Jackson ersetzen will?
Daß der Mann nichts taugt, hat er ja auch gestern wieder bewiesen. Obwohl er 2 ½ Jahre die Browns führte, wußte er gestern nicht, wie man sie stoppen konnte.
Das von Übergangs Head Coach Gregg Williams hervorragend geführte Team zerlegte die Bengals in der ersten Halbzeit. Am Ende sprang ein überzeugender 35:20 Sieg heraus. Der erste Auswärtssieg in 25 Spielen.
Mit 5-6 Siegen sind die Bengals noch im Wild Card Rennen. Cleveland hat zwar jetzt 4-6-1 Siege, aber von den Playoffs sollten die Fans nicht träumen.

Mit den Colts und den Dolphins standen sich zwei 5-5 Teams gegenüber. Beide Quarterbacks hatten Schulterverletzungen hinter sich. Andrew Luck verpaßte damit die Saison 2017, Ryan Tannehill 2018 einige Spiele.
Gestern merkte man beiden nicht an, daß sie verletzt waren.
Tannehill kam auf 17 von 25 für 204 Yards und 2 Touchdowns.
Andrew Luck kam auf 30 von 37 für 343 Yards, 3 Touchdowns, aber auch 2 Interceptions.
Dennoch gelang es ihm sein Team in den letzten Sekunden des Spiels in Field Goal Reichweite zu führen. Als die Uhr auf Null sprang segelte Adam Vinatieris Kick aus 32 Yards zum glücklichen 27:24 Sieg über die Querstange.
Mit 6-5 Siegen stehen die Colts hinter den 7-3 Texans. Sie müssen jetzt hoffen, daß die Titans in dieser Nacht gewinnen, damit Houston in Reichweite bleibt.

Russell Wilson weiß, wie er seine Seahawks in den letzten Minuten noch zu einem Sieg führen kann. Das hat er wieder und wieder bewiesen, so auch gestern in Carolina.
Alleine bei einem vierten und Drei im letzten Viertel, zeigte er mit einem 35 Yards Pass seine Qualitäten. David Moore fing den Ball akrobatisch und erzielte den Ausgleich zum 27:27.
Panthers Quarterback Cam Newton führte sein Team danach in Field Goal Reichweite, doch Kicker Graham Gano verschoß aus weiten 52 Yards.
Seattle bekam den Ball an der eignen 42 und kam noch bis an Carolinas 13. Als die Uhr auf Null sprang, segelte Janikowskis Kick aus 31 Yards über die Stange zum 30:27 Sieg.
Eigentlich lohnt sich bei diesen beiden laufstarken Quarterbacks ein Blick auf ihre Laufyards, aber Wilson war gestern mehr als Quarterback unterwegs, denn als Läufer: 22 von 31 für 339 Yards, 2 Touchdowns, und nur vier Laufyards aus drei Versuchen.
Cam Newton: 25 von 30 für 256 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception, und satte 63 Laufyards aus 8 Versuchen.
Dumm ist, daß beide Teams mit ihren jetzt 6-5 Siegen jeweils hinter 10-1 Teams auf Platz zwei ihrer Divisionen stehen. Die Panthers haben die Saints vor sich, die Seahawks die Rams.
Aber die Wild Cards sind für beide noch drin.

Patriots Quarterback Tom Brady stellte einen neuen NFL Rekord auf.
Mit 79.280 Passyards aus der regulären Saison und den Playoffs, zog er an Peyton Mannings 79.279 Yards vorbei.
Daß die Patriots gegen die Jets 27:13 gewannen, ist eigentlich keine Erwähnung wert.

Und noch ein Rekord.
Gegen die absolut gegen ihren Rookie Head Coach Steve Wilkes eingestellten Arbeitsverweigerer der Cardinals vervollständigte Chargers Quarterback Philip Rivers seine ersten 25 Pässe in diesem Spiel. Das hat vor ihm noch keiner geschafft.
Ryan Tannehill von den Dolphins vervollständigte 2015 25 Pässe in Folge, allerdings über zwei Spiele verteilt.
Los Angeles II gewann 45:10.
Mit 8-3 Siegen haben die Chargers jetzt die 9-2 Chiefs zum Greifen nah vor sich.

Wenn heute die Playoffs begännen...
AFC
1. Kansas City Chiefs (9-2)

2. New England Patriots (8-3)

3. Houston Texans (7-3)

4. Pittsburgh Steelers (7-3-1)

5. Los Angeles Chargers (8-3): Wild Card Nr. 1.

6. Baltimore Ravens (6-5): Wild Card Nr. 2.

Auf der Lauer: Indianapolis Colts (6-5), Tennessee Titans (5-5), Cincinnati Bengals (5-6), Denver Broncos (5-6), Miami Dolphins (5-6), Cleveland Browns (4-6-1), Buffalo Bills (4-7)

NFC
1. New Orleans Saints (10-1)

2. Los Angeles Rams (10-1)

3. Chicago Bears (8-3)

4. Dallas Cowboys (6-5)

5. Minnesota Vikings (6-4-1): Wild Card Nr. 1.

6. Washington Redskins (6-5): Wild Card Nr. 2.

Auf der Lauer: Carolina Panthers (6-5), Seattle Seahawks (6-5), Philadelphia Eagles (5-6), Green Bay Packers (4-6-1), Atlanta Falcons (4-7), Detroit Lions (4-7), Tampa Bay Buccaneers (4-7)

Bevor wir zum Lazarettreport kommen noch eine Kurzmeldung.
Die 49ers feuerten Linebacker Reuben Foster am Sonntag.
Er wurde wegen häuslicher Gewalt verhaftet.
Foster hatte auch in der Vergangenheit schon so seine Probleme, nicht mit dem Gesetz zu kollidieren.
Noch lägen dem Team nicht alle Beweise vor, doch der erste Polizeibericht würde ausreichend belegen, daß man Foster nicht mehr in der Organisation der 49ers dulden könnte, hieß es von General Manager John Lynch.
Die NFL untersucht den Fall auch und behält sich zusätzliche Schritte vor.

Der Lazarettreport
Dolphins: Running Back Kenyan Drake, Schulter
Center Travis Swanson , Knie

Colts: Running Back Marlon Mack, Gehirnerschütterung

Bengals: Quarterback Andy Dalton, Daumen
Cornerback Tony McRae, Gehirnerschütterung

Chargers: Running Back Melvin Gordon, Knie

Cardinals: Linebacker Josh Bynes, Daumen

Giants: Tight End Evan Engram, Oberschenkel
Wide Receiver/kick Returner Quadree Henderson, Nacken

Panthers: Cornerback Donte Jackson, Quad
Kick Returner Damiere Byrd, Arm

49ers: Safety Jimmie Ward, gebrochener Unterarm

Buccaneers: Cornerback Carlton Davis, Knie
Offensive Tackle Demar Dotson, Knie und Oberschenkel

Jaguars: Guard Andrew Norwell, Knöchel
Long Snapper Matt Overton, Schulter

Bills: Cornerback Lafayette Pitts, Kopf
Guard John Miller, Unterleib

Raiders: defensive End Jacquies Smith, Achillessehne

Ravens: Safety Tony Jefferson, Knöchel

Packers: Wide Receiver Trevor Davis, Oberschenkel
Safety Kentrell Brice, Gehirnerschütterung

Vikings: Cornerback Xavier Rhodes, Bein

Titans: Wide Receiver Taywan Taylor (Fuß) kann heute Nacht nicht gegen Houston spielen.

Sonntag, 25. November 2018

Kurzberichte
ditka-mikeMike Ditka (Bild) erholt sich von einem leichten Herzinfarkt. Dem 79-jährigen wurde ein Herzschrittmacher eingesetzt, und er ist auf dem weg der Besserung.
Als Spieler war Ditka Tight End bei den Bears, Eagles und den Cowboys.
Von 1982 bis 92 war er Head Coach der Bears und gewann mit ihnen einen Super Bowl.
Von 1997 bis 99 war er Head Coach der Saints, das allerdings recht erfolglos.
1988 wurde er der erste Tight End, der in die Hall of Fame aufgenommen wurde.

Zwei Teams aus dem Mittelfeld der Liga bestreiten das Sunday Night Spiel.
Für die 5-4-1 Vikings und die 4-5-1 Packers geht es um einen Wild Card Platz. Daß eines der beiden Teams die 8-3 Bears noch einholen kann, darf man bezweifeln.
Das Hinspiel in Woche 2 in Green Bay endete 29:29.
Größtes Manko der Packers ist es, daß sie Auswärts in dieser Saison nicht gewinnen können, da haben sie eine glatte 0-5 Bilanz.
Positiv für Green Bay ist, daß die Vikings keine Macht im eigenen Stadion sind, da haben sie nur eine 3-2 Bilanz. Wie überhaupt die 5-4-1 Bilanz nicht das ist, was die Vikings sich für 2018 vorgestellt hatten. Der Wechsel von Quarterback Case Keenum zum 84 Millionen Dollar Mann Kirk Cousins hat auf dieser Position keinen positiven Schub gebracht.
Die O-Line vor Cousins ist nicht die Beste, und er ist nicht in der Lage anstürmenden Verteidigern so zu entkommen, wie andere hochbezahlte Quarterbacks das können. Aaron Rodgers ist ein Beispiel dafür, wie man das macht. Trotz seiner Knieverletzung ist er der Spieler, der die miese Saison der Packers noch retten kann. Seinen 19 Touchdownpässen steht nur EIN Interception gegenüber.
19 Touchdowns hat auch Cousins geworfen, aber sieben Interceptions.
Ob der Job von Vikings Head Coach Mike Zimmer in Gefahr ist, das hat man bisher noch nicht gehört. Anders sieht es bei den Packers aus, hier wird der Unmut über Mike McCarthy immer größer. Und daß sich Quarterback Rodgers öffentlich negativ über seinen Trainer äußert, ist ein verdammt schlechtes Zeichen. Wenn die Teamleitung zwischen Rodgers und McCarthy entscheiden muß, wird bestimmt Rodgers gewinnen.
Der würde aber zunächst gerne mal ein Auswärtsspiel gewinnen. Heute Nacht wäre ein guter Zeitpunkt dafür.

Samstag, 24. November 2018

Kurzberichte
brees-drew-sb-trophaeKann es 2018 einen anderen MVP geben als Drew Brees (Bild)?
Eigentlich nicht. Auch wenn die Konkurrenz mit Patrick Mahomes, Jared Goff, Todd Gurley sehr groß ist, muß es dieses Jahr doch endlich mal Brees sein.
Der Quarterback der Saints hält etliche NFL Rekorde. Er spielt in dieser Saison nahezu fehlerfrei. Seinen 29 Touchdowns stehen ZWEI Interceptions gegenüber.
ZWEI!
Von den Startern ist nur Aaron Rodgers mit nur einer Interception besser, doch er spielt bei dieser Wahl wohl eher keine Rolle.
Doch Drew Brees ist dieses Jahr ganz klar der beste Quarterback in der Liga und er führt das beste Team der Liga an.
Im Thanksgivingspiel merkte man Brees eine gewisse Unlust an. Daran muß er arbeiten. Die überzeugenden, hohen Siege lassen eine Routine eintreten, gegen die man ankämpfen muß. Es darf sich kein Schlendrian einschleichen, nur weil man die anderen Teams nach Belieben beherrscht. Aus dem Sturm darf keine Brise werden.
Auf dem Niveau, auf dem Brees und die Saints spielen, kann es nur einen MVP geben, Brees eben. Und das wäre das erste Mal, obwohl der 39-jährige schon seit 2001 in der NFL spielt, und seit einigen Jahren auf einem konstant hohem Niveau.

Während also einige Quarterbacks darum kämpfen, der beste der Saison zu werden, kämpfen andere darum 2019 noch einen Job zu haben. Zu ihnen kann man Ryan Tannehill von den Dolphins zählen. Und wenn wir in Florida bleiben, dann natürlich auch Blake Bortles von den Jaguars und Jameis Winston von den Buccaneers.
Florida mag der Sonnenscheinstaat sein, doch der Qualität der Quarterbacks im Staat scheint die Sonne nicht zuträglich zu sein.
Alle drei sind große Enttäuschungen, doch die größte Enttäuschung von ihnen ist Jameis Winston. Ihn holten die Buccaneers an erster Stelle der Draft 2015. In ihn setzten sie alle Hoffnungen auf eine bessere Zukunft. Sie wurden brutal enttäuscht. In seinen ersten Jahren warf er 75 Touchdowns und 54 Interceptions. Er kommt nur auf eine Passerwertung von mageren 86,1 Punkten. In seinen Starts hat er eine 19-29 S/N Bilanz. Und auch außerhalb des Platzes hat Mr. Winston so seine Probleme.
Während die Jaguars Organisation so dämlich war, und Blake Bortles im Februar einen Dreijahresvertrag über $54 Millionen gab, sollten die Dolphins und Buccaneers vorsichtiger sein.
Für Tannehill wären nächstes Jahr $26 Millionen fällig, für Winston immer noch $20 Millionen.
Das sind sie aber auch nicht annähernd wert.
Doch in diesen Zeiten weiß man ja nie. Denn wenn man selbst einem gerade mal durchschnittlichem Quarterback wie Kirk Cousins $84 Millionen in Minnesota garantiert, dann können andere Durchschnitts- Quarterbacks auch groß abkassieren... siehe Blake Bortles.
Tannehill und Winston spielen den Rest der Saison darum, 2019 noch einen Job zu haben, einen sehr gut dotierten Job.

„Ich bin es leid, zu spielen um nicht zu verlieren,“ zeigt sich Bengals Running Back Joe Mixon tief enttäuscht.
Die Bengals verloren vier ihrer letzten fünf Spiele. Die Playoffchance wurden von mal zu Mal kleiner, und das nach einem recht guten Start in die Saison.
Mixon nannte keine Namen und auch keine spezielle Position, aber im Verlauf des Interviews wurde klar, daß er indirekt Head Coach Marvin Lewis kritisierte.
Unter Lewis haben es die Bengals zu oft verstanden, eigentlich sichere Siege noch zu verdaddeln. Und so kommt es, daß das Team nur bei 5-5 Siegen steht.
Am Sonntag geht es gegen die Browns, und das sind nicht mehr wirklich die Clowns der Liga, aber natürlich ist eine Niederlage gegen sie immer noch eine Blamage. Das Spiel ist in Cincinnati, da wäre eine Niederlage eine doppelte Blamage, aber diese ist den Bengals durchaus zuzutrauen.

Zur Kasse bitte
hieß es für Harrison Smith. Der Safety der Bears griff Bears Quarterback Mitchell Trubisky mit übertriebener Härte an und kassierte eine 15 Yards Strafe.
Trubisky kostete eine Schulterverletzung, die er sich bei dem Angriff zuzog, das Spiel gegen die Lions. Smith kostete der Hit $10.026.

Die Houston Texans trauern um ihren Besitzer. Am Freitag verstarb Bob McNair im Alter von 81 Jahren.
Er besaß das Team seit seiner Gründung im Jahr 2002.
Seit einigen Jahren hatte er Hautkrebs, der ihm zu schaffen machte.

Der Lazarettreport
Redskins Linebacker Cassanova McKinzy zog sich gegen Dallas einen gerissenen Brustmuskel zu.

Die Patriots listen Quarterback Tom Brady mit einer Knieverletzung und einer Krankheit als fraglich auf dem Verletzungsbogen.
Doch natürlich wird der GOAT starten. Nicht spielen kann Tight End Dwayne Allen (Knie)
Wer ist denn sonst definitiv nicht in der Lage, zu spielen?
Jets, der Gegner der Patriots: Quarterback Sam Darnold, Fuß

Bills: Quarterback Derek Anderson (Gehirnerschütterung)

Giants: defensive End Kerry Wynn (Gehirnerschütterung)

Colts: Tight Ends Ryan Hewitt (Knöchel) und Erik Swoope (Knie) und Center Ryan Kelly (Knie)

Ravens: Quarterback Joe Flacco (Hüfte)
Offensive Tackle James Hurst (Rücken)

Vikings: Wide Receiver Chad Beebe (Oberschenkel) und Safety Andrew Sendejo (Leiste) 

Jaguars: Wide Receiver Rookie Wide Receiver DJ Chark (Quadrizeps)

Eagles: Linebacker Jordan Hicks (Wade), Cornerback Sidney Jones (Oberschenkel), Cornerback Avonte Maddox (Knie/Knöchel), Cornerback Jalen Mills (Fuß) und Running Back Darren Sproles (Oberschenkel)

Raiders: Wide Receiver Martavis Bryant (Knie)

49ers: Wide Receiver Pierre Garcon (Knie) und Guard Joshua Garnett (Daumen)

Buccaneers: Linebacker Lavonte David (Knie), Safety Justin Evans (Zeh) und Cornerback M.J. Stewart (Fuß)

Cardinals: Linebacker Deone Bucannon (Brust)

Broncos: Linebacker Brandon Marshall (Knie)

Steelers: offensive Tackle Marcus Gilbert (Knie) und defensive End Stephon Tuitt (Ellenbogen)

Freitag, 23. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 12 - Der dreifache Donnerstag
daniel-chase2Noch nie hatte ein Team der NFL zwischen zwei Spielen so wenig Zeit zur Vorbereitung, wie die Chicago Bears. Sie hatten am Sonntag das Abendspiel und mußten gestern bereits um 12:30 Uhr Detroiter Zeit antreten. Nur 85 Stunden lagen zwischen diesen beiden Spielen.
Da blieb keine Chance, Ersatz- Quarterback Chase Daniel (Bild) vernünftig auf die Partie vorzubereiten. Er startete für den verletzten Mitchell Trubisky.
Daniel wurde mit auf den Weg gegeben, das Spiel wenigstens nicht zu verhauen. Und er hielt sich daran.
Das Spiel wenigstens nicht zu verhauen hätten die Lions ihrem Quarterback Matthew Stafford mit auf den Weg geben sollen. Daniel startete in seinem dritten NFL Spiel, Stafford in seinem 123., und doch war er es, der die Partie vergeigte. Zwei Interceptions von ihm in nur fünf Minuten gegen Ende des Spiels besiegelten Detroits Niederlage. Dabei muß man aber sagen, daß vor seiner letzten Interception in der Endzone, sein designierter Passempfänger an der Goalline geschubst wurde. Leicht zwar, aber dafür hat man schon Flaggen fliegen sehen.
Hier die Statistiken der beiden Quarterbacks:
Chase Daniel: 27 von 37 für 230 Yards, 2 Touchdowns, 0 Interception.
Matthew Stafford: 28 von 38 für 236 Yards. So weit, so ähnlich aber dann kommen 0 Touchdowns und 2 Interceptions.
Die Bears gewannen glücklich aber verdient mit 23:16. Mit 8-3 Siegen haben sie einen komfortablen Vorsprung vor den 5-4-1 Vikings und den 4-5-1 Packers. Die stehen sich im nächsten Sunday Night Football Spiel gegenüber.
Die Lions sind auf 4-7 zurückgefallen.

In Dallas war klar, es ging um Platz 1 der zur Zeit wohl schlechtesten Division der NFL.
Die Redskins kamen mit 6-4 Siegen zu den 5-5 Cowboys.
Würden nach der Partie beide Teams 6-5 Siege haben?
Zunächst sah es wirklich nicht danach aus. Auch die Redskins kamen mit einem Ersatz Quarterback angereist, und auch er hatte nicht viel Zeit, sich auf die Cowboys vorzubereiten. Doch Anfangs spielte Colt McCoy so, als würde er Alex Smith vollwertig ersetzen.
Nach einer schleppenden ersten Halbzeit stand es nur 10:7 für Dallas.
Wer oder was auch immer sie in der Halbzeitpause geweckt hat, sie stürmten über die Redskins hinweg.
Quarterback Dak Prescott warf endlich mal keinen Interception, und das half sehr. Wenn seine O-Line ihn jetzt noch besser schützen könnte, er wurde vier mal gesackt, dann müßte er nicht so oft um sein Leben laufen. Wenn er Zeit zum Passen hat, dann trifft er auch, vor Allem Amari Cooper. Daß Dallas ihn den Raiders abgeluchst hat, war ein Glücksgriff. Er fing acht Pässe für 180 Yards und 2 Touchdowns.
Dazu addieren wir die 121 Laufyards und den 1 Touchdown von Running Back Ezekiel Elliott, und man sieht, daß die Redskins Defense kein Land sah.
Nach dem Spiel sagte Redskins Safety DJ Swearinger: „Zur Hölle, wir haben die letzten beiden Spiele wegen der Defense verloren. Wir bekommen keinen Respekt, aber wir verdienen uns auch keinen. Wenn man eine Championship Defense haben will, muß man ganz anders auftreten. Wir haben noch keine Championship-Mentalität.“
Und so kam Dak Prescott zu 22 von 31 für 289 Yards und 2 Touchdowns.
Colt McCoy: 24 von 38 für 268 Yards, 2 Touchdowns bei 3 Interceptions.
Beiden Teams stehen jetzt mit 6-5 Siegen oben in der NFC East. Doch der Schwäche der Gruppe ist es geschuldet, daß sich die 4-6 Eagles und die 3-7 Giants noch kleine Hoffnungen machen können.
Am Sonntag spielen die beiden gegeneinander.
Redskins Left Tackle Trent Williams mußte nach dem Spiel mit Brustschmerzen ins Krankenhaus.
Ob er mit dem Team zurückflog, ist noch nicht bekannt.

In New Orleans war alles klar. Das Spiel mußte halt nur noch gespielt werden, weil es auf dem Plan stand.
Obwohl die Saints 31 Punkte erzielten wirkten sie recht schwach gegen die Falcons.
Der 31:17 Sieg machte die Saints zu einem 10-1 Team, und es steht fest, daß man auf dem Weg in den Super Bowl erst mal an ihnen vorbei muß. Sie sind jetzt das Nr. 1 Team der NFC, da sie gegen die 10-1 Rams den direkten Vergleich gewonnen haben.
Mit 4-7 Siegen sind die Falcons sehr weit vom Super Bowl im eigenen Stadion entfernt.

Donnerstag, 22. November 2018

Kurzberichte
trubisky-mitchellAller guten Dinge sind drei. Ob auch aller guten Spiele drei sind, das können wir nur hoffen.
Traditionell geht es heute Abend um 18:30 Uhr in Detroit los. Die Lions empfangen die Bears.
Chicago wird allerdings auf Quarterback Mitchell Trubisky (Bild) verzichten müssen. Er hat eine Schulterverletzung und Chase Daniel wird versuchen, die Löwen zu jagen. Der ist in seinem 10. Jahr in der NFL, hat aber erst zwei Starts und 78 Passversuche auf seinem Konto.
Es kommt also auf die Defense an. Khalil Mack hat acht Sacks erzielt, doch da die Gegner sich verstärkt auf ihn konzentrieren müssen, kommt die Defense der Bears auf satte 32 Sacks insgesamt. Einer kommt immer mal durch zum Quarterback.
Die Lions haben dieses Jahr 30 Sacks erlaubt. Quarterback Matthew Stafford wird also unter enormem Druck stehen. Das ist etwas, was ihm gar nicht schmeckt.
Dieses Spiel könnte gar nicht mal so gut werden.

Traditionell findet das zweite Spiel in Dallas statt. Hier gibt es den Klassiker der Divisionsrivalen Redskins at Cowboys.
Auch die Redskins kommen mit einem Ersatz Quarterback. Colt McCoy ist seit fünf Jahren in Washington und kennt das System. Von ihm wird erhofft, daß er das Spiel managt, also wenigstens nicht verliert. Seinen letzten Pass in einem Spiel mit Bedeutung warf er in Woche 15 der Saison 2014.
Die Redskins werden den alten Mann Adrian Peterson verstärkt einsetzen. Der ist aber immer noch gut in Form und kann immer noch eine Menge Yards mit seinen Läufen erzielen.
Das Spiel wenigstens nicht zu verlieren kann man auch Dak Prescott mit auf den Weg geben. Der Quarterback der Cowboys kann sich auf seinen Running Back Ezekiel Elliott verlassen.
Wir könnten also ab 22:30 Uhr viel Laufspiel zu sehen bekommen.

Keine Tradition hat das dritte Spiel, was den Gastgeber angeht. Der wechselt ständig.
Dieses Jahr spielen die Falcons bei den Saints. Das ist auch ein Spiel unter Divisionsrivalen, wie die beiden zuvor.
Wenn es so läuft, wie man es erwarten kann, dann werden die Heiligen den Falken jede Feder einzeln ausrupfen.
New Orleans erzielt im Schnitt 37,8 Punkte pro Spiel. Man muß als Gegner also versuchen, mehr zu erzielen, weil die Offense der Saints einfach nicht gestoppt werden kann.
Dazu dürften die Falcons nicht in der Lage sein.
Allerdings ist ein Spiel zwischen diesen beiden Mannschaften immer sehenswert, vielleicht auch dieses hier um 2:20 Uhr am Freitagmorgen.

Fiel da gerade irgendwo der Name Adrian Peterson?
Der 33 Jahre alte Running Back ist auf dem Weg in dieser Saison über 1.150 Yards und 11 Touchdowns zu erzielen.
Und das alles, nach den Hindernissen, die er auf seinem Weg durch die Saisons überwinden mußte. Da war der Kreuzbandriss, der ihn nach seiner Genesung dazu getrieben hat, die beste Saison seiner Karriere abzuliefern.
Und da war der Prozeß, weil er seinen Sohn mit einer Rute geschlagen hatte. Das gab er vor Gericht zu und wurde von der Liga für die Saison 2014 suspendiert. Das hat seine Meinung über Kindererziehung allerdings nicht geändert. Peterson gab in einem Interview zu, seine Kinder immer noch zu schlagen, zwar nicht mehr mit einer Rute, sondern mit einem Gürtel.
Kinder müßten für wiederholte Verstöße bestraft werden, ist Petersons Meinung. Zu diesen Strafmaßnahmen würde auch eine Tracht Prügel hier und da gehören.
Und an sein Versprechen, das er nach dem Prozeß gab, nie wieder eine Rute zu benutzen, hält er sich ja.

Die Leiche eines vermißten Fans der 49ers, der während eines Monday Night Football Spiels am 12. November verschwunden war, wurde in einem Salzwassersee einige Meilen vom Levis Stadion entfernt gefunden.
Eine Gruppe von Entenjägern fand den Toten.
Der Gerichtsmediziner stellte fest, daß der 32 Jahre alte Ian Powers in dem See ertrank und wertete seinen Tod als Unfall.

Auch gegen die Raiders wird Ravens Quarterback Joe Flacco vielleicht wieder nur zusehen können. Er hat eine schmerzhafte Hüftverletzung. Eventuell wird Lamar Jackson wieder starten, der eh als die Zukunft des Teams angesehen wird.
Gegen die Bengals fiel Jackson mehr durch seine Läufe auf, als durch seine Pässe. 117 Yards erzielte er durch Läufe 150 durch Pässe.
Doch Jackson versprach den Fans, daß er gegen Oakland mehr auf das Paßspiel setzen wird.
Und das dürfte gegen die Raiders auch gar nicht schwer werden.

Raiders Quarterback Derek Carr will nicht um den ersten Pick in der Draft spielen.
Er findet das Gerede, daß Head Coach Gruden das Team aufgegeben hat, um eine hohe Draftposition zu erreichen, völlig daneben.
Er, Carr, würde dabei sowieso nicht mitspielen, sagte der Quarterback. Er würde spielen, um zu siegen.
Noch sind die Raiders gut im Rennen um Platz eins. Allerdings hat ihr Sieg gegen die Cardinals ihre Chancen etwas geschmälert. Die Raiders, Cardinals und 49ers haben alle 2-8 Siege. Das wird noch eine harter Kampf die alleinige Spitzenposition wieder zu erreichen.
Und Carr hat keine Lust, seinen Teil dazu beizutragen.

Packers Quarterback Aaron Rodgers stiftet eine Million Dollar als Aufbauhilfe für die Opfer der Waldbrände in Kalifornien.

Vikings Head Coach Mike Zimmer ist sauer über das, was sein Team auf dem Platz zeigt.
Unter dem neuen Offensive Coordinator John DeFilippo hat die Offense ordentlich an Fahrt verloren, und das obwohl Running Back Dalvin Cook wieder voll einsatzbereit ist.
Aber auch der Mannschaftsteil der Zimmer persönlich unterstellt ist, die Defense, strauchelt.
Vom Personal her sollte Minnesota besser dastehen als mit 5-4-1. Die Playoffs, die vor der Saison als klares Saisonziel galten, sind nur noch schwer zu erreichen.

Die Eagles kommen nicht in Fahrt. Die Offense ist nur noch ein Schatten der Saison 2017. Die O-Line scheint das Blocken verlernt zu haben.
Die Colts Offense kommt immer besser in Fahrt und die in den Vorjahren so anfällige O-Line kann Quarterback Andrew Luck endlich wirklich beschützen.
Letztes Jahr war Frank Reich Offensive Coordinator der Eagles. Dieses Jahr ist Frank Reich Head Coach der Colts.
Ob es da einen Zusammenhang gibt?

Der Lazarettreport
Wer kann denn heute Abend definitiv nicht spielen?
Falcons: Pro Bowl Linebacker Deion Jones, gebrochener Fuß

Saints: Offensive Tackle Terron Armstead (Brustmuskel)

Redskins: Running Back Chris Thompson (Rippen)

Cowboys: Wide Receiver Tavon Austin (Leiste), Tight End Geoff Swaim (Handgelenk), Ersatz Center Adam Redmond (Gehirnerschütterung), defensive Lineman David Irving (Knöchel) und Linebacker Sean Lee (Oberschenkel)

Lions: Wide Receiver Marvin Jones (Knie) und Running Back Kerryon Johnson (Knie)

Bears: Linebacker Aaron Lynch (Gehirnerschütterung) und Tight End Adam Shaheen (Gehirnerschütterung)

Die besten Spieler der Woche - 11
AFC

OFFENSE: QB ANDREW LUCK, INDIANAPOLIS COLTS
23 von 29 für 297 Yards, 3 Touchdowns

DEFENSE: LB VON MILLER, DENVER BRONCOS
1 Sack (der 100. seiner karriere), 1 Interception

SPECIAL TEAMS: K DANIEL CARLSON, OAKLAND RAIDERS
3 von 3 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkte

OFFENSE: RB SAQUON BARKLEY, NEW YORK GIANTS
Insgesamt 152 Yards, 2 Touchdownläufe, 1 Touchdownpass

DEFENSE: LB SAMSON EBUKAM, LOS ANGELES RAMS
3 Tackles, 1 Sack, 1 Interception zum Touchdown zurückgetragen, 1 eroberten Fumble zum Touchdown zurückgetragen.

SPECIAL TEAMS: K CODY PARKEY, CHICAGO BEARS
3 von 3 Field Goals

Mittwoch, 21. November 2018

Kurzberichte
bowles-todd3Es fällt schwer, nach diesem epischen Monday Night Spiel zur normalen Tagesordnung in der NFL zurückzukehren.
Aber es kann natürlich nicht jedes Spiel so ein Kracher sein, das würde dann ja auch langweilig auf die Dauer.
Am anderen Ende der Skala dieser phantastischen Teams sind die Jets zu finden. Sie haben vier Spiele in Folge verloren und können sich mit 3-7 Siegen die Playoffs praktisch abschminken, auch wenn sie sie theoretisch noch erreichen könnten.
(Noch) Head Coach Todd Bowles (Bild) sagte der Presse, daß die Moral in der Truppe hoch wäre. Und die Spieler versprechen den Fans in den letzten Spielen noch alles zu geben. Sie wollen nicht einfach so sang- und kampflos untergehen. Dieses Vorhaben können sie am Sonntag gegen die Patriots beginnen. Die haben ihr letztes Spiel gegen die Titans verloren, sind also durchaus schlagbar. Doch New England wird sich natürlich den Frust über diese bodenlose Blamage von der Seele spielen wollen.
Und wenn Bowles mit „Moral“ die Vorstellung meint, die die Jets gezeigt haben, als sie von den Bills aus dem eigenen Stadion geprügelt wurden, dann gute Nacht.
Mit 7-3 Siegen haben die Patriots zwei Siege Vorsprung vor den Dolphins. Die können am Sonntag in Indianapolis wieder mit Ryan Tannehill antreten. Head Coach Adam Gase gab bekannt, daß der Quarterback seine Schulterverletzung auskuriert hat.

Colt McCoy könnte bei manch anderem Team als Starter gelten. Bei den Redskins ist er nur Ersatzmann und das seit fünf Jahren hinter diversen Quarterbacks.
Am Donnerstag wird er mal wieder starten, in Dallas. Die Cowboys sind eines von zwei Teams, die traditionell immer Gastgeber an Thanksgiving sind.
Die Redskins reisen mit 6-4 Siegen nach Dallas. Die Cowboys stehen bei 5-5, können also mit einem Sieg gleichziehen.
McCoy ist in den verbleibenden sechs Wochen der regulären Saison Washingtons Starter. Seine Bilanz bisher in der NFL (Browns 2010-12, 49ers 2013 und Redskins 2014 bis heute) 514 von 854 für 5.640 Yards, 27 Touchdowns, 23 Interceptions. Sein Gehalt bisher in Washington über die fünf Saisons verteilt, $14 Millionen. Recht viel für einen Ersatzmann.
Ob er das Team in die Playoffs führen kann bleibt abzuwarten. Unmöglich ist das nicht, sieht man sich den Rest der traurigen NFC East an. Dallas, Philadelphia (4-6) und die Giants (3-7) gehören in dieser Saison eher zu den schlechteren Teams der Liga. Die NFC East ist auf das Niveau der AFC South abgerutscht. Da wie dort kann der Einäugige tatsächlich der König unter den Blinden werden.

Malcolm Jenkins zerreißt seine Teamkollegen in der Luft.
Der Safety der Eagles bezeichnet das Verhalten seiner Teamkollegen im Debakel gegen die Saints als zutiefst beschämend.
„Es war einfach nur beschämend,“ sagte Jenkins der Presse. „Ich fühlte mich nicht, wie in einem Team, das bereit wäre zu kämpfen. Ich wäre eher aus dem Spiel gegangen, als mich so zu benehmen.“
Jenkins nannte keine Namen, wen er speziell meinte. Aber viele hätte er nicht ausschließen können.
Defensive Coordinator Jim Schwartz fand es fürchterlich, daß seine Defense 173 Laufyards zugelassen hatte. Ingram und Kamara überrannten seinen Mannschaftsteil, der bis dahin nur 93,4 Yards pro Spiel zugelassen hatte.
Am Sonntag geht es für die Eagles gegen die Giants. Wenn die dann Rookie Running Back Saquon Barkley von der Leine lassen und gewinnen, würden beide Teams mit 4-7 Siegen dastehen.
Nicht gut, für einen amtierenden Super Bowl Sieger.

Die Broncos feuerten Cornerback Adam „Pacman“ Jones, der in seiner 14. NFL Saison ist.
Erst im August gaben sie ihm einen Vertrag, doch er startete nur in zwei Spielen im September. In sieben Spielen wurde er nur sporadisch eingesetzt.

Das Rätsel, warum Todd Gurley im Spiel aller Spiele nur insgesamt 94 Yards erzielte, ist gelöst.
Der Running Back der Rams spielte lange mit einem verletzten Knöchel. Im ersten Viertel zog er sich die Verletzung zu und die behinderte ihn ziemlich.
Allerdings wurde er als Ablenkung weiter eingesetzt, damit sich die Defense der Chiefs weiter auf ihn konzentrieren mußte.

Gehen wir über das Power Ranking zu den Playoffkandidaten.
An der Spitze des Kräftemessens hat sich durch den Wahnsinn, den die Chiefs und die Rams geboten haben, nichts geändert.
Die 9-1 Saints bleiben auf Platz 1.
Die Rams und die Chiefs tauschten die Plätze. Die 10-1 Rams stehen jetzt auf Platz 2, die 9-2 Chiefs auf der Drei.
Von Platz 12 in die Einstelligkeit kamen die Texans. Sie sprangen auf Platz acht.
Unten haben die Raiders ihren tapfer verteidigten letzten Platz an die Cardinals verloren.

Und so sieht die Playoff-Jagd zur Zeit aus.
NFC
1. LA Rams
2. New Orleans Saints
3. Chicago Bears
4. Washington Redskins
5. und Wild Card Team 1, Carolina Panthers.
6. und WC 2 Minnesota Vikings
Dahinter lauern die Dallas Cowboys (5-5), Seattle Seahawks (5-5), Green Bay Packers (4-5-1), Atlanta Falcons (4-6), Detroit Lions (4-6), Philadelphia Eagles (4-6)

AFC
1. Kansas City Chiefs
2. Pittsburgh Steelers
3. New England Patriots
4. Houston Texans
5. und WC 1 Los Angeles Chargers
6. und WC 2 Baltimore Ravens
Dahinter lauern die Cincinnati Bengals (5-5), Indianapolis Colts (5-5), Miami Dolphins (5-5), Tennessee Titans (5-5), Denver Broncos (4-6)
Aber es ist noch viel Football zu spielen, und das kann sich alles noch ändern.

Der Lazarettreport
Buccaneers: Tight End OJ Howard wurde mit einer Fußverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Bears: Quarterback Mitch Trubisky, Schulter, sein Einsatz am Donnerstag gegen die Lions ist fraglich.

Bengals: Linebacker Preston Brown wurde mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Dienstag, 20. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 11 - Der Montag
goff-jared12Der Versuch über dieses Spiel entsprechend zu schreiben, hieße, ein Buch mit 600 Seiten zu füllen.
Deshalb versuche ich es erst gar nicht. Wer es nicht geguckt hat, hat es nicht gesehen, das 773. Monday Night Football Spiel mit den meisten Punkten, die es jemals in einem Monday Night Spiel gegeben hat.
Und auch ein NFL Rekord ist gefallen, denn noch niemals in der Geschichte der NFL gab es ein Spiel, in dem beide Teams über 50 Punkte erzielten.
Es gab zwei Unentschieden und sechs Führungswechsel, davon alleine vier im vierten Viertel.
Dabei kann man nicht sagen, daß beide Teams ihre Verteidigungen Zuhause gelassen hatten, denn die punkteten fleißig mit. Noch nie gab es direkte Punkte für den Gegner aus Fehlern von Chiefs Quarterback Patrick Mahomes. In diesem Spiel gab es gleich zwei Gelegenheiten, in denen die Defense der Rams direkt punkten konnte.
Man stelle sich vor, dieser Kracher wäre wirklich den heimischen Fans entzogen worden, und hätte in Mexico City stattgefunden. Das wäre schrecklich gewesen.
Eine große amerikanische Tageszeitung drückte es so aus: Arena Football trifft auf ein Madden Videospiel.
14 Touchdowns, 1.001 Yards, 105 Punkte, die drittmeisten in einem regulären Saisonspiel in der Geschichte der Liga.
Sehen wir uns die Statistiken im Einzelnen an.
Chiefs Quarterback Patrick Mahomes: 33 von 46 für 478 Yards, 6 Touchdowns, aber auch 3 Interceptions von denen einer direkt zum Touchdown zurückgetragen wurde, und zwei Fumbles.
Rams Quarterback Jared Goff (Bild): 31 von 49 für 413 Yards, 4 Touchdowns, 0 Interceptions und auch zwei Fumbles.
Rams Running Back Todd Gurley hatte zwar seine Szenen, blieb aber weit unter dem, was er sonst zustande bringt: 12 Läufe für 55 Yards, 3 gefangene Pässe für 39 Yards.
Kareem Hunt von den Chiefs war etwas produktiver mit 14 Läufen für 70 Yards und 3 gefangenen Pässen für 41 Yards und 1 Touchdown.
Chiefs Wide Receiver Tyreek Hill war eine Macht. Er fing 10 Pässe für 215 Yards und 2 Touchdowns.
Bester Receiver der Rams war Brandin Cooks, der 8 Pässe für 107 Yards fing.
1:49 Minuten waren noch zu spielen, als ein Touchdownpass über 40 Yards von Goff auf Gerald Everett die 53:51 Führung brachte. Der Extrapunkt gelang auch, so daß ein Field Goal von den Chiefs nicht ausgereicht hätte, das Spiel zu gewinnen.
Doch 1:28 Minuten vor Spielende konnte Rams Cornerback Marcus Peters einen Pass von Mahomes abfangen und den Sieg sichern.
Ausgerechnet Peters, der von den Chiefs an die Rams abgegeben wurde, obwohl er ein sehr sicherer Spieler ist, aber zu viele Probleme bereitete.
Und ich könnte noch viel darüber schreiben, aber wie gesagt, diesen Klassiker könnte man nur würdigen, wenn man ein Buch darüber schreiben würde. Aaron Donald, Travis Kelce, Samson Ebukam, die miesen Schiedsrichter, die Spaß mit Flaggen hatten, und noch viel mehr Kapitel wären zu schreiben.
Warten wir auf die Verfilmung. Hollywood, das ja eh das Drehbuch zu diesem Spiel geschrieben haben könnte, ist vielleicht interessiert.
Ich weiß nicht, ob es legale Tauschbörsen gibt, aber sollte es sie geben, dann sollten die, die das Spiel nicht gesehen haben, es bei einer legalen Tauschbörse runterladen und genießen.
Und wenn man jetzt bedenkt, daß das nächste Monday Night Football Spiel Titans at Texas heißt, dann beschleicht einen das kalte Grauen.

Kurzberichte
Die NFL hat angekündigt, daß sie Mexico City nächstes Jahr erneut ein Spiel spendieren wird.
Wer wann gegen wen spielt, das wird noch bekanntgegeben.

Als schlechter Verlierer outete sich Keenan Allen.
Dem Wide Receiver der Chargers stinkt es, daß die Broncos gepriesen werden, weil sie die Chargers 23:22 geschlagen haben.
Ein Field Goal in letzter Sekunde besiegelte die Niederlage der Chargers, die den Sieg bitter benötigt hätten, um an den Chiefs dranzubleiben.
Allen meinte dazu: „Nein, ich glaube nicht, daß sie gut gespielt haben. Wir haben das Spiel dominiert. Ballverluste, wir haben ihnen die Punkte geschenkt, das ist, was passiert ist. Sie stinken.“
Bitter, wenn man eine 19:7 Führung vergeigt, aber man hätte halt selber besser spielen müssen.

Jetzt ist auf dem Tisch, was LeVeon Bell als Jahresgehalt verlangt hat. Der (noch) Running Back der Steelers wollte $17 Millionen pro Jahr und garantierte $45 Millionen von Pittsburgh haben.
Es wird erwartet, daß die Steelers Bell ein „Transition Tag“ anheften, ein „Wechsel-Etikett“. Damit könnten sie sich in Ruhe zurücklehnen, sehen was andere Teams für ihn bieten, und diesen Angeboten dann entsprechen, wenn ihnen danach wäre.
Interessenten soll es geben, aber ob sie Bells Gehaltsvorstellungen nachgeben werden?

Nachdem Quarterback Alex Smith mit einem bösen Beinbruch die Saison beenden mußte, holten die Redskins sich einen Ersatzmann für Colt McCoy, der jetzt starten wird.
Sie entschieden sich für Mark Sanchez. Einst ein Starter bei den Jets, sank sein Stern nach der Saison 2012.
Letztes Jahr war er bei den Bears unter Vertrag, spielte aber nicht.
Head Coach Jay Gruden gab bekannt, daß Smith für die Saison raus ist, aber die Karriere muß er noch nicht beenden.

Cowboys Rookie Wide Receiver Michael Gallup hat die Erlaubnis, dem Team fernzubleiben.
Sein Bruder hat am Sonntag Selbstmord begangen.
Ob Gallup am Donnerstag gegen die Redskins spielt, ist fraglich.

Der Lazarettreport
Dolphins: Wide Receiver Jakeem Grant, Bein, er wurde auf die Verletztenliste gesetzt. Der Verdacht auf den Riß einer Achillessehne wurde aber nicht bestätigt.

Raiders: Wide Receiver Brandon LaFell wurde mit einem Achillessehnenriss auf die Verletztenliste gesetzt.

Packers: Tight End Jimmy Graham will trotz seines gebrochenen Daumens gegen die Vikings spielen.

Cowboys: Tight End Geoff Swain, gebrochenes Handgelenk, einige Wochen Pause.

Montag, 19. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 11 - Der Sonntag
cousins-kirk-vikingsEindrucksvoll, das ist das Wort, das mir spontan einfällt, wenn ich an die Vorstellung der Saints denke. Wie dieses Team den amtierenden Titelträger abgefertigt hat, das war eindrucksvoll.
Sieht man sich dagegen an, was die Bears und die Vikings gezeigt haben, und was die unter Football verstehen, dann liegen da Universen dazwischen.
Fangen wir mit dem „Spitzenspiel“ der Vikings in Chicago an. Immerhin ging es dabei um den ersten Platz der NFC North.
Vor keinem dieser beiden Teams muß es einem eventuellen Gegner in den Playoffs Angst und Bange werden. Mehr schlecht als recht schleppten sich beide Mannschaften über den Platz.
Vikings Quarterback Kirk Cousins (Bild) ist weiterhin auf Achterbahnfahrt. Mal spielt er, als wäre er die $80 Millionen tatsächlich wert, die man ihm bezahlt, mal, so wie gestern, spielt er, als müßte er den Fans Schmerzensgeld zahlen, für das was er ihnen zumutet.
Auch Bears Quarterback Mitchell Trubisky sah gestern nicht wirklich wie die Zukunft für die Bears aus.
Cousins: 30 von 46 für 262 Yards, 2 Touchdowns, 2 Interceptions.
Trubisky: 20 von 31 für 165 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions. Aber er kann selber laufen. 43 Yards erzielte er mit 10 Läufen und stellte die Defense der Vikings damit immer wieder vor Probleme.
Nachdem die Bears schon mit einer 14:0 Führung in die Halbzeit gingen, kam Minnesota in der zweiten Halbzeit etwas besser in Schwung. Doch am Ende konnte Chicago knapp mit 25:20 gewinnen und die Tabellenspitze verteidigen und ausbauen. Mit 7-3 Siegen haben sie jetzt einen komfortablen Vorsprung vor den 5-4-1 Vikings.

Die Lions konnten unerwartet gegen die Panthers das Duell der Raubkatzen gewinnen und stehen bei 4-6.
Carolina hätte in Detroit eine Verlängerung erzwingen können, aber als sie eine Minute vor Spielende auf 19:20 herangekommen waren, entschied sich Head Coach Ron Rivera dazu mit einem Zweipunkteversuch auf Sieg zu gehen. Doch Quarterback Newtons Pass zu J. Wright war unvollständig.
Die Panthers hätten den Sieg auch bitter nötig gehabt, um an den unfaßbaren Saints dran zu bleiben. Doch sie fielen auf 6-4 zurück.
Die Lions empfangen am Donnerstag die Bears.

Was war denn nun in New Orleans?
Ein Schlachtest in der Dose.
Klar gab es immer wieder mal Super Bowl Sieger, die in der Saison danach nicht wieder so auftrumpfen konnten, wie im Jahr zuvor. Was allerdings die Eagles angeht, dann reibt man sich schon die Augen. Einen so schlechten Titelverteidiger hat es selten gegeben.
Dazu ein Saints Team, dem in der Offense alles gelingt, und man bekommt besagtes Schlachtfest.
Gegen absolut Chancenlose Eagles gewann ein überragendes Saints Team auch in dieser Höhe verdient mit 48:7. Noch nie verlor ein Super Bowl Sieger in der Saison danach ein Spiel mit 41 Punkten Unterschied.
Eagles Quarterback Carson Wentz hatte keine Chance zu beweisen, was er kann. Dabei ist die Passdefense von New Orleans anfällig. Nicht so gestern.
Wentz kam auf eine Bilanz von 19 von 33 für magere 156 Yards, NULL Touchdowns und satte DREI Interceptions.
Ganz anders Drew Brees. Er vervollständigte 22 seiner 30 Pässe für 363 Yards und VIER Touchdowns.

Da fragt man sich, ob vielleicht nicht mehr die AFC South die schlechteste Division der Liga ist, sondern die NFC East.
Der Vertreter der South, die Texans, schlug die Redskins aus der East mit 23:21.
Washington verlor nicht nur das Spiel, sondern auch Quarterback Alex Smith. Er brach sich so böse das rechte Bein, daß er sofort operiert werden mußte, als er ins Krankenhaus kam. Und das auf den Tag genau 33 Jahre nachdem Quarterback Joe Theisman sich ein Bein brach, und seine Karriere beenden mußte. Der war übrigens im Stadion und erlebte die schreckliche Szene hautnah mit. Für Smith ist die Saison beendet, hoffentlich nicht die Karriere.
Die Redskins fielen auf 6-4 zurück.
Dadurch daß die Cowboys unerwartet und knapp mit 22:19 in Atlanta gewannen, stehen sie jetzt bei 5-5 Siegen.
Damit wird das Spiel Redskins at Cowboys am Donnerstag der Kampf um die Spitze der NFC East.
Und so schlecht, wie diese Division ist, haben selbst die Giants nach ihrem Sieg gegen Tampa Bay, der sie auf 3-7 hievte, noch Chancen.

In der AFC South sind die Colts gerade dabei wieder die normale Hackordnung herzustellen.
Sie fertigten die Titans mit 38:10 ab. Tennessee glaubte ja nach dem Sieg gegen die Patriots, daß sie ein gutes Team wären. Nun, das war ein Irrglaube.
Titans Quarterback Marcus Mariota verletzte sich am Ellenbogen und mußte ersetzt werden, doch auch mit ihm wäre das Ergebnis nicht anders ausgefallen.
Titans Defensive Coordinator Dean Pees mußte mit einer nicht näher bezeichneten Krankheit während des Spiels ins Krankenhaus gebracht werden.
Colts Quarterback Andrew Luck hat es geschafft, nach Tom Brady und Peyton Manning der erst dritte Quarterback der NFL zu werden, der in sieben Spielen in Folge in einer Saison drei Touchdowns und mehr warf. Seine Bilanz gestern: 23 von 29 für 297 Yards und 3 Touchdowns.
Mit 5-5 Siegen sind sie gleich mit den Titans, und werden es schwer haben, die 7-3 Texans noch einzuholen.

Pittsburgh blamierte sich so gut es ging in Jacksonville. Wenigstens drei Viertel lang.
Dann endlich schienen sie den Ernst der Lage zu erkennen, und fingen an Football zu spielen.
Die Jaguars gingen in einem grauenvollen Spiel mit 16:0 in Führung. Steelers Quarterback Ben Roethlisberger warf drei Interceptions. Nachdem er letzte Woche der wertvollste Spieler der AFC wurde, war er auf dem Weg, eine Woche später die Niete der Woche zu werden.
Doch er drehte auf und das Spiel. Am Ende gab es den erwarteten Sieg Pittsburghs, allerdings denkbar knapp mit 20:16.
Da auch die Ravens gewannen, auch sehr knapp mit 24:21 gegen die Bengals, hätten sie sich eine Niederlage in Jacksonville nicht leisten können.
Pittsburgh steht bei 7-2-1, Baltimore und Cincinnati bei 5-5. Das wird noch spannend dort.

Und nicht vergessen, heute Nacht gibt es die Super Bowl Vorschau zwischen den 9-1 Teams aus Kansas City und Los Angeles.

Der Lazarettreport
Lions: Running Back Kerryon Johnson, Knie

Colts: Center Ryan Kelly, Knie

Falcons: Safety Damontae Kazee, Schulter

Texans: Guard Zach Fulton, Schulter
Guard Senio Kelemete, Knöchel

Chargers: Defensive Tackle Corey Liuget, Brustmuskel, Saison beendet

Raiders: Wide Receiver Brandon LaFell, Achillessehne, Saison beendet

Cardinals: Linebacker Deone Bucannon, Brust

Buccaneers: Tight End O.J. Howard, Knöchel

Eagles: Center Jason Kelce (Ellenbogen), Cornerback Sidney Jones (Oberschenkel), Cornerback Rasul Douglas (Knie), Cornerback Avonte Maddox (Knie), Long Snapper Rick Lovato, Kopf

Bears: Tight End Adam Shaheen und Linebacker Aaron Lynch erlitten Gehirnerschütterungen

Sonntag, 18. November 2018

Kurzberichte
luck-andrew-123
Da die Colts in der schlechtesten Division der NFL spielen, der AFC South, und sie erst vier Siege haben, fliegen sie etwas unter dem Radar. Und doch verrichtet Rookie Head Coach Frank Reich gute Arbeit. Er konnte die schwache O-Line so gut einstellen, daß Quarterback Andrew Luck (Bild) nicht mehr bei jedem Spielzug um sein Leben laufen muß.
Das tut nicht nur ihm gut, sondern dem ganzen Team. In drei Spielen in Folge gingen die Colts als Sieger vom Platz. In sechs Spielen in Folge warf Luck wenigstens drei Touchdowns. Seine 26 Touchdownpässe 2018 sind die zweitbeste Marke hinter Patrick Mahomes von den Chiefs.
Wenn Luck heute gegen die Titans zwei Touchdownpässe wirft, könnte er der erst dritte Quarterback der NFL werden, der in seinen ersten 70 Spielen über 160 Touchdownpässe warf. Die anderen beiden sind Dan Marino (182) und Aaron Rodgers (160).
Luck ist wieder in der Form, in der er vor seiner schlimmen Schulterverletzung war, durch die er 2017 verpaßte.
Ein Sieg gegen Tennessee ist für Indianapolis Pflicht. Die Titans stehen mit 5-4 Siegen ein Spiel vor den Colts.
Die Texans führen die Division mit 6-3 Siegen an. Sie müssen heute bei den Redskins ran, was nicht leicht werden dürfte.

Auch Buccaneers Head Coach Dirk Koetter konnte den stockenden Angriff seines Teams nicht in Gang bringen. Er hat letzte Woche die Ansage der offensiven Spielzüge selber übernommen. Doch bei einer 3:16 Niederlage gegen die Giants fanden die Bucs die Endzone nicht.
Da das also nichts gebracht hat, übernimmt ab sofort wieder Offensive Coordinator Todd Monken diese Aufgabe.
„Todd Monken hat die ganze Saison über einen exzellenten Job gemacht,“ meinte Koetter dazu. „Ich habe keine Probleme damit, welche Spielzüge er ansagt.“
Stellt sich die Frage, warum Koetter dann selber diese Aufgabe übernommen hat, wenn Monken doch so einen exzellenten Job gemacht hat?

Die überraschenden Bears kämpfen heute gegen die Vikings um den Spitzenplatz in der NFC North.
Quarterback Mitchell Trubisky ist auf dem besten Weg, neue Teamrekorde aufzustellen. Das Team ist zur Zeit so gut, daß zwei ihrer Spiele kurzfristig in die TV Primetime gelegt wurden.
Chicago kann zum ersten Mal seit 2010 die Division gewinnen und in die Playoffs einziehen. In den verbleibenden sieben Spielen haben sie es vier mal mit direkten Konkurrenten aus der eigenen Gruppe zu tun.
Die Vikings dürften dabei der schwerste Gegner sein. Die Packers und die Lions sind in ihrer momentanen Verfassung schlagbar.
Heute Nacht wird Bears Linebacker Khalil Mack Jagd auf Vikings Quarterback Kirk Cousins machen. Das sollte man sich ansehen.

Zur Kasse bitte
Hier noch weitere Missetäter, die nach Woche 10 zur Kasse gebeten wurden. Drei Spieler der Rams sind darunter.
Defensive Tackle Aaron Donald, $23.395, Griff in die Gesichtsmaske von Seahawks Center Justin Britt.
Britt bekam in der selben Szene für einen Late Hit auf Donald eine $20.054 Strafe.
Nose Tackle Ndamukong Suh hat mal wieder einen Quarterback auf unerlaubte Weise angegriffen und muß dafür $20.054 zahlen.
Linebacker Dante Fowler jr. muß für einen Griff in die Gesichtsmaske $10.026 zahlen.

Panthers: Safety Eric Reid, $10,026, unerlaubter Angriff auf den Kopf von Steelers Quarterback Ben Roethlisberger. Reid wurde dafür auch vom Platz gestellt.

Giants: Linebacker Alec Ogletree, $26,739, unerlaubter Angriff auf den Kopf von 49ers Wide Receiver Marqise Goodwin.

Samstag, 17. November 2018

flacco-joe-sbDer Lazarettreport 
Für die Ravens geht es noch um viel. Mit 4-5 Siegen stehen sie zwar in der AFC North hinter den 5-4 Bengals und den 6-2-1 Steelers, haben beide Teams aber noch in Sichtweite vor sich.
Ausrutscher sollten sie sich aber nicht mehr erlauben.
Da ist es natürlich nicht von Vorteil, daß am Donnerstag nur ein gesunder Quarterback mit trainieren konnte, Robert Griffin III.
Starter Joe Flacco (Bild) hat Hüfte und Rookie Lamar Jackson, der Flacco beerben soll, hat Magen.
Jackson soll aber für das wichtige Spiel gegen die Bengals einsatzbereit sein.
Head Coach Harbaugh weiß noch nicht, wer als Starter auflaufen wird. Gerüchte, daß es Griffin III sein soll, halten sich hartnäckig. Es wäre sein erster Start in einem NFL Spiel seit 2016. 2017 war er bei keinem Team unter Vertrag.
Offensive Tackle James Hurst ist definitiv als Out gelistet.

Packers: Tight End Jimmy Graham, gebrochener linker Daumen, Ausfallzeit noch ungewiß.

Broncos: Guard Max Garcia zog sich im Training einen Kreuzbandriss zu. Für ihn ist die Saison beendet.
Für das Spiel gegen die Chargers sind Linebacker Brandon Marshall (Knie) und Safety Dymonte Thomas (Knöchel) als Out gelistet.

Wer ist denn sonst so noch als Out gelistet?
Jaguars: Cornerback Quenton Meeks (Knie)

Buccaneers: offensive Lineman Evan Smith, gerissene Pfannenlippen in beiden Hüften. Er mußte operiert werden.
defensive End Vinny Curry (Knöchel), Linebacker Lavonte David (Knie), Safety Justin Evans (Zeh), Running Back Ronald Jones (Oberschenkel) und Cornerback M.J. Stewart (Fuß)

Redskins: Wide Receiver Jamison Crowder (Knöchel), und die Running backs Chris Thompson (Rippen) und Samaje Perine (Wade)

Steelers: offensive Tackle Marcus Gilbert (Knie) und defensive End Stephon Tuitt (Ellenbogen)

Eagles: Cornerback Ronald Darby (Knie) und Jalen Mills (Fuß), Tight End Joshua Perkins (Knie) und Running Back Darren Sproles (Oberschenkel)

Cowboys: Wide Receiver Tavon Austin (Leiste), defensive End Taco Charlton (Schulter)

Lions: Wide Receiver Marvin Jones (Knie), Tight End Michael Roberts (Schulter) und defensive Tackle A'Shawn Robinson (Knöchel)

Panthers: Wide Receiver Torrey Smith (Knie)

Chargers: Cornerback Trevor Williams (Knie)

Cardinals: Safety Budda Baker (Knie) und Wide Receiver Chad Williams (Knöchel)

Saints: defensive End Marcus Davenport (Zeh) und offensive Tackle Terron Armstead (Schulter)

Titans: Running Back David Fluellen (Knie)

Vikings: Safety Andrew Sendejo (Leiste)

Kurzberichte
Die Raiders konnten schon wieder nicht voll trainieren.
Die Luft am Trainingsgelände war mit zu viel Rauch aus den Waldbränden angereichert.
Die Chargers spendeten $250.000 an das amerikanische Rote Kreuz, um die Hilfsarbeit der Organisation zu unterstützen.

Soll Packers Quarterback Aaron Rodgers seine Differenzen mit Head Coach Mike McCarthy öffentlich machen?
Rodgers glaubt, daß die Offense mehr leisten könnte, würde der Head Coach nur die richtigen Spielzüge ansagen.
Rodgers tat sein Bestes, um die Seahawks zu schlagen. Er vervollständigte 21 seiner 30 Pässe für 332 Yards und 2 Touchdowns. Aber bei den dritten Versuchen versagte Green Bay. Nur drei von 11 konnten sie erfolgreich in neue erste Versuche umwandeln.
„Wir waren in den letzten Jahren immer gut darin, dritte Versuche auszuspielen,“ meinte Rodgers. „Auch in der Red Zone waren wir sehr gut. Das sind wir dieses Jahr nicht mehr.“
Rodgers glaubt, daß er in einer mittelmäßigen Offense spielt. Daß er seine Receiver so oft nicht trifft, liegt seiner Meinung daran, daß die jungen Receiver nicht die richtigen Routen laufen.
Mittlerweile häufen sich die Stimmen, die flüstern, daß McCarthy in seiner letzten Saison in Green Bay sein könnte.

Zur Kasse bitte
hieß es für Colts Guard Quenton Nelson. Er muß $26.739 zahlen weil er seinen Gegenspieler der Jaguars absichtlich mit dem Helm voran attackiert hatte.

Freitag, 16. November 2018

Die NFL 2018 - Woche - Der Donnerstag
rodgers-aaron14
Mit den 4-4-1 Packers und den 4-5 Seahawks trafen zwei Teams aus dem Mittelfeld der Liga aufeinander. Für beide ging es darum, auf keinen Fall den Anschluß an die Wild Card Plätze zu verlieren.
Und so gab es eine erste Halbzeit, die bewies, daß beiden Teams Offense können wenn es darauf ankommt.
Es begann allerdings mit einer Katastrophe für Seattle. Direkt im ersten Spielzug verlor Running Back Chris Carson den Ball. Die Packers eroberten das Ei an der 29 Seattles. Drei Spielzüge später traf Quarterback Aaron Rodgers (Bild) Wide Receiver Aaron Jones in der Endzone.
Green Bay ging nach einem munteren Schlagabtausch mit einer 21:17 Führung in die Halbzeit. Es hätte 24:17 stehen können, wenn Kicker Mason Crosby nicht ein Field Goal aus 47 Yards knapp links neben die Stangen gesetzt hätte. Wieder einmal versemmelte ein Kicker in dieser Saison wichtige drei Punkte, die am Ende bitter fehlten.
Aus den Mißgeschicken der teilweise sehr hoch bezahlten NFL Kicker in dieser Saison könnte man einen abendfüllenden Spielfilm machen.
Im dritten Viertel nahmen sich die Angriffsreihen eine Auszeit und es fielen keine Punkte.
Im letzten Quarter drehten die Seahawks auf. Offense und Defense hatten ihre Gegner fest im Griff.
Wer mal wieder keinen Durchblick hatte, war Packers Head Coach Mike McCarthy. Einen 34 Yard Pass, den Seahawks Wide Receiver Tyler Lockett knapp über den Grashalmen fing, war gar kein Catch, wie die Zeitlupen zeigten. McCarthy warf die rote Flagge nicht, und Seattle kam an die 16 Green Bays. Drei Spielzüge später traf Quarterback Russell Wilson Ed Dickson zu einem 15 Yards Touchdown.
Green Bays nächste Angriffsserie wurde an der eigenen 33 gestoppt. Der Head Coach entschloß sich dazu, den Ball zu punten, obwohl nur noch 4:11 Minuten zu spielen waren. Ein Vierter und zwei an der eigenen 33 wäre natürlich ein großes Risiko gewesen, aber den Ball so kurz vor Spielende wieder an Seattle zurück zu geben, das war auch nicht ganz risikofrei.
Seattle konnte die Zeit herunterspielen und den knappen 27:24 Sieg sichern.
Die Packers vergeigten das Spiel, nachdem sie bereits 14:3, 21:17 und 24:20 geführt hatten.
Green Bay steht jetzt mit 4-5-1 hinter den 6-3 Bears und den 5-3 Vikings. Sie können ihre Division noch gewinnen. Es wird schwer, ist aber machbar. Ihr nächstes Spiel ist in Minnesota.
Um ihre Division zu gewinnen müßten die 5-5 Seahawks die 9-1 Rams einholen. Seattle wird also froh sein, wenn es zum Wild Card Platz reicht.

Lebenslanger Ketchup
Chiefs Quarterback Patrick Mahomes liebt Ketchup. Er ißt seinen Ketchup gerne mit etwas Steak darunter.
Auch Ketchup mit Makkaroni und Käse schmeckt ihm gut.
DER Hersteller der ungesunden übersüßten Soße, Heinz, hat das natürlich mitbekommen.
Obwohl die Firma ihren Sitz in Pittsburgh hat, hat sie dem Chiefs Quarterback ein Angebot gemacht. Da Heinz eine Mischung, die Heinz 57 heißt herstellt, bot sie Mahomes an, ihn Lebenslang mit ihrer kostenlosen Plörre zu versorgen, wenn er in dieser Saison 57 Touchdowns erzielt.
Das wäre dann auch ein neuer NFL Rekord. Den hält Peyton Manning mit 55 Touchdownpässe und einem per Laufspiel aus dem Jahr 2013 mit den Broncos.
Mahomes hat bisher 31 Touchdownpässe geworfen und zwei selber gelaufen.
Um auf 57 zu kommen, braucht er also noch 24, oder anders, vier pro Spiel.

Die besten Spieler der Woche - 10
AFC

OFFENSE: QB BEN ROETHLISBERGER, PITTSBURGH STEELERS
22 von 25 Pässe für 328 Yards, 5 Touchdowns und die perfekte 158,3 Passerwertung

DEFENSE: LB WESLEY WOODYARD, TENNESSEE TITANS
10 Tackles

SPECIAL TEAMS: K STEPHEN HAUSCHKA, BUFFALO BILLS
2 von 2 Field Goals, 5 von 5 Extrapunkte

NFC
OFFENSE: QB MITCHELL TRUBISKY, CHICAGO BEARS
23 von 30 Pässe für 355 Yards, 4 Touchdowns

DEFENSE: LB LEIGHTON VANDER ESCH, DALLAS COWBOYS
13 Tackles, 1 Interception

SPECIAL TEAMS: P TRESS WAY, WASHINGTON REDSKINS
49,4 durchschnittliche Yards pro Punt, 4 innerhalb der 20

 

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