SB52_Primary_RGB

eag-mark-1-cl - Kopie

41

33

Freitag, 9. Februar 2018

Keine Feier ohne Zwischenfälle.
pederson-doug-sb52-trophaeeDie Eagles hielten ihre Siegesparade in Philadelphia ab. Der Zug durch die Stadt begann am Donnerstag um 11 Uhr morgens. Erste Fans waren bereits um 9:30 Uhr am Zugweg, 9:30 Uhr Mittwoch Abend.
Um etwa 10:30 morgens wurde ein 25 Jahre alter Fan an der Strecke durch einen Messerstich in die rechte Brust schwer verletzt. Details über den Vorfall wurden nicht bekannt.
Philly aber feierte ungeachtet dessen. Die Schulen waren geschlossen, das Wetter spielte mit, und der Grund war ja auch außergewöhnlich. Schon oft gab es Siegesfeiern in Philadelphia, wenn das Basketballteam oder das Eishockeyteam Meister geworden sind. Aber die NFL ist natürlich dann doch eine ganz andere Hausnummer.
Super Bowl Champion, das ist mehr wert, als alle anderen Titel zusammen.
Quarterback Carson Wentz, der auf MVP Kurs war, bevor er sich einen Kreuzbandriss zuzog, versprach den Fans noch weitere Super Bowl Siege, dann aber mit ihm als Quarterback.
Head Coach Doug Pederson (Bild) hofft auch auf weitere Super Bowl Siege. Zunächst aber hofft er, daß das Team nicht zu viele gute Spieler verliert, wenn das Wettbieten auf dem Spielermarkt beginnt. Und die Eagles liegen bereits knapp über der Gehaltsobergrenze. Viel mitbieten können sie deshalb nicht.
Nick Foles z.B. hat gerade als Ersatz- Quarterback den Super Bowl und den MVP Titel im Spiel gewonnen. Da werden viele Teams mal anfragen, ob er zu haben ist?

Malcolm Butler hat sich zu seiner Suspendierung in Super Bowl LII geäußert.
Er wäre deshalb nicht zum Einsatz gekommen, weil er in den Tagen vor dem Spiel Konzerte besucht und die Sperrstunde überschritten haben sollte. Die Entscheidung, daß er nicht eingesetzt werden sollte, hätte er erst Minuten vor dem Spiel mitgeteilt bekommen.
Alles Quatsch meinte Butler via Twitter und Co. Er hätte keiner dieser lächerlichen Vorwürfe, die ihm angelastet wurden, begangen.
Viele Teamkollegen, darunter auch Quarterback Tom Brady, pflichteten Butler bei.
Auch sind sie überzeugt, daß die Defense mit dem Cornerback sehr viel besser ausgesehen hätte.
Head Coach Belichick bleibt weiter dabei, daß es eine reine spieltechnische Entscheidung war, einen der besten Cornerbacks der Liga nicht spielen zu lassen.

Dienstag, 6. Februar 2018

Super Bowl LII, Super Bowl der Rekorde
brady-tom-enntaeuscht
Oh weih, das hatte NBC, die mit dem stolzen Pfau, sich ganz anders vorgestellt. Vor der Übertragung war der Sender sicher, daß er einen neuen Zuschauerrekord aufstellen würde. Doch während in einem der besten Super Bowls aller Zeiten Rekord um Rekord aufgestellt wurde, und es einen Überraschungssieger gab, muß man bis 2009 zurückgehen, um einen Super Bowl zu finden, der weniger Zuschauer hatte. Letztes Jahr schauten noch 113 Millionen Zuschauer das Spiel der Spiele bei FOX, dieses Jahr nur noch 103 Millionen.
Während man bei NBC also enttäuscht ist, waren wir Zuschauer es nicht, die wir die folgenden Rekorde miterleben durften. Wer`s nicht gesehen hat, kann sich ja selber in den Hintern beißen.
Die meisten Offenseyards, nicht nur in der Geschichte des Super Bowls, oder der Playoffs, sondern auch der regulären Saison. 1.151 Yards an Offense beider Mannschaften gab es zuvor noch nie in der NFL.
1950 gab es mal 1.133 Yards zwischen den Los Angeles Rams und den New York Yanks.
505 Passyards steuerte alleine Tom Brady (Bild) bei. Damit egalisierte er seinen eigenen Rekord von 466 Yards, den er erst in Super Bowl LI aufgestellt hatte. Brady wurde auch der erste Quarterback, der in den Playoffs über 10.000 Passyards erzielte.
Die 33 Punkte der Patriots waren die meisten eines Verliererteams im Super Bowl.
Beide Teams zusammen mußten nur einmal punten.

Viele Teamkollegen waren nicht einverstanden, daß Patriots Head Coach Bill Belichick mit Malcolm Butler, einen der besten Cornerbacks der Liga nicht hat spielen lassen.
Butler selber war wortkarg. Er sagte nur, daß er wohl gegen eine mindere Teamregel verstoßen hätte. Er hätte eine entscheidende Rolle im Spiel spielen können, doch Belichick hätte lieber den Sieg weggegeben, als ihn doch einzusetzen.
Der Head Coach murmelte etwas von einer Entscheidung gegen Butler, weil er nicht in das Verteidigungsschema gegen die Eagles gespaßt hätte. Man hätte die besten Spieler auf das Feld geschickt, die man gebraucht hätte, um die Eagles zu stoppen.
Und da war einer der besten Cornerbacks der Liga wohl nicht gut genug?
Eigenartig!
Ian Rapoport vom NFLN hat noch eine weitere Erklärung, die Dunkel in`s Licht bringt. Er hat erfahren, daß Butler krank war. Er hätte große Probleme bei den Trainingseinheiten gehabt, und er kam erst einen Tag nach seinen Teamkollegen in Minnesota an, weil er zu krank war, um mit dem Team zu fliegen.
Butler ist jetzt ein Free Agent. Es ist fast sicher, daß er 2018 nicht mehr zu den Patriots gehören wird.

Die Siegesfeier in Philadelphia begann recht friedlich, artete dann aber in einem Chaos aus Vandalismus, Verwüstungen und Plündereien aus, wie das heute leider wohl üblich geworden ist. Autos wurden umgestoßen, in Brand gesetzt, und auch anderes fremdes Eigentum beschädigt.
Die offizielle Siegesparade wird am Donnerstag ab 11:00 Uhr Ortszeit durch Philadelphia ziehen und wird live vom NFLN übertragen.
Die Mannschaft ist mittlerweile wieder in Philadelphia gelandet. Sie wurde von hunderten ekstatischen Fans empfangen.

Drei Spieler haben bereits angekündigt, daß sie nicht zur Siegesfeier im Weißen Haus fahren werden, Safety Malcolm Jenkins, Defensive End Chris Long und Wide Receiver Torrey Smith.
Weitere werden wohl folgen.

Das sind die möglichen Gegner der Eagles im Eröffnungsspiel: Dallas Cowboys, New York Giants, Washington Redskins, Atlanta Falcons, Carolina Panthers, Houston Texans, Indianapolis Colts, Minnesota Vikings
Beide Playoffgegner sind darunter, die Falcons und die Vikings. Natürlich auch alle drei Divisionsrivalen. Die Panthers wären noch interessant, die Colts und die Texans kann man vergessen.

Montag, 5. Februar 2018

Super Bowl LII, just fantastic
foles-nick-sb52-mvp2
Um es mit den Worten von NBC Analyst Cris Collinsworth zu sagen: „Einfach nur phantastisch.“
Und der Mann hatte Recht. Man sollte diesen Super Bowl zum Mindeststandard für alle NFL Spiele machen. Nur ein Punt, ein Sack, vierte Versuche, die ausgespielt wurden, Trickspielzüge, mutige Entscheidungen der Head Coaches auf beiden Seiten, es war irre. Aber der Sieger dieses Spiels brauchte auch alles, was im Football aufgeboten werden kann, um zu gewinnen.
Über diesen Super Bowl kann man ein ganzes Buch schreiben. Ich fasse mich kurz.
Schon in der ersten Halbzeit hatten beide Teams für über 600 Yards an Offense gesorgt. Und der „Außenseiter“ hielt nicht nur mit, sondern setzte Akzente. Und Ersatz Quarterback Nick Foles (Bild) schien auf dieses Spiel gewartet zu haben, um sein Können und Talent zu präsentieren. Schon in den beiden Playoffspielen erwies er sich als guter Ersatz für den verletzten Carson Wentz, der auf dem Weg war, der wertvollste Spieler der Saison zu werden. Doch Foles kam, spielte und siegte und wurde zum MVP in Super Bowl LII.
Seine Bilanz: 28 von 43 für 373 Yards, 3 Touchdowns, 1 Interception, 1 gefangener Touchdownpass.
Tom Brady: 28 von 48 für 505 Yards, 3 Touchdowns, 0 Interceptions, 1 Fumble.
Während der Trickspielzug mit einem Pass zum Quarterback zuvor bei den Patriots nicht geklappt hatte, und man sah, daß Brady kein guter Receiver ist, klappte er bei den Eagles hervorragend. Und es war eine sehr mutige Entscheidung. Es waren noch 38 Sekunden in der ersten Halbzeit. Philadelphia stand an der eins der Patriots und hatte einen vierten Versuch. Eigentlich eine Situation für Running Back LeGarrette Blount, der den letzten Super Bowl mit den Patriots gewann. Doch Head Coach Doug Pederson griff in die Trickkiste und holte den „Philly Special“ heraus.
Quarterback Foles tat so, als ob er seinen Linespielern auf der rechten Seite noch etwas zu sagen hatte. Center Jason Kelce warf den Ball zurück zu Running Back Clement Corey. Der gab den Ball ab an Tight End Trey Burton. Der paßte nach recht in die Endzone zu dem völlig freistehenden Nick Foles, der den ersten Pass in seiner NFL Karriere fing.
Und so ging es mit 22:12 für die Eagles in die Halbzeitpause.
Nach sechs Minuten im letzten Viertel ging New England zum ersten Mal in diesem Spiel in Führung. Brady über vier Yards zu Gronkowski in die Endzone plus Extrapunkt führte zum 33:32 für die Patriots.
Doch Philadelphia spielte unbeeindruckt weiter. Da stand eine Truppe auf dem Platz, die wußte, was sie kann. Und das zeigte dann auch die Defense, 2:16 Minuten vor Spielende.
Mittlerweile lagen die Eagles wieder vorne, mit 38:33. 136 Sekunden Zeit für Tom Brady, um das zu machen, was die Patriots so oft machen... noch gewinnen.
Doch dieses Mal nicht. Ein weiterer Ex-Patriot, der letztes Jahr noch mit ihnen den Super Bowl gewann, war dabei, als die D-Line Druck auf Brady ausübte, Defensive End Chris Long. Zwar bekam er seine Hände nicht an Brady, aber Defensive End Brandon Graham. Brady mußte nicht nur den Sack einstecken, sondern verlor auch noch den Ball, der Defensive End Derek Barnett praktisch in die Hände sprang.
Die Defense der Patriots konnte danach einen kleinen Sieg verzeichnen, da Philadelphia nur zu einem Field Goal aus 46 Yards kam.
65 Sekunden Zeit, acht Punkte Rückstand, absolut machbar.
Doch nicht gestern. New England kam nur bis zur eigenen 49, von wo aus Brady einen Hail Mary Pass in Richtung Gronkowski in die Luft setzte.
Doch der Ball fiel in der Endzone zu Boden, die Uhr sprang auf 00:00, und Philadelphia brachte den 41:33 Sieg nach Hause.
Die NFC East ist Gift für die Patriots im Super Bowl. Zweimal gegen die Giants verloren, jetzt gegen die Eagles.
Und es war wieder spannend, auch wenn es den höchsten Punktabstand in einem Super Bowl gab, an dem Head Coach Belichick und Quarterback Brady beteiligt waren, acht Punkte. Bisher waren sieben Punkte Abstand das Höchste der Gefühle.
Hätte New Englands Defense besser gespielt, wenn Cornerback Malcolm Butler mitgespielt hätte?
lurie-sb-trophaeeDas kann man natürlich nicht wissen. Genauso wenig weiß man, warum der Held des Super Bowls gegen Seattle, gestern nicht gespielt hat. Die ganze Zeit über lief er in voller Montur und mit Helm auf dem kopf an der Seitenauslinie lang. Nach dem Spiel wollte er nicht sagen, warum er nicht eingesetzt wurde. Es wäre eine Entscheidung des Coaches gewesen, war alles, was man erfuhr.
Auch nicht gespielt hat Punter Ryan Allen. Das aber, weil er nicht gebraucht wurde. Die Patriots mußten nicht ein einziges Mal punten.
Patriots Wide Receiver Brandin Cooks mußte das Spiel im zweiten Viertel nach einem harten, legalen, Hit mit einer Gehirnerschütterung verlassen.
Patriots Tight End Rob Gronkowski dachte nach der Niederlage über seinen Rücktritt vom Football nach.
In Super Bowl LII fing er neun Pässe für 116 Yards und 2 Touchdowns.
Analyst Cris Collinsworth wies während des Spiels, bei einigen gefangenen, bzw. vielleicht auch nicht gefangenen, Pässen in der Endzone, darauf hin, daß er aufgibt. Er weiß nicht mehr, wann bestimmte Pässe als gefangen gelten, und wann nicht.
Im Bild: Eagles Besitzer Jeffrey Lurie mit der Vince Lombardi Trophäe

Sonntag, 4. Februar 2018

Die „Oscar“ Nacht der NFL
brady-nfl-mvpUnd der MVP Award geht an...
TOM BRADY, Quarterback der New England Patriots (Bild).
Vor 10 Jahren gewann er seine erste MVP Trophäe, gestern gewann er sie zum dritten Mal. Mit seinen 40 Jahren ist er der älteste Spieler, der jemals zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt wurde. Damit schlug er Payton Manning, der 2013 37 Jahre alt war, als er MVP der Saison wurde.
Brady bekam 40 der möglichen 50 Stimmen der Jury. Acht Stimmen bekam Rams Running Back Todd Gurley, und zwei fielen auf Eagles Quarterback Carson Wentz.
Brady beendete die reguläre Saison mit 4.577 Passyards und 32 Touchdowns, bei 8 Interceptions.

Super Bowl LII
NBC will heute Nacht gleich zwei Sky Kameras einsetzen.
Damit soll ein Gefühl vermittelt werden, daß dem Madden Videospiel nahe kommt.
Bleibt zu hoffen, daß der Sender es mit dem Unsinn nicht übertreibt. Während der Saison gab es ja schon zwei Donnerstagsspiele, in denen das Videospielgefühl vermittelt wurde, und es war Bullshit. Und bei diesen Spielen war jeweils nur eine SkyCam im Einsatz.

Bei den Eagles geht der Erkältungsvirus um.
Doch die moderne Medizin scheint das in den Griff zu bekommen.
Jüngstes Opfer des Virus war Wide Receiver Nelson Agholor. Er bekam intravenöse Infusionen und ist voll einsatzbereit.

Samstag, 3. Februar 2018

Super Bowl LII, der Tag davor...
brady-tom-5
Tom Brady (Bild) hat seiner Frau Gisele Bündchen gesagt, wann er seine Karriere beendet. Vor der Saison 2017 sagte er zu ihr: „Noch zwei Super Bowls.“
Denkt man jetzt an seine frühere Aussage, daß er spielen möchte, bis er 45 ist, dann könnte er vielleicht schon früher in den Ruhestand treten.
Zwei weitere Super Bowls, Siege natürlich, nicht nur Teilnahmen, könnte Brady ja rein rechnerisch schon im Februar 2019 auf der Habenseite verbuchen.
Aber Bradys Aussagen über sein Karriereende sind mit Vorsicht zu genießen. 2006 versprach er seiner Frau, daß er nur noch 10 Jahre spielen würde.
Mal sehen, wann er wirklich in den Ruhestand tritt?

An das letzte Halloween wird sich Jay Ajayi noch lange erinnern.
Am Vormittag war er noch bei den Dolphins, und Nachmittags packte er seine Koffer, um nach Philadelphia zu fliegen.
2016 erzielte der Running Back 1.272 Yards in Miami und sah aus, wie der Mann, um den herum man die Offense zusammenstellt.
Und heute freut er sich darauf, in seinem ersten Super Bowl zu stehen.
So schnell kann es gehen.
Der Wechsel war eine heftige Überraschung. Doch das Warum wurde nachgereicht. Ajayi war ein schlechter Mannschaftskamerad. Er war ein selbstsüchtiger Spieler. Bekam er nicht genug Spielzüge, war er eingeschnappt. Auf dem Trainingsplatz ließ er es am nötigen Fleiß fehlen. Als dann auch noch Arian Foster von den Texans zu den Dolphins kam, ging Ajayis Motivationslevel steil in den Keller.
Es war ein Wagnis für die Eagles, diesen Spieler aufzunehmen. Doch sie mußten Miami nur eine Wahlmöglichkeit in der vierten Runde der Draft 2018 für ihn überlassen. Da konnten sie nicht widerstehen. Und er wurde zum Teamplayer. Er erzielte nur 408 Laufyards für die Eagles, doch er beschwerte sich nicht, er schmollte nicht. Er teilte sich die Einsatzzeit mit LeGarrette Blount ohne zu meckern.
Und zur Belohnung für Philadelphia und Ajayi geht es morgen gegen die Patriots im Super Bowl. Darauf hätte er in Miami noch sehr lange warten müssen.

Falcons Teambesitzer Arthur Blank gab zu, daß er angepisst war. Grund sind die Super Bowl Ringe der Patriots. Deren Teambesitzer Robert Kraft hatte 283 Diamanten in die Ringe einsetzen lassen. 283, so wie in 28:3, der Führung der Falcons in Super Bowl LI, die die Patriots noch aufholten.
Blank fand das nicht sehr nett.
Ist es nicht schön, daß auch Milliardäre so ihre Sorgen haben?

Alle Spieler sind gesund, heißt es von beiden Teams, die morgen an den Start gehen.
Alle Spieler, außer natürlich Eagles Quarterback Carson Wentz. Aber von denen, die in den Playoffs spielten, sind keine Ausfälle zu beklagen.

Freitag, 2. Februar 2018

Super Bowl LII... Spannung garantiert?
pederson-dougEagles Head Coach Doug Pederson (Bild) hatte eine Idee. Er teilte das Training am Mittwoch in zwei Blöcke mit einer Pause von 30 Minuten dazwischen. Das sollte die Halbzeitpause im Super Bowl simulieren. Die wird natürlich, wie jedes Jahr überlang werden, weil immer ein sogenannter „Top Act“ irgendwelche Liedchen singt. Und wenn dieser Justin Timberlake wirklich als Top Act gilt, dann steht es um die Musikindustrie nicht gerade zum Besten.
Und um die Eagles stand es nach dieser „Halbzeitpause“ auch nicht gerade zum Besten. Das Training verlief im zweiten Durchgang schlampig, wie Pederson zugab. Aber es wäre seit einigen Tagen das erste Mal gewesen, daß die Mannschaft wieder auf dem Trainingsplatz stand, da wäre es normal, wenn es nicht alles so läuft, wie gewohnt.

Spannend waren sie immer, die Super Bowls in der Belichick, Brady Ära.
Nachdem es vorher zwei hohe Niederlagen gegeben hatte in Super Bowl 20 und 31, wurden danach alle Spiele mit sieben oder weniger Punkten entschieden, die Siege, wie auch die beiden Niederlagen gegen die Giants.
Und die Patriots gewannen den ersten Super Bowl überhaupt, der in die Verlängerung ging.
Also spannend haben sie es bisher immer gemacht, seit Super Bowl 36 im Jahr 2002.

Spannend ist es nicht mehr, was Rob Gronkowski angeht. Der Tight End wurde aus dem Gehirnerschütterungsprotokoll entlassen und darf am Sonntag spielen.
2017 war er die Hauptanspielstation von Tom Brady mit 69 gefangenen Pässen für 1.084 Yards und 8 Touchdowns.

Bei den Eagles konnten Defensive Tackle Timmy Jernigan und Cornerback Ronald Darby wegen Krankheit nicht trainieren.
Beide scheinen erkältet zu sein.
„Es ist halt diese Jahreszeit,“ meinte Linebacker Mychal Kendricks, den es auch am Wochenende erwischt hatte. „Niemand stirbt. Es ist alles gut.“

Donnerstag, 1. Februar 2018

Super Bowl LII
kraft-bob-und-trofy200„Jeder hält doch gerne zum Außenseiter. Ich würde das nicht Hass nennen. Ich verstehe das. Ich hoffe, daß wir den Menschen noch viele Jahre, dieses Gefühl vermitteln können,“ meinte Patriots Besitzer Robert Kraft (Bild) über die anhaltende Dominanz seines Teams.
Viele Super Bowl Zuschauer werden zu den Eagles halten, alleine um die Patriots nicht gewinnen zu sehen.
Super Bowl LII... in 10 davon standen, bzw. stehen, die Patriots. Das ist ein Rekord.
Noch halten die Steelers mit sechs Siegen den Rekord, doch den versuchen die Patriots am Sonntag einzuholen.
Gleichheit ist das Ziel von Commissioner Roger Goodell. Jeder soll jeden jederzeit schlagen können. Die Patriots haben ihre eigene Vorstellung von Gleichheit, einfach immer gleich gut zu sein.
Doch es zeugt von Ausgeglichenheit, daß ein Team wie die Eagles, die 2016 als letzte der NFC East die Saison beendeten, 2017 die Nr. 1 der NFC sind.
Jeder kann jederzeit alles erreichen.
Und jeder kann die Patriots hassen. Außerhalb von New England gibt es nur einen Staat, in dem die NFL Fans mehrheitlich zu den Patriots halten, North Dakota.
NBC hofft auf einen neuen Einschaltrekord am Sonntag. Bisher steht dieser Rekord bei 114,1 Millionen und wurde 2015 beim Spiel der Patriots gegen Seattle aufgestellt.
Wie damals, hoffen die meisten Zuschauer auf einen Ausrutscher des bösen Imperiums, wie man die Patriots mittlerweile nennt. Und alle wollen das miterleben.
Kraft versteht das. Doch Niederlagen hat er genug erlebt. Als er das Team 1994 kaufte, legte er die damalige Rekordsumme von $175 Millionen für einen erwiesenen Verlierer hin. Schon 1997 stand das Team in seinem ersten Super Bowl, nach dem Besitzerwechsel. Es gab eine 21:35 Niederlage gegen die Packers. Seitdem ist viel positives geschehen in der Ära Kraft, Belichick, Brady.
Zählt man alles zusammen, haben seit 2001 248 verschiedene Spieler einen Super Bowl Ring mit New England gewonnen.

Langsam wird es für Rob Gronkowski eng. Der Tight End der Patriots ist noch immer im Gehirnerschütterungsprotokoll.
Er trainiert zwar mit der Mannschaft, aber nur eingeschränkt.

Mittwoch, 31. Januar 2018

gronkowski-rob-6Rob Gronkowski (Bild) ist sicher, daß er im Super Bowl spielen wird.
Der Tight End der Patriots ist noch im Gehirnerschütterungsprotokoll.
Er selbst fühlt sich wieder OK, aber das letzte Wort hätte nicht er, sondern die Ärzte, wie er Reportern sagte. Aber er glaubt, daß die Ärzte ihm bald ihren Segen geben werden.

Dienstag, 30. Januar 2018

Auch die Patriots sind in Minnesota gelandet
brady-tom44Patriots Quarterback Tom Brady (Bild) brach letzte Woche ein Radiointerview mit dem Sender WEEI aus Boston ab, weil der Interviewer Alex Reimer es wagte Bradys fünfjährige Tochter als „annoying little Pissant“ zu bezeichnen. Das kann man nicht wirklich übersetzen, da Pissant die Bezeichnung für eine Ameise ist, die Piss Ant. Das wird auch als abwertende Bezeichnung genutzt, mit der man einen Menschen als Bedeutungslos brandmarkt. Nervendes Miststück wäre eine einfache Übersetzungsmöglichkeit (Ich bin für Vorschläge offen).
Brady stürmte aus dem Sendestudio. Reimer wurde mit sofortiger Wirkung suspendiert. Weitere Schritte wolle man sich beim Sender überlegen.
Brady sagte bei der ersten Pressekonferenz nach der Landung der Patriots in Minnesota, daß er hofft, daß Reimer nicht gefeuert wird. Das würde er gar nicht gut finden. Natürlich hätte er als Elternteil sein Kind beschützen müssen, das würden ja wohl alle Eltern machen. Kritik im Sport wäre alltäglich und Teil des Ganzen, aber seine Kinder, überhaupt alle Kinder, sollten da rausgehalten werden, meinte Brady
Der Sender gab ein Statement ab, in dem es unter anderem hieß: „Wir bedauern zutiefst was passiert ist und sprechen Tom Brady, seiner Familie seiner Tochter und der Patriots Organisation unsere aufrichtige Entschuldigung aus.“

Montag, 29. Januar 2018

Die Adler sind gelandet
flughafen-minnesota-eaglesAm gestrigen Sonntag kamen die Philadelphia Eagles im bitterkalten Minnesota an. Mittags landeten sie auf dem Minneapolis-St. Paul International Airport.
Super Bowl LII ist der erste in der Zwillingsstadt, seit die Redskins die Bills 1992 besiegten. Auch damals spielte das Wetter Gott sei Dank keine Rolle, denn auch damals schon fand das Spiel in einem überdachten Stadion statt, dem mittlerweile zerstörten Hubert H. Humphrey Metrodome.
Den Super Bowl Patriots gegen Eagles gab es bereits 2005 schon einmal. Damals gewannen die Patriots.

Patriots Quarterback Tom Brady wurde der Faden gezogen, der mit 12 Stichen die Wunde am Daumen seiner Wurfhand verschloß.
Jetzt kann Brady in der Woche vor dem Super Bowl ohne Behinderung trainieren.
Auch Tight End Rob Gronkowski darf nach seiner Gehirnerschütterung wieder trainieren, bleibt aber noch im Gehirnerschütterungsprotokoll.

Für eine Handvoll Ringe hat es schon gereicht. Am Sonntag soll der erste Ring für die zweite Hand folgen.
Wird es der letzte Super Bowl, den Patriots Head Coach Bill Belichick und Quarterback Tom Brady zusammen erreichen?
Man hörte viele Gerüchte aus New England. Das Verhältnis zwischen Head Coach und Quarterback soll nicht mehr das Beste sein, seit Belichick Bradys persönlichen Trainer von der Seitenauslinie verbannte.
Und dann noch die böse Zeit. Brady ist 40, Belichick 65. Klar kann der Head Coach noch bis ins hohe Greisenalter ein Team leiten, aber der Quarterback erreicht doch langsam das Endstadium seiner sagenhaften Karriere.
New England ohne Belichick und (oder) Brady?
Die Liga, zumindest die AFC, würde wieder spannend. Es ist auf die Dauer ermüdend, immer nur dasselbe Team siegen zu sehen. Dann kann man sich ja direkt die deutsche Fußball Bundesliga antun.
Doch noch ist es nicht so weit. Es ist nicht abzusehen, daß einer der beiden, oder gar beide, die Patriots verlassen.
Es bleibt also eher langweilig.

Samstag, 27. Januar 2018

Schon oft gingen Teams mit Ersatz- Quarterbacks in den Super Bowl
wentz-carson4Carson Wentz (Bild) brachte Philadelphia in die Nähe der Playoffs. Am 10. Dezember 2017 zog er sich gegen die Rams einen Kreuzbandriss zu. Doch nun sagte Wentz, daß er sich nicht nur das vordere sondern auch das hintere Kreuzband riß. Ein Zeitpunkt, wann er wieder trainieren kann, steht noch nicht fest. Zwar habe er Woche eins der Saison 2018 als Ziel, aber das sei bisher noch Wunschdenken.
Allerdings bedeutet es nicht zwangsläufig, daß der Genesungsprozess dadurch länger dauert.
Wie auch immer, Wentz konnte nur zusehen, wie sein Ersatzmann Nick Foles die Eagles in die Playoffs und sogar in den Super Bowl führte.
Und da ist Foles nicht der erste Ersatzmann, dem das gelang.
2001 war es Tom Brady, der das schaffte. Er vertrat Drew Bledsoe, der sich in Woche zwei schwer an der Brust verletzte.
Brady, der in der SECHSTEN Runde der Draft von New England einberufen wurde, kam, sah, und der Rest ist Geschichte. Head Coach Bill Belichick hielt an Brady fest, selbst, als Bledsoe später in der Saison wieder hätte eingesetzt werden können. Das machte den Head Coach nicht sehr beliebt in New England, aber wie man heute weiß...
Im Super Bowl gewannen die Patriots gegen die Rams, die auch mit einem „Ersatzmann“ antraten.
- Die Anführungszeichen deshalb, weil Kurt Warner schon 1999 für den verletzten Trent Green spielte. Und schon da führte er die Rams zum Super Bowl Sieg gegen die Titans.
Als Warner gegen die Patriots spielte, war der ehemalige Supermarktregalauffüller, NFLE und Arena Liga Quarterback schon längst der Starter in St. Louis.
- 1987 setzten die Redskins auf Jay Schroeder, doch der brachte es nicht. Head Coach Joe Gibbs gab Doug Williams eine Chance. Und der wurde zum ersten schwarzen Quarterback, der den Super Bowl gewann. MVP des Spiels wurde er auch noch.
- Phil Simms bei den Giants ersetzen?
Unmöglich!
Nichts ist unmöglich. Jeff Hostetler führte die New Yorker 1990 zum Sieg über die Bills in Super Bowl 25, nachdem Simms sich in Woche 15 einen Fuß gebrochen hatte.
- Jim Plunkett galt lange als ein furchtbarer Fehlgriff. 1971 war er die Nr. 1 in der Draft. Doch in New England und San Francisco war er furchtbar.
1980 kam er bei den Raiders für Dan Pastorini rein, der sich in Woche 5 ein Bein gebrochen hatte. Plunkett machte den Durchmarsch mit dem Team und Oakland wurde der erste Super Bowl Sieger, der über die Wild Card Runde den ganzen Weg ging.
- Die Ravens gewannen den Super Bowl nach der Saison 2000 trotz Trent Dilfer. Die Defense war einfach zu gut.
- Johnny Unitas in Baltimore ersetzen?
Unmöglich!
Nichts ist unmöglich. Earl Morrall ersetzte Unitas, der sich in der Vorbereitungszeit eine Armverletzung zuzog.
Zum Super Bowl Sieg konnte er die Colts dann aber nicht führen. Den gewann ein gewisser Joe Namath mit den Jets. Und das, weil Morrall in diesem Spiel so mies war, daß Unitas von der Bank kommen mußte, um ihn abzulösen, was allerdings auch nichts mehr half.

Freitag, 26. Januar 2018

Kurzberichte
blount-legarrette3Mit den Patriots gewann Running Back LeGarrette Blount (Bild) zwei Super Bowls. Übernächsten Sonntag möchte er seinen dritten gewinnen... mit den Eagles.
Blount ist voll im Rachemodus und möchte es New England heimzahlen.
So ein paar Kniffs und Tricks der Patriots Offense kann Blount seinem Defensive Coordinator verraten.
Blount war 2013 bei den Patriots und von Dezember 2014 bis zum Ende der Saison 2016. Im Frühjahr 2017 ging er als Free Agent zu den Eagles.
In seiner letzten Saison in New England hatte er mit 299 Läufen die meisten aller Running Backs der Liga und auch seine 18 Touchdowns waren in dieser Saison der Spitzenwert.
In Philadelphia teilte er sich die Läufe mit Jay Ajayi und Corey Clement und kam nur auf 766 Yards aus 173 Läufen.
Die Freundschaften, die er noch mit einigen Teamkollegen der Patriots pflegt, werden für diesen einen Tag zur Seite gelegt. An diesem Tag geht es nur um eins, den Super Bowl mit den Eagles zu gewinnen. An diesem Tag gibt es keine Freundschaft. Beide Teams hätten nur eines im Sinn, und das wäre der Sieg.
Sollte er Pats Head Coach Bill Belichick vor dem Spiel über den Weg laufen, würde er ihn natürlich begrüßen. Blount betonte, daß er Belichick viel zu verdanken hätte, und daß er mit ihm zwei Super Bowls gewinnen konnte. Da würde er seinen alten Head Coach nicht Mißachten. Er hätte viel Respekt vor Belichick, dem Team und der gesamten Patriots Organisation.

Ein paar Verletzungen plagen die Teilnehmer des Super Bowls.
Eagles Running Back Jay Ajayi hat Probleme mit einem Knöchel und konnte nicht am Training teilnehmen.
Bei den Patriots konnte Quarterback Tom Brady nur eingeschränkt trainieren. Er schonte seinen verletzten Daumen an der Wurfhand.
Tight End Rob Gronkowski darf wegen seiner Gehirnerschütterung noch nicht trainieren.

Einige Eagles Fans haben sich beim Spiel gegen Minnesota schlecht benommen.
Vor dem Spiel waren Fans der Vikings von Eagles Fans beschimpft und mit unflätigen Ausdrücken bedacht worden, als sie vom Parkplatz zum Stadion gingen. Gefüllte Bierbecher wurden nach ihnen geworfen.
Um sich für ihr mieses Benehmen zu entschuldigen, spendeten die Übeltäter über $10.000 an eine Stiftung von Vikings Head Coach Mike Zimmer.
Man stelle sich das hier in Deutschland vor, bei den Fußballfans. Die Spendenkonten würden überquellen.

Donnerstag, 25. Januar 2018

wentz-carson2Super Bowl LII: Eagles vs. Patriots.
Und es hätte Carson Wentz (Bild) gegen Tom Brady geben können.
Doch der Gott des Footballs hatte anderes im Sinn.
Das aber stört die Käufer von Spielerjerseys nicht. Die Trikots von Tom Brady und Carson Wentz sind die meistgekauften der sich im Endstadium befindlichen Saison. Es wurde der Zeitraum vom 1.9.17 bis 18.1.18 berücksichtigt.
Brady führt mit 10 Staaten, in denen sein Trikot sich am besten verkauft, knapp vor Wentz mit neun Staaten. Doch insgesamt gesehen liegt Wentz vor Brady, wenn man alle Fanartikel, die einen Namen der beiden tragen, mitzählt.
Auf Platz drei nach Wentz und Brady folgt Cowboys Quarterback Dak Prescott.

Die Falcons haben ein Problem, mit dem viele Bauherren zu kämpfen haben: Pfusch am Bau.
Dieser Pfusch sorgte dafür, daß das Dach des neuen Milliarden teuren Stadions nicht geöffnet werden konnte. So fanden fast alle Spiele im geschlossenen Stadion statt.
Das einzigartige Konstrukt des Daches, das sich wie eine Kameralinse öffnen soll, ha eine viel zu lange „Belichtungszeit“. Es war nur einmal geöffnet, zum ersten Heimspiel am 17. September gegen Green Bay.
2019 wird der Super Bowl in Atlanta stattfinden, und bis dahin soll die Kameralinse sich dann problemlos öffnen und schließen lassen.
Die Ausbesserungsarbeiten haben schon begonnen.

Mittwoch, 24. Januar 2018

Kurzberichte
bradys-trikotDie Patriots sind die Heimmannschaft in Super Bowl LII. Deshalb durften sie sich aussuchen, ob sie mit einem farbigen oder weißen Trikot antreten.
Da 12 der letzten 13 Super Bowls von den weißen gewonnen wurden, fiel ihnen die Wahl wohl nicht schwer. Auch letztes Jahr trugen sie weiß, weil die Falcons, als Heimteam, sich für ihre roten Jerseys entschieden. Insgesamt sind die Patriots in weiß 3-0 in der Brady Ära.
Die Eagles werden somit ihre gewohnten grünen Trikots tragen.

Wenn er nach seiner Karriere in die Hall of Fame kommt, dann bestimmt als Pittsburgh Steeler. Doch zunächst geht er als New England Patriot in den nächsten Super Bowl.
Bis zum vorletzten Spiel der regulären Saison war James Harrison als Linebacker im Kader der Steelers. Doch der 39-jährige bekam kaum Einsatzzeit. Head Coach Tomlin hielt ihn nur noch für fähig, die Bank zu wärmen. Deshalb äußerte der Linebacker den Wunsch, von den Steelers freigegeben zu werden. Nach Weihnachten wurde ihm dieser Wunsch erfüllt, und Harrison wechselte zu den Patriots. Die hatten plötzlich also nicht nur einen Methusalem als Quarterback, sondern auch den ältesten Verteidiger der Liga im Kader.
Jetzt warteten alle auf das Championship Spiel der AFC, in dem Pittsburgh in New England antreten sollte.
Man wartete vergebens.
Oh, wie hätten die Steelers ihn gegen die Jaguars brauchen können. Nicht einmal wurde deren Quarterback Blake Bortles gesackt. Und das rächte sich, wie man weiß.
In der regulären Saison erzielte Harrison einen Sack für Pittsburgh. In seiner kurzen Zeit in New England erzielte er bisher zwei.
Und im AFC Championship Spiel gegen die Jaguars setzte er die Defense und Bortles beständig unter Druck. Er erzielte zwar keinen Sack, war aber ein ständiger Unruheherd.
Und jetzt kann er seinen dritten Super Bowl gewinnen.
Nicht schlecht für einen Spieler, den die Karriere 2003 sogar zum Abstieg in die NFLE, zu Rhein Fire, führte. Damals wollte er mit dem Football aufhören.

Dienstag, 23. Januar 2018

Die NFL hat eine Werbung vom Verband der Kriegsveteranen abgelehnt.
Die Veteranen wollten eine Anzeige im Super Bowl Programmheft schalten, in der sie die Spieler und Fans dazu auffordern, beim Abspielen der Nationalhymne aufzustehen.
Die Liga sieht das als politisches Statement, das keinen Platz im Heft hat. Das Magazin solle ausschließlich der Unterhaltung der Käufer dienen. Man finde die Werbung zwar gut und richtig, aber nicht in der vorgelegten Art im Super Bowl Magazin.
Die NFL bat den Veteranenverband, die Anzeige abzuändern, aber bis zum Zeitpunkt, an dem das Heft in Druck gehen mußte, kamen keine Änderungen.

Die Patriots sind 5,5 Punkte Favoriten im Super Bowl. Einen so deutlichen Favoriten hat es zuvor noch nie gegeben im Spiel der Spiele.
Mittlerweile sind die Eagles es ja gewöhnt, als Außenseiter zu gelten, selbst im eigenen Stadion. Aber dieser neuerliche unglaubliche Mißtrauensbeweis seitens der Buchmacher, die diese Quoten festlegen, schmeckt ihnen natürlich überhaupt nicht.
Doch sie sehen das als Ansporn. Sie haben ja nichts zu verlieren. Sie können nur gewinnen. Verloren haben sie in den Augen der Wettbüros ja schon.
Und so sagte Offensive Tackle Lane Johnson denn auch: „He Tom Brady, Pretty Boy Tom Brady. Er ist der beste Quarterback aller Zeiten, also, ich würde nichts lieber tun, als diesen Typen vom Thron zu stürzen.“
Und, gemessen an den bisherigen Playoffspielen, hat Eagles Quarterback Nick Foles eine bessere Passerwertung, als Brady. Foles hat 122,1 Punkte, Brady 105.
Und wenn eine Defense schon mit einem Quarterback wie Blake Bortles Probleme hatte, dann dürfte Foles noch schwerer zu stoppen sein.

Montag, 22. Januar 2018

Die NFL 2017 - Championship
brady-tom02
David gegen Goliath.
Niete gegen G.O.A.T.
Jacksonville gegen New England.
Bei den Buchmachern waren die Patriots in ihrem eigenen Stadion Neunpunktefavoriten, doch das Spiel war weitaus spannender, als man vermuten konnte.
Daß die Defense der Jaguars gut war, war klar. Daß aber die Offense und speziell Quarterback Blake Bortles einen guten Tag erwischen würden, das konnte man so nicht ahnen. Rein an der Statistik gemessen hatte Bortles das beste Spiel seiner NFL Karriere. Er vervollständigte 23 seiner 36 Pässe für 293 Yards und 1 Touchdown und blieb ohne Interception.
Tom Brady (Bild) hatte ganz ähnliche Zahlen: 26 von 38 für 290 Yards und 2 Touchdowns, ohne Interception.
Seine verletzte Hand bereitete ihm keine Probleme. Die gefürchtete Sack-Defense der Jags konnte ihn nur dreimal sacken, auch so, wie Bortles, der von den Patriots dreimal gesackt wurde.
Es war also ein Spiel auf Augenhöhe und die Jaguars führten lange Zeit. Doch es scheint so, als würden die Patriots diesen besonderen Ansporn brauchen. Lange zurückliegen, den Gegner fast schon in Sicherheit wiegen, und dann wie eine tödliche Kobra zuschlagen.
Mit einer 20:10 Führung für Jacksonville ging es ins letzte Viertel. Man kann sagen, die Patriots hatten die Jaguars da, wo sie sie haben wollten.
Ohne Tight End Rob Gronkowski, Bradys beliebteste Anspielstation, ging es daran, den Rückstand aufzuholen. Der Gronk zog sich im zweiten Viertel bei einem illegalen Angriff von Safety Barry Church mit dem Helm voran, eine Gehirnerschütterung zu.
Doch zunächst konnte die Jaguars Defense einen Fumble von Running Back Dion Lewis erobern. Aber im anschließenden Ballbesitz mußten sie punten. New England startete jetzt von der eigenen 15 und marschierte über das ganze Feld. Ein Pass über neun Yards von Tom Brady zu Wide Receiver Danny Amendola plus Extrapunkt verkürzte auf 20:17.
Die Patriots Defense hatte sich lange genug von Blake Bortles auf der Nase herumtanzen lassen und ließ nicht mehr viel zu. Und so kam es, daß noch nicht mal sechs Minuten später Danny Amendola zu seinem zweiten Touchdown kam. Brady paßte aus vier Yards links ans Ende der Endzone und so wie Amendola den Ball fing, und beide Füße noch ins Feld brachte, das machte „The Catch“ von Dwight Clark alle Ehre.
New England hatte die 20:24 Führung übernommen, und gab sie nicht mehr her.
New England mußte alles zeigen, was sie konnten. Sie mußten vierte Versuche ausspielen, einen dritten und 18 an der eigenen 25 erfolgreich abschließen, Trickspielzüge einsetzen, das volle Programm.
Und es war eine Großtat von Cornerback Stephon Gilmore, die den Sieg absolut sicherte. Er konnte kurz nach der Zweiminutenwarnung einen Paß von Bortles zu Wide Receiver Dede Westbrook verteidigen, der zu einem Touchdown für Jacksonville hätte führen können.
Es war also tatsächlich äußerst knapp.
Die Jaguars haben hervorragend mitgehalten, und in Zukunft wird man sie nicht mehr als Punktelieferanten auf der Rechnung haben, wenn man sie auf dem Spielplan hat.
Noch hat es nicht gereicht, um Tom Brady den achten Super Bowl zu verwehren.
Vielleicht nächstes Jahr, denn die Patriots verlieren Offensive Coordinator Josh McDaniels und Defensive Coordinator Matt Patricia. McDaniels wird wohl Head Coach bei den Colts, wie man hört, und Patricia geht als Head Coach zu den Lions.

Nicht ganz so knapp ging es in Philadelphia zu.
Die Eagles waren sauer, daß sie erneut als Außenseiter in einem Heim Playoffspiel galten.
Und das bekamen die Vikings schmerzhaft zu spüren.
Eagles Quarterback Nick Foles spielte, wie damals in seiner Pro Bowl Saison. Das ist noch gar nicht so lange her, 2014. Und da wurde er auch zum MVP des Pro Bowls gewählt. Er vervollständigte gestern 26 seiner 33 Pässe für 352 Yards und 3 Touchdowns, gegen eine der besten Verteidigungen der Liga.
Minnesotas Case Keenum mühte sich redlich, aber erfolglos. Seine Bilanz: 28 von 48 für 271 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions, 1 Fumble.
Daraus wurde ein 38:7 Erfolg für die Eagles.
Die gehen wieder als Außenseiter in ein Spiel, aber als Gast der Patriots in Minneapolis.
New England ist sechs Punkte Favorit im Super Bowl.
Und die Buchmacher legten auch gleich die Quoten zum Erreichen des Super Bowls in Atlanta fest. New England hat eine Quote von 9-2, gefolgt von Philadelphia mit 17-2.
Die Vikings verloren nicht nur das Spiel, sondern auch Offensive Coordinator Pat Shurmur. Der wird Head Coach bei den Giants.
Und die Verträge von allen drei Quarterbacks, Bridgewater, Bradford und Keenum, sind mit Ende des Spiels in Philadelphia ausgelaufen.

Super Bowl LII heißt also Eagles at Patriots.
Einen wirklich klaren Favoriten sehe ich da nicht.
In Minneapolis werden viele Fans aus Minnesota im Stadion sein. Die wollten ihre Vikings dort sehen. Eagles Fans werden die jetzt nicht gerade sein.
Philadelphia und New England standen sich in Super Bowl 39 gegenüber und die Patriots gewannen 24:21.

 

feldhintergrund04
feldhintergrund03

 

 

 

[Home] [Ergebnisse] [NFL News] [Statistiken] [Tabellen] [Football erklärt] [History] [NFL] [Draft] [Hall of Fame] [MVPs] [Pro Bowl] [Spielplan] [Starportrait] [Super Bowl] [Impressum]

 


WIN-FOOTBALL Magazin © voss-multimediagruppe. Alle Rechte vorbehalten. Wiedergabe, auch Auszugsweise, nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung. Alle Logos und Namen sind eingetragene Markenzeichen der jeweiligen Namensinhaber und urheberrechtlich geschützt. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 "Haftung für Links" - hat das Landgericht Hamburg entschieden, das man durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite gegebenenfalls mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, daß man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. In WIN-FOOTALL sind Links zu anderen Seiten im Internet gelegt. Für all diese Links gilt: Da ich keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe, distanziere ich mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf www.win-football.de. Dies gilt für alle auf www.win-football.de ausgebrachten Links und für alle Inhalte der Seiten, zu denen die Links führen.

 

 

winfootball2009logo